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Zweimal oder häufiger angesteckt

Studie deckt mögliche fatale Folgen von Corona-Reinfektionen auf 

folgen corona-reinfektionen: Illustration von Coronaviren
Nach überstandener Coronainfektion sollte man die Möglichkeit, sich erneut anzustecken, nicht auf die leichte Schulter nehmenFoto: Getty Images

Die Pandemie-Maßnahmen sind gelockert, Menschen kommen in großen Gruppen zusammen, feiern, verreisen – und erhalten nicht selten die Quittung in Form einer Coronainfektion. Für manche ist es zudem nicht das erste Mal und das kann für sie womöglich kurz-, aber auch langfristig zur gesundheitlichen Gefahr werden.

Dass es möglich ist, mehrmals an Corona zu erkranken, ist schon länger bekannt. Jetzt zeigt eine Studie erstmals auf, welche Folgen Corona-Reinfektionen für die Gesundheit haben können. Und diese können massiv sein. Sie umfassen sowohl das Sterberisiko während der Erkrankung als auch langfristige gesundheitliche Schäden wie Diabetes, Herzprobleme oder neurologische Beschwerden.

Ablauf der Studie

Unter der Leitung von Dr. Ziyad Al-Aly, klinischer Epidemiologe an der Washington University in St. Louis, analysierten die Forscher die Daten von 5,6 Millionen Menschen, die sich im Rahmen des Veteran Administration Health Systems medizinisch behandeln ließen. Dafür bildeten sie drei Gruppen1:

  • Personen, die keine Coronainfektion hatten
  • Personen, die einmal an Corona erkrankt waren
  • Personen, die zweimal oder häufiger infiziert waren

Wie wirken sich mehrmalige Coronaerkrankungen aus?

Die Analyse der Daten ergab, dass Corona-Reinfektionen im Vergleich zur einmaligen Erkrankung das kurz- und langfristige Risiko für die Gesundheit deutlich erhöhten. So war die Wahrscheinlichkeit für reinfizierte Personen, innerhalb von sechs Monaten nach der letzten Infektion im Krankenhaus zu landen, dreimal so hoch. Das Risiko, zu sterben, war doppelt so hoch.

Zu den Folgen von Corona-Reinfektionen zählten außerdem das erhöhte Risiko für:

Auch interessant: BA.4 und BA.5 – wie gefährlich sind die Omikron-Subvarianten?

Wie lang hielten die Beschwerden an?

Die Risiken und gesundheitliche Beschwerden waren laut der Studie in der akuten Krankheitsphase am stärksten. Sie hielten jedoch auch in der Genesungsphase weiter an. Die meisten waren sechs Monate nach überstandener Infektion noch vorhanden. Zudem stiegen die Risiken mit jeder erneuten Reinfektion stufenweise weiter an.

Überdies waren von den Folgen der Corona-Reinfektionen nicht nur ungeimpfte, sondern auch vollständig geimpfte und geboosterte Patienten betroffen. Angesichts der Studienerkenntnisse warnen die Forscher davor, die gesundheitliche Gefahren durch mehrmaliges Ansteckungen mit Corona nicht zu unterschätzen.

Quelle

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