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Gesund altern

Diese Gesundheitswerte sollten Sie unbedingt kennen

Blutwerte sind wichtig
Im Blut lassen sich diverse Gesundheitsgefahren erkennen Foto: Getty Images

6. Oktober 2026, 10:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Möglichst lange fit, aktiv und gesund bleiben – das wünschen sich die meisten Menschen. Doch wer frühzeitig erkennen möchte, wie es um die eigene Gesundheit steht, sollte nicht nur auf sein Wohlbefinden achten. Bestimmte Blut- und Körperwerte können Hinweise auf Risiken geben, lange bevor Beschwerden auftreten. Präventionsmedizinerin Dr. Anne Fleck empfiehlt deshalb, einige Kennzahlen regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Die Basis: Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin

Zu den wichtigsten Gesundheitswerten zählen laut Dr. Fleck Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin. Sie geben Aufschluss über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Gefäßschäden. Besonders tückisch: Erhöhte Werte verursachen häufig über lange Zeit keine Beschwerden.

Auch das Körpergewicht sollte man im Blick behalten. Ergänzend können der Body-Mass-Index (BMI) sowie der Bauchumfang Hinweise darauf geben, ob gesundheitlich problematisches Bauchfett vorliegt. Gerade ein erhöhter Bauchumfang wird mit einem höheren Risiko für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Oxidiertes LDL: Ein wichtiger Marker für die Gefäßgesundheit

Neben den klassischen Laborwerten rät Dr. Fleck dazu, auch das oxidierte LDL-Cholesterin bestimmen zu lassen. Dabei handelt es sich um eine veränderte Form des sogenannten LDL-Cholesterins, das häufig als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet wird.

Ein erhöhter Wert kann ein Hinweis auf Gefäßverkalkungen sein. Diese wiederum steigern das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Schäden an den Blutgefäßen. Der Wert gehört bislang nicht zur Standarddiagnostik, kann aber zusätzliche Informationen über die Gefäßgesundheit liefern.

Homocystein kann auf versteckte Mängel hinweisen

Ebenfalls empfehlenswert ist nach Einschätzung der Präventionsmedizinerin die Bestimmung des Homocystein-Werts. Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt, das im Blut gemessen werden kann.

Erhöhte Homocystein-Werte gelten als Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßschäden. Gleichzeitig können sie ein Hinweis darauf sein, dass dem Körper wichtige Mikronährstoffe fehlen. Dazu gehören insbesondere Vitamin B12, Vitamin B6 und Folsäure.

Frühwarnsystem für Diabetes: der HOMA-Index

Nicht nur ein erhöhter Blutzucker kann auf Probleme im Stoffwechsel hinweisen. Oft entwickelt sich bereits Jahre vorher eine Insulinresistenz, bei der die Körperzellen schlechter auf das Hormon Insulin reagieren. „Auch den sogenannten HOMA‑Index zur Früherkennung einer Insulinresistenz kann man bestimmen lassen“, sagt Dr. Fleck.

Der HOMA-Index wird aus Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin berechnet und kann helfen, eine beginnende Stoffwechselstörung frühzeitig zu erkennen. Eine Insulinresistenz gilt als wichtige Vorstufe von Typ-2-Diabetes.

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Vitamin D und Vitamin B12 nicht vergessen

Darüber hinaus empfiehlt Dr. Fleck, die Versorgung mit Vitamin D und bioaktivem Vitamin B12 überprüfen zu lassen. Ein Mangel bleibt oft lange unbemerkt, kann sich jedoch auf verschiedene Weise bemerkbar machen.

Zu niedrige Vitamin-D-Werte werden unter anderem mit Müdigkeit und Erschöpfung in Verbindung gebracht. Fehlt Vitamin B12, können ebenfalls Müdigkeit und Konzentrationsprobleme auftreten. In schweren Fällen sind sogar Nervenstörungen möglich.

BILD-Vorsorge-Gipfel

Vorsorge beginnt, bevor Menschen zu Patienten werden

Wer seine wichtigsten Gesundheitswerte kennt, kann Risiken häufiger früh erkennen und gegebenenfalls gemeinsam mit dem Arzt gegensteuern. Das Ziel: Krankheiten wie Diabetes, Demenz, Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie frühzeitig zu erkennen.

Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt des sechsten BILD-Vorsorgegipfels am 7. Oktober 2026 in Berlin. Experten aus Medizin, Forschung, Wirtschaft und Politik diskutieren dort über die Zukunft der Prävention. Im Fokus stehen unter anderem Impfungen, Neurodermitis, Adipositas, Alzheimer, Lebererkrankungen und die Frage, wie Menschen möglichst lange gesund altern können.

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