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Wissenschaftlich belegt!

So wirkt sich Kaffee vor dem Sport auf Ihre Leistung aus

Mann beim Kaffeekochen
Viele bezeichnen die Wirkung von Kaffee als Doping. Ob da etwas dran ist? FITBOOK hat sich schlau gemacht.
Foto: Getty Images

Wer morgens in die Gänge kommen oder ein Nachmittagstief überwinden will, greift überzeugt zur Tasse. Aber auch viele Sportler schwören auf Kaffee, genauer gesagt auf Koffein, um besonders leistungsfähig zu sein. Wie und wann genau man ihn trinken sollte – und ob die Routine wirklich etwas taugt? FITBOOK hat mit Experten gesprochen.

Kaffee hat seinen schlechten Ruf hinter sich gelassen. Sofern man ihn nicht im Übermaß trinkt, soll er sogar verschiedenen Krankheiten entgegenwirken und die Herzfunktion unterstützen können. Kurzfristig attestieren ihm viele Fans, Reaktionszeit, Aufmerksamkeit und das logische Denken zu verbessern. Das macht Koffein auch in Sportlerkreisen zu einem großen Thema. Und tatsächlich bestätigt Medizinjournalist Sven-David Müller im Gespräch mit FITBOOK, dass es die Muskelkraft steigern und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen soll.

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Jogger im Wald

Viele Sportler fühlen sich nach einem Kaffee wie „angeknipst“. Sie glauben, mit Koffeineinfluss ihre Leistung schneller und besser abrufen zu können – und die Wissenschaft gibt ihnen recht.
Foto: Getty Images

Durch die Aufnahme von Koffein wird das Nervensystem und somit die Produktion von Neurotransmittern stimuliert. Bis der Wirkstoff sich voll entfalten kann, dauert es etwa 30 bis 45 Minuten; Müller empfiehlt daher, etwa eine halbe Stunde vor der geforderten Leistung Kaffee zu trinken. Ob man ihn nun gerne schwarz oder mit (veganer) Milch mag, ist für die körperliche Reaktion unerheblich. Ein großer, schaumiger Latte Macchiato könnte jedoch etwas schwerer im Bauch liegen als ein kurzer Espresso.

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Wirkung in Studie bestätigt

Koffein wirkt also gezielt und schnell. Und dass Kaffee die Körpertemperatur erhöhen und somit die Fettverbrennung verbessern soll, ist auch für viele Menschen ein Argument, ihn in Diäten zu integrieren. Die Gefahr, sich an den energieankurbelnden Effekt zu gewöhnen, gibt es anscheinend nicht. Das gilt als wissenschaftlich belegt.

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Eine Gruppe brasilianischer und britischer Forscher hat untersucht, ob – und gegebenenfalls wie ­– sich Koffein, unmittelbar vor dem Workout eingenommen, auf die Leistung von Ausdauersportlern auswirkt. 40 männliche Profi-Radrennfahrer hatten an der Studie teilgenommen, die in „The National Library of Medicine“, der weltgrößten medizinischen Bibliothek, dokumentiert ist. Sie unterteilten sich in eine Gruppe, die durchschnittlich weniger als einen Kaffee pro Tag trank, eine zweite, die zweimal, und eine dritte Gruppe, die häufiger als dreimal täglich zur Tasse griff.

Alle Probanden wurden bei Trainingseinheiten auf dem Ergometer von den Wissenschaftlern überwacht. In einzelnen Untersuchungsphasen wurden ihnen grüppchenweise Koffeintabletten mit der Stärke von vier Tassen Kaffee verabreicht, in einer anderen Phase bekamen sie ein Placebo und in einer weiteren gar nichts zum Einnehmen. Das Ergebnis: Die Männer unter Koffeineinfluss waren im Schnitt um 3,3 Prozent und die Placebo-Fraktion noch etwa 2,2 Prozent schneller als diejenigen, die ganz ohne Energiebooster unterwegs waren.

Frau beim Gewichtetraining

Bei verschiedenen sportlichen Disziplinen soll Koffeineinfluss die Leistung verbessern
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»Die Wirkung bitte nicht überbewerten!

Felix Klemme ist Diplom-Sportwissenschaftler und Personal Coach. Er weiß genau, welchen Einfluss Kaffee auf die Körperfunktionen hat: Er erhöht die Herz- und Atemfrequenz, den Energieumsatz und so auch, angeblich, die Fettverbrennung. „Das liegt daran, dass Koffein sich auf die Nebennierenrinde auswirkt und Stresshormone triggert“, erklärt der Experte im Gespräch mit FITBOOK. Das sei aber eigentlich kein erstrebenswerter Effekt.

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