28. August 2026, 10:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der 31-jährige Shaboozey ist seit seinem Welthit „A Bar Song (Tipsy)“ gefühlt unaufhaltsam. Dieses Jahr gewann er zudem seinen ersten Grammy. Der Sänger greift nach den Sternen. Lange Zeit galt sein Traum jedoch nicht der Musik. Der 1,93 Meter große und 107 Kilogramm schwere Musiker wollte eigentlich Footballprofi werden. Heute singt er zwar in NFL-Stadien, statt dort Touchdowns zu erzielen. Trainieren tut er allerdings noch immer, als stünde ihm eine Football-Karriere bevor.
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Ganz unten angefangen
Im Interview mit „Men’s Health“ offenbarte Shaboozey gemeinsam mit seinem Trainer, dass der Weg zur heutigen Fitness wohl kein leichter war. Trainiert wird der Sänger von NFL-Profitrainer Laurence Ng, der unter anderem auch Starspieler wie Travis Kelce in Form brachte. Die beiden begannen vor zwei Jahren, gemeinsam zu arbeiten. Damals sei Shaboozey alles andere als in Form gewesen. Die vielen Auftritte, Pressetermine und alles, was sonst noch auf einen plötzlichen Superstar zukommt, hätten ihren Tribut gefordert. „Als wir vor zwei Jahren mit dem Training anfingen, war Boozey nicht in guter Verfassung“, berichtete Ng. „Ich glaube, das letzte Mal, dass er mit einem Trainer trainiert hat, der sein Handwerk versteht, war beim Highschool-Football.“ 30 Sekunden Plank durchhalten, kaum fünf Liegestütze schaffen und selbst mit dem Seilspringen tat er sich schwer.
Inzwischen halte Shaboozey den Plank zweieinhalb Minuten lang durch, springe Seil in Höchstgeschwindigkeit und schiebe einen 250‑Kilogramm schweren Schlitten.
Wie er in Form gebracht wurde
„Er hat mich hier trainieren lassen, als ob ich zum besten Defensivspieler des Jahres gewählt werden müsste“, sagt Shaboozey über den Trainingsstil seines Trainers Ng. Dieser habe ihm geholfen, wieder in Form zu kommen. Und das mit einem Trainingsplan, der von Montag bis Freitag läuft, inklusive eines eigentlichen Ruhetags am Donnerstag. Wobei er sich daran offenbar nicht immer hält.
- Montag: Los geht es mit einem Oberkörpertraining.
- Dienstag: Weiter geht es mit dem Unterkörper. Der Fokus liegt dabei auf Explosivität und Athletik, etwa durch Boxsprünge und Übungen mit dem Medizinball.
- Mittwoch: An diesem Tag steht ein Pull-Workout für den Oberkörper auf dem Plan. Trainiert werden vor allem Rücken, hintere Schultern und Bizeps, etwa mit Klimmzügen und Rudern.
- Donnerstag: Eigentlich wäre Ruhetag angesagt. Weil Shaboozey aber offenbar Hummeln im Hintern hat, bezwingt er stattdessen gerne die Hügel von Los Angeles oder trainiert am Boxsack.
- Freitag: Zum Abschluss der Woche folgt ein Ganzkörpertraining.
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Wie Shaboozeys Ganzkörpertraining ausschaut
Im Ganzkörpertraining geht es nicht nur ums Gewichtheben. Es geht darum, Mobilitäts- und Rumpftraining mit spaßigen, aber durchaus fordernden Reaktionsübungen zu verbinden. Los geht es zunächst mit einem Aufwärmprogramm. Danach wird es ernst. In einminütigen Sets absolviert Shaboozey das sogenannte BlazePod-Reaktionstraining. Dabei leuchten kleine Sensoren in unterschiedlichen Farben auf, die möglichst schnell berührt werden müssen. Die Übung trainiert Reaktionsvermögen, Koordination und Schnelligkeit.
Anschließend folgen sogenannte Band-Decline-Sit-ups. Dabei werden Sit-ups auf einer schrägen Bank mit zusätzlichem Widerstand durch ein Band ausgeführt. Auf dem Plan stehen zehn bis 20 Wiederholungen, wobei ein bis zwei Wiederholungen vor dem Muskelversagen Schluss sein sollen.
Danach geht es mit Seilspringen sowie gebänderten Sprints über rund 27 Meter weiter. Durch den zusätzlichen Widerstand eignen sich die Sprints besonders gut für Antritt und Explosivität. Es folgen Kurzhantel-T-Liegestütze, bei denen nach jeder Liegestütze eine Kurzhantel zur Seite hochgezogen wird, sowie Bird-Dog-Rows. Dabei wird aus dem Vierfüßlerstand mit einer Kurzhantel gerudert, während gleichzeitig die Körperspannung gehalten werden muss. Den Abschluss bilden Battle Ropes. Hier werden schwere Seile eine Minute lang möglichst explosiv bewegt, was Kraftausdauer und Kondition gleichermaßen fordert.
Auch auf Tour
Kein Fitnessstudio? Kein Problem. Viele Musiker berichten, dass sie ihre Fitness durch das ständige Reisen nur schwer aufrechterhalten können. Oft fehlt unterwegs der Zugang zu einem gut ausgestatteten Fitnessstudio oder zu den Geräten aus der gewohnten Trainingsroutine. Genau deshalb greift Shaboozey auf eine Reihe von Bodyweight-Übungen zurück, die sich praktisch überall durchführen lassen.
Es gehe vor allem darum, flexibel und vielseitig zu bleiben, berichtet sein Trainer Laurence Ng. „Wenn er auf Tour ist, trainiert er in der Arena, außerhalb des Tourbusses – einfach überall“, sagt er. Auch deshalb passe Ng die Trainingseinheiten regelmäßig an die jeweiligen Gegebenheiten an.
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Außerdem sei Shaboozey ein großer Fan des morgendlichen Trainings. Dann laufe der ganze Tag besser. „Nach dem Training gehen die Musik-Sessions viel leichter von der Hand“, berichtet der Sänger.