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Chase Stokes

Outer-Banks-Star – „Ich habe die Serie verlassen… meine Leber und meine Nieren versagten“

Chase Stokes fiel in ein gesundheitliches Loch nach dem Ende „Outer Banks“
Sieben Jahre lang war er John B. Nach dem Serienende musste Chase Stokes erst einmal sich selbst wiederfinden Foto: Emma McIntyre
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25. August 2026, 13:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Chase Stokes verkörperte den Hauptdarsteller John B. in der Erfolgsserie „Outer Banks“. Es war die Rolle, die ihm zum Durchbruch verhalf, aber auch die Rolle, die ihn nach eigenen Angaben in eine „Viertellebenskrise“ stürzte. Der Erfolg, der Ruhm und die jahrelange Identifikation mit seiner Figur hinterließen Spuren.

„Im Nachhinein ist man immer schlauer, aber ich wäre wahrscheinlich nicht mehr lange dabei gewesen, wenn ich nicht auf meinen Körper geachtet hätte“, erzählt Stokes dem „Hollywood Reporter“. Der Schauspieler hatte mit dem Erfolg der Serie und dem damit einhergehenden Ruhm zu kämpfen. Die Rolle des Anfang-20-Jährigen John B. haftete dem heute 33-Jährigen so sehr an, dass er sich zunehmend eingeengt fühlte. „Ich war öfter John B. als Chase“, berichtete er. Schließlich suchte er sich professionelle Hilfe und nahm sich nach dem Ende der Serie bewusst Zeit, um sich körperlich und mental zu stabilisieren.

Die gesundheitlichen Probleme

„Ich habe die Serie verlassen … meine Leber und meine Nieren versagten. Ich hatte mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, und mein Kopf war völlig durcheinander“, erinnerte sich Stokes. Statt unmittelbar neue Projekte anzunehmen, habe für ihn zunächst die eigene Gesundheit Priorität gehabt. Um wieder auf die Beine zu kommen, unterzog er sich alle zwei Wochen Bluttests sowie einer TMS-Therapie und einer Testosteronbehandlung. Sein Testosteronspiegel sei damals „alarmierend niedrig“ gewesen.

Die TMS-Therapie (Transkranielle Magnetstimulation) wird bei Depressionen, zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall und teils auch bei Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt. Hierfür stimuliert das Gerät über eine Spule am Kopf ganz gezielte Bereiche des Gehirns.

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Testosteronmangel

Testosteronmangel ist tatsächlich keine Seltenheit in der Männerwelt. Je nach Definition und untersuchter Altersgruppe sind in etwa zehn bis 40 Prozent der Männer weltweit davon betroffen.1 Ab dem 30. Lebensjahr sinkt der Mangel zum einen ganz natürlich ab, aber auch das Risiko für einen ernsthaften Mangel steigt an. Das kann zum einen an chronischen Erkrankungen liegen, wie Übergewicht oder Diabetes Typ 2. Zum anderen können auch psychischer Stress, Schlafmangel, schwere Erkrankungen, extremes Training, Mangelernährung oder bestimmte Medikamente zu einem Absinken des Spiegels beitragen.

Chase Stokes berichtete, dass ihn die Arbeit an „Outer Banks“ körperlich und mental stark belastet habe. Unter anderem habe er über Jahre versucht, trotz seines Alters den Körper seines deutlich jüngeren Seriencharakters zu halten. Hinzu kamen der Druck des plötzlichen Ruhms und das Gefühl, nach sieben Jahren als John B. kaum noch Zeit gehabt zu haben, sich selbst weiterzuentwickeln. Ob der Testosteronmangel auch mit diesen Belastungen zusammenhing, liegt nahe, lässt sich aber schlussendlich, vor allem als Außenstehender ohne medizinischen Hintergrund, nicht belegen. Fest steht jedoch, dass Chase Stokes die Jahre bei „Outer Banks“ rückblickend als körperlich und mental sehr fordernd beschrieb.

Es gibt ein paar Merkmale, auch wenn sie unspezifisch sind, die einen Mangel bemerkbar machen können:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Libidoverlust
  • Erektionsprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Abbau von Muskelmasse

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Gesundheitliches Update

Stokes gehe es inzwischen aber wieder deutlich besser. Es habe viel Arbeit gekostet, körperlich und mental wieder zu seinem Normalzustand zurückzufinden. Rückblickend bezeichnete er die Zeit als beängstigend, sagte aber auch, dass die bewusste Arbeit an seiner Gesundheit ihm geholfen habe, wieder zu sich selbst zu finden. Heute blickt er mit Zuversicht auf den nächsten Lebensabschnitt, der ihn unter anderem mit seinem Regiedebüt „I Told the Sun About You“ und einer Hauptrolle in einer kommenden NASCAR-Serie erwartet.

Quellen

  1. Anaissie, J., DeLay, K. J., Hatzichristodoulou, G. et al. (2017). Testosterone deficiency in adults and corresponding treatment patterns across the globe. National Library of Medicine. ↩︎

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