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Studie zeigt

Was Pilze mit Ihrem Hirn machen

Frische braune Champignons in einer Schüssel
In Pilzen steckt offenbar ein Inhaltstoff, der sich positiv auf die Hirnfunktion auswirkt
Foto: Getty Images

Pilze sind kalorienarm und proteinreich, allein deshalb also schon ein wertvolles Nahrungsmittel. Und wie nun eine aktuelle Studie zeigt, bewirken sie auch Gutes für das Gehirn! Was genau, dürfte vor allem ältere Menschen interessieren …

Mit zunehmendem Alter lässt die Hirnfunktion nach – bei manchen früher, bei anderen etwas später. Offenbar gibt es aber einen einfachen Trick, seine geistigen Fähigkeiten zu bewahren: häufig Pilze essen. Das behaupten jedenfalls Wissenschaftler aus Singapur.

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So lief die Studie ab

Gegenstand der Studie, die an der National University of Singapore (NUS) durchgeführt wurde, waren Daten von rund 600 Probanden über 60. Die Untersuchung lief über einen Zeitraum von sechs Jahren (zwischen 2011 und 2017), in denen die Senioren detaillierte Informationen zu ihren Essgewohnheiten zur Verfügung stellten. Zudem wurden ihre Hirnaktivität untersucht.

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Rahmenfaktoren zur generellen Gesundheit und zum Lebensstil (beispielsweise wie Geschlecht, Bildung, Zigaretten und etwaige Vorerkrankungen) wurden in der Auswertung ausgeklammert.

Wichtig ist die Regelmäßigkeit

Wie die Uni-Forscher auf der NUS-Website erklären, hatten auch kleinere Pilzportionen eine positive Wirkung gezeigt – wichtig war vor allem die Regelmäßigkeit. Interessanterweise zeigten Champignons, Shiitake- und Austernpilze und Zweisporige Egerlinge (oft auch Zucht-Champignons genannt) den gleichen Effekt – jeweils selbst in getrockneter Form und aus der Dose.

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Steinpilzrisotto

Es müssen nicht immer Unmengen sein: Pilze sind auch als Beilage oder Teil eines Gerichts sehr gesund
Foto: Getty Images

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Das Geheimnis ist ein Inhaltsstoff

Zu der Studie veranlasst haben soll die Forscher eine ältere Erkenntnis: dass Demenzerkrankungen in vielen Fällen mit einem geringen Ergothioneinwert einhergehen. Es handelt sich dabei um eine Aminosäure, die von Natur aus im Hirn vorkommt – und die auch in Pilzen steckt. Somit folgern die NUS-Studienautoren um Leia Feng, dass die Probanden, die sich Ergothionein über eine pilzreiche Ernährung zugeführt hatten, ihr Defizit ausgeglichen und somit Hirnbeeinträchtigungen vorgebeugt haben.

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Pilze sind sowieso gut

Es spricht ohnehin schon einiges dafür, (auch im jüngeren Alter) öfter einmal Pilze zu essen. À 100 Gramm enthalten Champignons und Co. durchschnittlich nur magere 20 Kalorien, punkten dafür aber mit einem relativ hohen Eiweißanteil: etwa drei bis vier Prozent. Das schätzen Figurbewusste und macht Pilze nicht zuletzt auch für Vegetarier zu einer guten, fleischlosen Proteinquelle.

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Aber Achtung: Längst nicht alle Pilze sind essbar – und manche sogar giftig. Pilzsammlern ist unbedingt geraten, sich mit der Flora vertraut zu machen.