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Was Hobby-Sportler vom „Iron Cage“-Experiment lernen können

Das lernen Hobbysportler vom „Iron Cage“
Diese Dinge können Sie vom „Iron Cage“-Event lernen Foto: Djavan Rodriguez
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14. März 2026, 8:23 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Tausende Wiederholungen, Gewichte bis zum Muskelversagen, Wettkämpfe gegen die eigenen Grenzen – das „Iron Cage“-Event klingt nach einer Welt, die mit dem normalen Fitnessstudio-Alltag wenig zu tun hat. Und doch: Wer genauer hinschaut, erkennt Prinzipien, die für jeden Trainierenden gelten. Zusammen mit Fitnessexperte Markus Bremen hat FITBOOK wichtige Lehren für Sie zusammengefasst.

Enrico Zessin
Mit fachlicher Beratung von Enrico Zessin Diplom Molekularbiologe, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin, Arzt für klinische Studien und Verbandsarzt Deutscher Leichtathletik-Verband

Technik schlägt Ego

Der Experte Bremen sagt: „Eine saubere Bewegungsausführung spart Energie und reduziert das Verletzungsrisiko.“ Genau das erleben auch die Athleten im „Cage“. So lehnte etwa der Wandsitz-Weltrekordhalter Daniel Krobath eine Challenge gegen Ron Bielecki ab – ausdrücklich, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Er wollte kein Gerät mit hohem Gewicht benutzen, das er zuvor noch nie verwendet hatte. Von solchen Risiken sollten auch Sie sich nicht verleiten lassen – egal, ob Sie gegen sich selbst oder gegen einen Trainingspartner antreten.

Und wie schnell es kritisch werden kann, zeigte eine andere Herausforderung: An der Trizepsmaschine ging Krobath bis zur völligen Erschöpfung – mit einem Gewicht, das er sonst nicht gewohnt ist. Danach musste er zum Arzt und zog sich offenbar eine leichte Verletzung zu, die auch hätte schlimmer ausfallen können.

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Pausen sind Teil der Leistung

Markus Bremen: „Erholung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Voraussetzung für Leistungsfähigkeit.“ Und so bestätigt sich dies auch im „Iron Cage“.

Im Wettkampf zeigt sich: Die Teilnehmenden pausieren aus zwei Gründen – mal zwingt sie schlichte Erschöpfung dazu, mal ist es eine bewusste Entscheidung, um Verletzungen vorzubeugen. Beides ist legitim. Beides ist klug.

Aber nicht nur deswegen sind die Pausen gut, denn Muskelwachstum und Kraftzuwachs entstehen nicht im Training selbst, sondern in den Erholungsphasen danach. Ohne ausreichende Regeneration – zwischen Sätzen, zwischen Trainingseinheiten und über Wochen – bleibt das volle Potenzial ungenutzt. Das gilt für Profis genauso wie für Hobbytrainierende.

Konkret bedeutet das: Planen Sie Pausen aktiv ein, statt sie als Niederlage zu empfinden. Zwischen den Sätzen sind je nach Intensität 60 bis 180 Sekunden sinnvoll. Und wer täglich trainiert, sollte zumindest die belasteten Muskelgruppen wechseln. Denn ein Muskel, der keine Zeit zur Regeneration bekommt, wird nicht stärker. Er wird schwächer.

Volumen ist das A und O

Was bei allen Teilnehmenden zunächst gleich war: Sie setzten auf viele Wiederholungen mit niedrigen bis moderaten Gewichten. Teilweise absolvierten die Athleten Hunderte bis Tausende Wiederholungen am Stück, ohne abzusetzen. Dass Training mit geringeren bis moderaten Gewichten genauso gut zu Muskelaufbau führen kann wie wenige Wiederholungen mit hohen Gewichten, zeigt auch die Studienlage.1 Wirklich entscheidend sind drei Faktoren: progressive Überlastung, die Nähe zum Muskelversagen und ein ausreichendes Trainingsvolumen. Ob Sie eher wenig oder viel Gewicht wählen und entsprechend viele oder wenige Wiederholungen machen, bleibt also Ihnen überlassen. Vermutlich sind 100 Wiederholungen nur nicht optimal für Ihr Zeitmanagement.

Quellen

  1. Schoenefeld, B. J., Grgic, J., Ogborn, D., et al. (2017). Strength and Hypertrophy Adaptations Between Low- vs. High-Load Resistance Training: A Systematic Review and Meta-analysis. National Library of Medicine. ↩︎

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