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Lecker und gesund

Pilze sind proteinreich und echte Schlankmacher

Pilze: nicht nur lecker, sondern auch gesund.
Foto: Getty Images

Der Herbst geht in den Schlussspurt und damit auch die Zeit des Pilzesammelns. Pilze, das sind echte Kaliumbomben, die Ihnen beim Abnehmen helfen können. Und selbst den lästigen Blähbauch kann man mit einem einfachen Trick umgehen.

Der Herbst neigt sich dem Ende zu. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sie nicht mehr Pilze sammeln gehen können. Oder besser gesagt: sollten. Denn Pilze sind äußerst gesund. Was sie genau so wertvoll macht, haben wir uns von einem Spezialisten erklären lassen. Der Ernährungsexperte und Buchautor (z.B. von „Kalorien-Ampel“Dr. Sven-David Müller hat uns über die Vorteile von Pilzen aufgeklärt.

So gesund sind Pilze: Eiweiß- und Kaliumbomben

 Besonders eiweißreich ist der Steinpilz, der zu 5,5 % aus Proteinen besteht.

Das ist nicht der einzige Nutzen von Pilzen, wie Dr. Müller weiter erklärt: „Außerdem befinden sich keine ungesunden Fette in Pilzen und sie sind im Allgemeinen sehr fettarm. In 100g Pilzen stecken ca. 0,2g Fett (zum Vergleich: Pommes haben 15g, Anm. d. Red.). Zudem haben Pilze wenig Kalorien (1oog Kartoffeln haben 77 Kalorien, Champignons hingegen nur 22, Anm. d. Red.). Und Speisepilze sind cholesterinfrei und somit gut für unser Herz-Kreislauf-System.“ Da Pilze gleichzeitig den Sattmacher-Ballaststoff Hemicellulose enthalten, sind sie perfekt für Menschen geeignet, die abnehmen wollen.

Außerdem gehören Pilze zu den kaliumreichsten Lebensmitteln. Wichtig: Fehlt Ihrem Körper Kalium, kann dies zu Muskelerschlaffungen bis hin zu Herzmuskelschädigungen führen. Da Pilze ca. 20% mehr Kalium als Fleisch besitzen, kann diesen gesundheitlichen Risiken auch mit einer fleischlosen Ernährung erfolgreich entgegengewirkt werden.

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Pilzsorte Herbsttrompeten

Herbsttrompeten können Sie auch noch im November sammeln.
Foto: Getty Images

Welche Pilzarten sind besonders nährstoffreich?

Das, was bei der Färbung des Pilzes gilt, gilt auch für den Geruch und den Geschmack. Je intensiver Geruch und Geschmack sind, desto gesünder ist der Pilz. Bei dem Verzehr von Pilzen empfehle ich, eher Pilze aus der freien Natur zu beziehen als aus der Zucht, da sie ohne Fremdeinwirkungen ihr volles Potential entfalten können. Besonders nährstoffreich sind Pfifferlinge, Steinpilze und Maronen. Auch asiatische Pilze, wie die immer bekannter werdenden Shiitaken, sind von Vorteil. Sie schmecken einfach wunderbar.“ Andere wertvolle Eiweißlieferanten sind Austernpilze und Champignons. Diese bestehen aus bis zu 3% Protein. Besonders kaliumreiche Pilze sind Pfifferlinge, Champignons und Steinpilze. 100g dieser Pilze enthalten bereits 25% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

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Welche Risiken birgt der Verzehr von Pilzen?

Das wohl bekannteste Risiko führt auch Dr. Müller an: „Beim Sammeln von Pilzen besteht immer das Risiko, dass ein giftiger geerntet wird. Daher muss man sich beim Selbsternten immer im Klaren sein, welche Pilze man ernten kann und welche eventuell schädlich für den Körper sein könnten. Außerdem sollten Pilze nicht zu oft erwärmt werden, da sich ansonsten das im Pilz enthaltende Eiweiß negativ verändern kann.“

Eine Hand mit einem Steinpilz

Mit etwas Glück finden Sie auch noch Steinpilze.
Foto: Getty Images

Wenn man doch mal zu viele Pilze gesammelt hat, sollten sie nach dem Erhitzen sofort im Kühlschrank oder im Tiefkühler gelagert werden. Bevor man sie später dann verzehrt, sollten sie einmal vollständig erhitzt werden. Ein weiteres bekanntes Problem, das Sie vielleicht von Pilzen kennen, ist der sogenannte „Blähbauch“ (Meteorismus). Der entsteht dadurch, dass Pilze eine große Menge an Ballaststoffen enthalten, genauer gesagt Chitin. Doch auch diesem Problem kann man aus dem Weg gehen. Denn je feiner die Pilze gehackt oder gekaut werden, desto bekömmlicher werden sie.

Fazit: Pilze sind sehr gesund und nicht zuletzt für Vegetarier und Veganer eine gute Eiweißquelle. Und wer unter Kaliummangel leidet, sollte unbedingt Pilzgerichte in sein Kochrepertoire aufnehmen.

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