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So trainierte Timothée Chalamet 6 Jahre lang heimlich für „Marty Supreme“

Im Tischtennis kann Timothée Chalamet wohl die meisten an die Wand spielen
Timothée Chalamet in New York bei der Premiere seines Films „Marty Supreme“ Foto: Getty Images
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Melanie Hoffmann
Ernährungs-, Fitness- und Schlafexpertin

2. Januar 2026, 21:22 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Fans und Kritiker feierten Timothée Chalamet in den vergangenen Jahren für zahlreiche Rollen und Filme, in denen er ganz unterschiedliche Seiten von sich zeigte. Ob in „Willy Wonka“, „Dune“ oder „A Complete Unknown“ – der Schauspieler gab stets alles. Was wohl kaum jemand ahnte: Timothée Chalamet trainierte während der sechs Jahre, in denen er die genannten Erfolgsfilme drehte, heimlich für eine ganz andere Rolle: als Tischtennis-Profi in „Marty Supreme“.

Boxen, Wrestling, Karate – Hollywood liebt sportliche Heldengeschichten. Schauspieler, die in die Rollen von Athleten schlüpfen, müssen sich körperlich auf die Anforderungen vorbereiten. Das bedeutet häufig, ab- oder zunehmen, Muskeln aufbauen, Kampftechniken und Choreografien lernen. Jetzt reiht sich auch Timothée Chalamet in die Riege der Hollywood-Stars ein, die sich dieser Herausforderung gestellt hat. In „Marty Supreme“ begab er sich in die Welt des Profitischtennis und musste dafür lernen, einen Profispieler überzeugend darzustellen. Das gelang ihm so gut, dass er am Ende alle Tischtennis-Szenen selbst drehen konnte, ohne Hilfe eines Stunt-Doubles. Timothée Chalamets Erfolgsgeheimnis? Er fing Jahre, bevor überhaupt feststand, dass der Film tatsächlich gedreht werden würde, mit dem Training an.

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2018 – Timothée Chalamets Tischtennis-Leidenschaft beginnt

Gedreht wurde „Marty Supreme“, der am 26. Februar in den deutschen Kinos anläuft, 2024, doch Chalamet startete sein Tischtennis-Training bereits 2018. Während es in Hollywood üblich ist, sich sechs Monate oder ein Jahr auf physische Rollen vorzubereiten, blieb Chalamet sechs Jahre lang am Ball – sprichwörtlich sowie wortwörtlich.

Denn 2018 erfuhr der damals 22-Jährige von der Möglichkeit, dass „Marty Supreme“ produziert würde und er die Hauptrolle übernehmen könnte. Allein das reichte, um ab da alle Chancen zu nutzen, Tischtennis zu lernen und zu perfektionieren, wie Regisseur Josh Safdie im Interview mit „The Hollywood Reporter“ verriet. „So war ich, bevor ich eine Karriere hatte“, fügte Timothée Chalamet in demselben Interview hinzu.

Konkret sah dies so aus, dass Chalamet zunächst Tischtennisstunden in einem Studio in Manhattan, New York, nahm. Als dann die Coronapandemie alle in den Lockdown zwang, räumte der Schauspieler das Wohnzimmer seines New Yorker Apartments leer und versah den Raum stattdessen mit allem, was er für sein Tischtennis-Training benötigte, inklusive Tischtennisplatte. Dies war vier Jahre vor dem Start der „Marty Supreme“-Dreharbeiten.

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Heimlich an Filmsets – Chalamet hatte überall eine Tischtennisplatte

Die Tischtennisplatte würde in den folgenden Jahren Chalamets ständiger Wegbegleiter bleiben – und das zumeist heimlich.

Nach der Pandemie standen für Timothée Chalamet nämlich einige große Filmprojekte an – während immer noch nicht klar war, ob und wann der Tischtennis-Film realisiert werden könnte. Doch davon ließ sich der Hollywood-Star offenbar nicht beirren, er blieb seinem Tischtennis-Training weiter treu. Selbst herausfordernde Rollen wie Paul Atreides in „Dune“ oder Bob Dylan in „A Complete Unknown“ hielten ihn nicht ab. Und das sagt einiges aus, schließlich musste er für diese Choreografien, Kampftechniken, Gitarrespielen und Singen lernen.

„Egal, woran ich gerade arbeitete, ich hatte dieses Geheimnis: Ich hatte eine Tischtennisplatte in London, während ich Wonka gemacht habe. Beim Dreh von ‚Dune 2’ hatte ich eine Platte sowohl in Budapest als auch in Jordanien. Ich hatte eine Platte in Abu Dhabi und als ich für ‚The French Dispatch’ beim Cannes Film Festival war. Nach ‚The French Dispatch’ mietete ich mir ein Airbnb in einer Stadt nahe Saint-Tropez mit Blick auf das Wasser und habe dort Trainingsstunden genommen“, verriet Timothée Chalamet.

Besonders schwierig war es offenbar während der Vorbereitung und des Drehs von „A Complete Unknown“, seine Leidenschaft für Tischtennis aufrechtzuerhalten. Der Schauspieler schien jedenfalls zu antizipieren, dass diese Doppelbelastung für die Öffentlichkeit womöglich am schwersten zu glauben sei. Er betonte jedoch: „Falls jemand denkt, das sei ‚Cap‘, wie die Kids sagen – also dass das erfunden ist –, das ist alles dokumentiert und wird auch veröffentlicht. Das waren die zwei Luxusprojekte, bei denen ich jahrelang Zeit hatte, daran zu arbeiten. Das ist die Wahrheit. Ich habe an beiden Dingen parallel gearbeitet.“

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Nicht modernes, sondern 1950er-Tischtennis

Dieser Ehrgeiz zahlte sich aus, nicht nur, weil das „Marty Supreme“-Projekt am Ende grünes Licht für die Produktion erhielt, sondern auch, weil Chalamets Tischtennisfähigkeiten ein Niveau erreichten, bei dem auf ein Stunt-Double verzichtet werden konnte. Die Suche dafür hatte sich zuvor als schwierig erwiesen: Man fand einfach keine Person, die das nötige Tischtennis-Level mitbrachte, zugleich wie Timothée Chalamet aussah und sich wie der Schauspieler bewegen konnte.

Mit Konkretwerden des Filmprojekts bekam der mittlerweile 28-jährige Schauspieler für sein Training noch Unterstützung von der ehemaligen US-amerikanischen Olympiateilnehmerin Wei Wang sowie Tischtennisexperte Diego Schaaf. Letzterer sorgte u. a. in „Forrest Gump“ für glaubwürdige Tischtennis-Szenen. Er war von Chalamets Können überrascht und begeistert – und half dem Hollywood-Star beim Fine-Tuning seines Tischtennisspiels. „Wir sind letzten Sommer richtig tief eingestiegen“, erklärte Schaaf in einem weiteren „The Hollywood Reporter”-Bericht. „Wir mussten die Mechanik der Schläge auf ein Weltklasse-Niveau der 1950er-Jahre bringen (in dieser Zeit spielt der Film, A. d. R.), das sich deutlich davon unterscheidet, wie man den Sport heute ausübt.“

So gut wurde Timothée Chalamet im Tischtennis

Nach jahrelangem Training musste Chalamet also die moderne Spielweise ablegen und stattdessen lernen, wie man vor 70 Jahren gespielt hat. „Als Tänzer verstand Timothée sofort, wie er sich bewegen musste. Aber wir mussten dies während sehr schneller Tischtennisspiele zum Funktionieren bekommen“, führte Schaaf aus. „Verschiedene Stile beinhalten verschiedene Schläge, und das hat er alles verstanden. Er war nicht daran interessiert, nur das Minimum zu tun. Selbst, wenn er es richtig machte, sagte er: ‚Lasst es uns noch mal machen.’“

Dieses Engagement war es, das alle Verantwortlichen davon überzeugte, dass Chalamet im Film selbst Tischtennis spielen sollte. Mit kleinen Tricks gelang es dem Schauspieler und dem Filmteam, selbst Bewegungen und Schläge darzustellen, die nur große Tischtennis-Profis meistern. „Timothée verstand den Sport gut genug, um einschätzen zu können, wie schwierig ein Schlag sein würde – und wie er aussehen muss, wenn er tatsächlich gelingt“, erklärte der Tischtennis-Profi. So konnte man anspruchsvolle Schläge, die Chalamet verfehlte, einfach in der Postproduktion korrigieren. „Beim Freizeit-Tischtennis bewegt man sich kaum. Hier war das körperlich extrem anspruchsvoll. Er hat jeden Punkt, jede Bewegung, jeden Schlag auswendig gelernt. Das Timing war entscheidend – manche Bälle schweben, andere sind sehr schnell unterwegs – und das hat er sofort verstanden. Er hat unglaublich gut abgeliefert.“

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