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So senken Menschen unter 40 Jahren ihr Krebsrisiko – FITBOOK

Gesund älter werden

5 Dinge, die man unter 40 tun sollte, um das Krebsrisiko zu senken

Junges Paar kuschelt im Bett
Was ein junges Paar im Bett mit Krebsvorsorge zu tun hat? Safer Sex spielt dabei tatsächlich eine Rolle.Foto: Getty Images

Wie wir uns in jungen Jahren verhalten, wirkt sich auf die Gesundheit im Alter aus. So sollte jeder zwischen 20 und 40 Jahren die folgenden 5 Dinge tun, um sein Krebsrisiko so weit wie möglich zu senken.

Junge Erwachsene denken selten über Krebs nach. Und doch haben neuere Untersuchungen gezeigt, dass Menschen, die nach 1990 geboren wurden, mit größerer Wahrscheinlichkeit vor dem 50. Lebensjahr an Krebs erkranken als jede andere Generation zuvor (FITBOOK berichtete). Während es bei Krebs einige Dinge gibt, die wir nicht ändern können – wie bestimmte Gene, die wir geerbt haben –, sind bis zu der Hälfte aller Krebserkrankungen vermeidbar, schreibt die Krebsforscherin Dr. Sarah Allinson und listete für das britische Wissenschaftsmagazin „The Conversation“ 5 Dinge auf, die jeder unter 40 tun sollte, um sein Krebsrisiko zu senken.

1. Rauchen Sie nicht

Rauchen begünstigt nicht nur Lungenkrebs, sondern auch 14 weitere Krebsarten. Zum Glück fängt ein Großteil der jungen Menschen nicht mehr damit an. Zumindest nicht mit dem klassischen Tabak, der Trend bei den geht hin zum Dampfen oder auch Vapen (E-Zigaretten). Keine gesunde Alternative, warnt die Wissenschaftlerin: „Während Dampfen sicherlich weniger schädlich ist als Rauchen, wurden seine langfristigen Auswirkungen noch nicht untersucht.“ Auch vor Cannabis warnt sie ausdrücklich, da es Hinweise zwischen Marihuana-Konsum und Hodenkrebs gibt.1 Ihr Rat: Alles, was mit Rauchen oder Dampfen zu tun hat, lieber ganz bleiben lassen.

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2. Praktizieren Sie Safer Sex

HPV (humanes Papillomavirus) ist die häufigste sexuell übertragbare Infektion der Welt und verursacht Genitalwarzen. Das Virus kann außerdem eine Reihe von Krebsarten begünstigen – einschließlich an Gebärmutterhals, Penis, Mund und Rachen. HPV-assoziierte Krebserkrankungen treten besonders häufig bei jungen Menschen auf. Es wird auch angenommen, dass steigende HPV-Raten den neu beobachteten Anstieg von Mundkrebs bei jungen Männern erklären könnten.2 Kondome schützen leider nicht zuverlässig genug. Um zumindest bei Frauen das Krebsrisiko zu senken, ist es besser, sich impfen zu lassen und regelmäßig zum Gebärmutterhalsscreening zu gehen – auch unter 40. So kann eine mögliche Krebsentwicklung noch rechtzeitig verhindert werden.

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3. Auf gesundes Gewicht achten

Übergewicht und Fettleibigkeit begünstigen die Entstehung von 13 verschiedenen Krebsarten, weiß Allinson. Darunter Darm-, Brust-, Gebärmutterhals- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Warum? Überschüssiges Körperfett verursacht Entzündungen im Körper, die das Wachstum von Tumoren fördern und Krebszellen bei der Teilung helfen.3 Fettzellen produzieren auch das Hormon Östrogen, das ebenfalls Tumorbildung in Brust und Gebärmutter anregen kann. Daher erleiden Frauen häufiger Übergewichtsbedingen Krebs als Männer. Auch in der Ernährung selbst liegt der Schlüssel, das Krebsrisiko zu senken. Rotes Fleisch begünstigt Darmkrebs, während frisches Obst, Gemüse und Ballaststoffe das Risiko für verschiedene Krebsarten nachweislich verringern.4

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4. Trinken Sie Alkohol in Maßen

Nichts spricht gegen das Gläschen in Ehren, aber dabei sollte man es am besten belassen, so die Krebsforscherin. Alkohol erhöht das Risiko insbesondere für Brust-, Leber- und Speiseröhrenkrebs, das umso größer wird, je mehr man trinkt.5 Dabei ist es besonders gefährlich, sich heftig zu betrinken, auch wenn es nur selten passiert. So deutet eine Studie darauf hin, dass Rauschtrinken das Risiko für Brustkrebs um 50 Prozent erhöht.6 Der Effekt wird verstärkt, wenn dazu Tabak geraucht wird. Wer es schafft, mehrere Tage pro Woche ohne Alkohol zu verbringen, senkt sein Krebsrisiko erheblich.

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5. Verwenden Sie Sonnenschutz

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen, die bei den unter 40-Jährigen diagnostiziert wird. Tendenz steigend, schreibt Krebsforscherin Allinson. Hauptursache ist die UV-Strahlung der Sonne und so bleibt einem nichts anderes übrig, als sich im Sommer in Regionen mit intensiver Sonneneinstrahlung ausreichend zu schützen. Sprich: Sonnenhut, möglichst im Schatten aufhalten und konsequent Sonnencreme mit mindestens Faktor 15 auftragen. „Wobei zu beachten ist, dass keine Sonnencreme hundertprozentigen Schutz bietet. Dies ist besonders wichtig für Menschen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko, wie Menschen mit heller Haut und Neigung zu Sommersprossen.“

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Eine gesunde Lebensweise ist die wirksamste Methode, sein Krebsrisiko im Alter von unter 40 Jahren zu senken, merkt die Wissenschaftlerin abschließend an. Und dazu gehören natürlich Bewegung, saubere Luft und eine positive Einstellung.

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