16. August 2025, 8:00 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Manche Menschen verbrennen 7.000 Kalorien in einer Woche – Terry Crews schafft das an einem Nachmittag. Bei „Jimmy Kimmel Live“ erzählte der Schauspieler, dass er während einer Folge von „America’s Got Talent“ so viele Kalorien verbrannte, als wäre er einen Marathon gelaufen – nur eben im Anzug und vor laufenden Kameras. Wie der „Brooklyn Nine-Nine“-Star mit 57 die womöglich beeindruckendste Form in Hollywood abliefert, erklärt und ordnet FITBOOK für Sie ein.
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7.000 Kalorien verbrannt?
Am 13. August erzählte Terry Crews der Gastmoderatorin Nicole Byer bei „Jimmy Kimmel Live“, dass er während einer einzigen Folge von „America’s Got Talent“ unglaubliche 7.000 Kalorien verbrannt habe. Zunächst habe er gedacht, sein Tracker sei defekt, und witzelte. „Ich hatte vielleicht meine Hand in der Nähe einer Heizung.“ Doch die Erklärung lag für ihn auf der Hand: „Es ist die Energie der Menschen, die entsteht, wenn man live auftritt, tanzt, sich die Performances ansieht, herumspringt und durchs ganze Theater geht.“1
Seit zwei Jahrzehnten denselben Trainingsplan
Die Energie, die Crews bei der Show verspürt, bringt er auch ins Training ein. Gegenüber dem Magazin „Men’s Health“ verriet der Schauspieler, dass 90 Prozent seines Programms seit rund 20 Jahren unverändert geblieben sind. Dabei setzt der 1,91 Meter große und muskulöse Star klar auf Kraftaufbau – ohne das Ausdauertraining zu vernachlässigen. Vor dem Training, welches immer Morgens stattfindet, verzichtet er außerdem auf Ablenkungen wie Telefon oder E-Mails. Er startet mit einem kurzen Aufwärmen – oft Liegestütze und hört während der Einheit meist ein Hörbuch. Nach jeder Krafttrainings-Einheit folgt ein 6,5 kilometerlanger Lauf. Aber auch Erholung ist wichtig, Crews hat deswegen mittwochs und sonntags seine Ruhetage, in denen kein Training anfällt.
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Pyramidensystem und Hilfsbänder
Ein zentrales Element in Crews Krafteinheiten ist das sogenannte Pyramidensystem. „Normalerweise mache ich vier Sätze mit jeweils zehn Wiederholungen in absteigender Reihenfolge“, berichtet Crews. Dabei startet er mit einer höheren Wiederholungszahl und moderatem Gewicht, um Muskeln und Gelenke vorzubereiten. Mit jedem folgenden Satz wird das Gewicht erhöht, während die Wiederholungszahl sinkt. Etwa alle zwei Wochen setzt Crews zusätzlich auf ein Hilfsband. Dieses unterstützt den Bewegungsablauf beim Drücken und erlaubt es, kontrolliert mehr Gewicht zu bewegen, als es normalerweise möglich wäre. So kann er gezielter das Muskelversagen erreichen, ohne die Technik zu vernachlässigen und gleichzeitig das Gewicht zu steigern.
Wissenschaftliche Einordnung
Pyramidensystem
Studien zeigen: Pyramidentraining steigert zwar Kraft und Hypertrophie, aber bietet keine signifikanten Vorteile gegenüber traditionellen Training. Für den bestmöglichen Muskelaufbau kommt es vor allem auf Volumen, Belastung und die Nähe des Muskels zum Versagen an, um Muskelwachstum und Kraftaufbau steigern. Pyramidentraining deckt diese Elemente zwar ab, aber beschleunigt die Zuwächse nicht mehr als traditionelles Training auch.2
Hilfsbänder
Eine Untersuchung an 15 Erwachsenen Powerliftern zeigte, dass der Einsatz eines Hilfsbands beim Bankdrücken das bewegte Maximalgewicht im Schnitt um 20 Kilogramm steigern konnte. Obendrein nahm die Aktivierung des Trizeps ab, während die Hantelgeschwindigkeit – besonders im kritischen Bereich kurz vor der vollständigen Streckung der Arme – zunahm.3 Das deutet darauf hin, dass Hilfsbänder vor allem kurzfristig höhere Lasten und Geschwindigkeiten ermöglichen, indem bestimmte Muskelgruppen entlastet werden. Für das Krafttraining könnte dies also durchaus eine empfehlenswerte Ergänzung sein, wenn man dem Muskel neue Reize setzten möchte, mit einer Gewichtserhöhung.
Die Ernährung
Crews praktiziert ein striktes Intervallfasten – konkret die 16:8-Methode. Das bedeutet, er verzichtet 16 Stunden am Tag auf Nahrung und isst nur in einem festgelegten Acht-Stunden-Fenster zwischen 14 und 22 Uhr. Während dieser Zeit achtet er darauf, ausgewogene und proteinreiche Mahlzeiten zu sich zu nehmen – von Omeletts mit Speck und Salat bis hin zu Bisonsteaks mit Süßkartoffeln. Ganz ohne kulinarische Ausnahmen geht es jedoch nicht: Einmal pro Woche gönnt sich Crews einen „Cheat Day“. „Sonntags habe ich einen Cheat Day, an dem ich esse, was ich will – Pizza, Eis, einfach alles, woran ich über die Woche gedacht habe“, sagte er gegenüber dem Magazin „Coach“. Dabei darf auch sein Familienklassiker „Mac and Jeezy“ nicht fehlen.
Wissenschaftliche Einordnung
Wenn es Ihr Ziel ist, abzunehmen, dann ist diese Methode nicht zwingend notwendig für Sie. In Studien wurde nämlich festgestellt, dass die 16:8-Methode in puncto Gewichtsverlust nicht zwangsläufig überlegen ist, gegenüber anderen Diäten mit drei Mahlzeiten pro Tag. Dennoch gibt es andere positive Effekte: eine Senkung des Nüchternblutzuckers und des Blutdrucks, insbesondere bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.4, 5