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Nachgefragt beim Experten

Welche Paprikafarbe ist am gesündesten?

Rote, gelbe und grüne Paprika
Grünes Licht für grüne Paprika? Oder ist doch die rote am gesündesten? FITBOOK weiß es!Foto: Getty Images

Die Paprika gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten. Vielleicht auch deswegen, weil sich ihr Vitaminreichtum herumgesprochen hat. Geschmacklich unterscheiden sich die rote, gelbe und grüne Paprika leicht. Aber welche ist nun die Gesündeste? FITBOOK hat es herausgefunden.

Wer eine Paprikafarbe favorisiert, dürfte das Dilemma in der Gemüseabteilung kennen: Rote, gelbe und grüne Paprika werden gerne im Set verpackt. Und meistens sehen die Exemplare im Dreierpack appetitlicher aus und sind sogar noch günstiger als die einzelnen. Gesund sind sie alle – aber in welcher Farbvariante sind sie am ALLERgesündesten?

Unterschiedlicher Zuckergehalt

Unreife Paprika ist grün und reift dann je nach Sorte zu gelber, oranger oder roter heran. Viele bevorzugen das Nachtschattengewächs in der roten Variante, weil es am süßesten schmeckt. Das spricht natürlich auch für einen gewissen Zuckergehalt. Die rote hat etwa 6,4 Prozent Kohlenhydrate, und damit am meisten. Die leicht bitter schmeckende grüne Paprika ist am kohlenhydratärmsten (nur etwa 2,8 Gramm Zucker auf 100 Gramm). Das macht sie bei Low-Carb-Essern zur beliebtesten Paprikafarbe.

Auch interessant: Das passiert im Körper, wenn Sie auf Kohlenhydrate verzichten

Verteilung weiterer Nährstoffe

Rote Paprika hat in puncto Vitamin-C-Gehalt die Nase vorn. Während die grüne à 100 Gramm durchschnittlich 115 Milligramm Vitamin C enthält, sind es bei der roten Paprika bereits etwa 140 Milligramm – und das sind rund dreimal so viel wie beispielsweise bei Kiwis (46 Milligramm Vitamin C à 100 Gramm). Auch das Spurenelement Kalium ist in roter Paprika fast doppelt so viel vorhanden (etwa 300 bis 600 Milligramm à 100 Gramm) wie in grüner (ca. 160 bis 300)*.

Zudem punktet rote, aber auch intensiv gelb gefärbte Paprika mit wertvollen Inhaltsstoffen „wie verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen“, erklärt uns Medizinjournalist Sven-David Müller. Der Experte hebt insbesondere den Farbstoff Beta Carotin hervor. Der wird über die Nahrung aufgenommen und im menschlichen Körper zum wichtigen Provitamin A umgewandelt.

Nicht alle vertragen rohe Paprika. Zum Glück gehen die Vitamine beim Kochen nicht verloren.

Inhaltsstoffe sind nicht alles

Ob und welche Paprika nun gut für Sie ist, hängt natürlich nicht zuletzt davon ab, wie Sie sie vertragen. Bei manchen Menschen stößt (insbesondere rohe) Paprika stark auf und verursacht Magenbeschwerden, „wahrscheinlich wegen bestimmter Inhaltsstoffe in der Haut“, vermutet Ernährungswissenschaftler Uwe Knop im Gespräch mit FITBOOK. In gekochter oder geschmorter Form kann es sich wieder anders verhalten. Falls nicht, gilt: Wer von Paprika Bauchschmerzen bekommt, kann – Vitamine hin oder her – auf dieses Lebensmittel natürlich verzichten.

* Angaben aus der Kaliumtabelle des Pharmakonzerns Roche.

Übrigens: Die Paprika ist Familienmitglied der Nachtschattengewächse und streng genommen die „Frucht“ der Paprikapflanze, also eigentlich kein Gemüse im wortwörtlichen Sinn. Auch Chili, Peperoni und Co. entstehen aus ihr.

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