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Fitness-Trend aus Japan

Das macht Slow Jogging so gesund

Slow Jogging
Slow Jogging könnte man als Wohlfühl-Sport bezeichnen. Und das soll ihn nicht weniger effektiv machen!
Foto: Getty Images

Mit voller Power an seine Grenzen gehen? Das wollen Anhänger des neuesten Fitness-Trends Slow Jogging lieber nicht. Sie bervorzugen es, langsam zu laufen, dabei die Gelenke zu schonen und gaaaanz gemächlich fit zu werden. Und das funktioniert! FITBOOK kennt die Expertenmeinung.

„Man läuft so langsam, dass man sich dabei richtig wohlfühlt.“ So erklärte Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband, wie man die optimale Geschwindigkeit fürs Slow Jogging erreicht. Er hatte den Trend, den man mit „langsamem Joggen“ übersetzen könnte, auf der diesjährigen FIBO, der weltgrößten Fitnessmesse, vorgestellt.

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Wie funktioniert Slow Jogging?

Noch wichtiger als das langsame Tempo jedoch sei die Art des Auftretens. Statt wie beim Rennen zuerst mit der Ferse aufzusetzen, setzt der Slow Jogger die Füße mit dem Mittelfuß auf – also da, wo man auch beim Hüpfen landet. Durch diese Art zu laufen werden Knie, Hüften und Wirbelsäule deutlich weniger belastet, sagt Hertel.

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Erzielt man damit einen Trainingseffekt?

Der Slow Jogger läuft aufrecht, mit schwingenden, locker angewinkelten Armen und macht viele kleine Schritte. Laut Hertel sollten es mindestens 180 Schritte pro Minute sein, zum Überprüfen hilft ein Schrittzähler. Angst, dass man durch das Slow Jogging keinen echten Trainingseffekt erzielt, brauche man nicht haben. „Mit der Zeit werden Sie auf jeden Fall fitter und schulen die Ausdauer.“

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Wichtig fürs Slow Joggen sind – wie beim normalen Joggen auch – die richtigen Schuhe. Klassische Joggingschuhe mit dick gepolsterter Ferse eignen sich für den Mittelfußlauf nicht, betont der Fachmann. Stattdessen sollten Langsam-Läufer zu einem Schuh mit biegsamer Sohle und wenig Höhenunterschied zwischen Ferse und Spitze greifen: Diese sogenannte „Sprengung“ sollte nicht mehr als acht Millimeter betragen.

Sportexperte empfiehlt den Trend

Auch Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln ist großer Fan. Wie der Sportwissenschaftler gegenüber FITBOOK erzählt, ist der Trend, den ein gewisser Professor Hiroaki Tanaka von der Universität Fukuoka gesetzt hat, gerade aus Japan zu uns herübergeschwappt. Letztlich sei Slow Jogging aber nichts Neues: „Wir kennen das als Traben von früher, so haben wir uns damals aus- und eingelaufen.“

Er empfiehlt den FITBOOK-Lesern unbedingt, diese Form des Laufens für sich wiederzuentdecken. Einsteiger können mit kurzen Strecken anfangen. Stück für Stück ließe sich die Strecke dann verlängern. Froböse: „Versuchen Sie, irgendwann bei einer Stunde anzukommen.“

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„Echte Jogger“ müssen aufpassen!

Schon 30 Minuten sollen sich übrigens richtig auszahlen: dank der Ausschüttung von Anandamid, das im Körper an den gleichen Stellen andockt wie der Hauptwirkstoff in Cannabis. Ein schönes Gefühl, findet Hertel, der selbst passionierter Langsam-Läufer ist.

Frauen beim Slow Jogging

„Es kann gar nicht langsam genug sein“, erklärt Professor Froböse. Wer sich noch gut unterhalten kann, laufe in gesundem Tempo. Dafür soll die Strecke insgesamt nicht zu kurz sein.
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