Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Gesundheitspartner
von FITBOOK

Profi-Sportler berichten

Wie Corona unser Leben verändert hat

Andreas Toba, Daniel Theis und Kimberly Drewniok
Andreas Toba (l.), Daniel Theis und Kimberly Drewniok berichten bei FITBOOK, wie es Ihnen während der Corona-Krise gehtFoto: Getty Images / Collage: FITBOOK

Nicht nur der Hobby-Sportler sieht sich gezwungen seine sportlichen Aktivitäten in Parks und in Home-Gym zu verlagern, auch Profis sind von der Corona-Krise betroffen. Im Gesprächt mit FITBOOK berichten acht Athleten über ihre Sorgen und Gedanken zum Coronavirus.

Training via Face-Time

Daniel Theis (Deutscher NBA-Star bei den Boston Celtics)

Daniel Theis beim Rebound
Daniel Theis beim Rebound zwischen den Boston Celtics und den Utah JazzFoto: Omar Rawlings/Getty Images

„Ich habe mir zu Hause ein kleines Fitnessstudio gebaut und Hanteln gekauft, vom Team ein Fahrrad bekommen, um mich während der Quarantäne fit zu halten. Ich versuche jeden Tag etwas zu machen, auch wenn es für mich nicht leicht ist sich jeden Tag zu motivieren. Es ist aber auch gar nicht schlecht so viel Zeit zu Hause verbringen zu können. Die ersten Wochen war die Stimmung beim Home-Workout noch lockerer, mittlerweile haben wir aber Facetime-Sessions, damit kontrolliert wird, dass jeder richtig trainiert. Darüber hinaus bekommen wir von unserem Athletiktrainer jeden Tag Challenges, um den mentalen Spirit aufrecht zu erhalten.“

Wie Daniel Theis von einem positiven Corona-Test seines Gegenspielers erfahren hat und wie er die Zeit aktuell sonst gestaltet, sehen Sie im Video!

Mehr zu Daniel Theis finden Sie im neuen Video-Format „Valentinas Quarantäne-Lounge“ bei den Kollegen von BILD!

Bis jetzt ist noch nicht abzusehen, wie viele Vereine sich retten können!

Ruben Schott (Vize-Europameister im Volleyball, spielt aktuell für Trefl Danzig)

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

Ruben Schott: „Teamsportarten haben es schwer – Teamtraining ist nicht erlaubt, somit liegt es in der Eigenverantwortung des Spielers sich selbst fit zu halten. Spezifische Vorgaben vom Verein oder Verband gibt es diesbezüglich nicht. Jedoch steht der jeweilige Athletiktrainer für Fragen bereit, falls es Unklarheiten geben sollte. Meine eigenen Trainingsmöglichkeiten sind gerade sehr begrenzt – es ist halt nicht möglich einfach in eine Halle zu gehen. Alleine Volleyball spielen ist sowieso sinnlos. Darüber hinaus sind die Krafträume auch geschlossen, dementsprechend gehe ich im Moment viel mit meiner Freundin laufen und arbeite viel mit dem eigenen Körpergewicht. Durch die Einstellung des Spielbetriebs hat man momentan einfach sehr viel Zeit neue Sachen auszuprobieren – ich arbeite vermehrt an meiner Mobility und widme mich neuen Übungen, wie Yoga. Inspiration von anderen Sportlern oder Freunden ist gerade sehr wichtig!

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Im sportlichen Betrieb herrscht gerade ein bisschen Chaos. Der Abbruch der Saison wirft viele Fragen auf! Wer wir deutscher Meister? Welche Vereine spielen international? Gibt es Auf- und Absteiger? Des weiteren haben in Polen die Vereinspräsidenten, über die Köpfe der Spieler hinweg, beschlossen die Gehälter um 20 Prozent zu kürzen – solche Anpassungen werden mit Sicherheit auch noch auf andere Sportler, in anderen Ligen zukommen. Hinter den Vereinen stehen aber auch die Sponsoren. Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft stark und somit unmittelbar die Sponsoren. Den Vereinen fehlt somit das Geld – gerade in einer Randsportart, wie Volleyball sind Sponsoren aber essentiell. Bis jetzt ist noch nicht abzusehen, wie viele Vereine sich retten können!

Meine Zukunftsprognose lässt sich am besten mit einem großen Fragezeichen beschreiben. Nichtsdestotrotz bin ich zuversichtlich, obwohl es viele Unklarheiten gibt.“

Gerade gilt es am Ball zu bleiben!

Kimberly Drewniok (Deutsche Vize-Meisterin im Volleyball/zuletzt Schweriner SC)

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

Kimberly Drewniok: „Mein jetziges Training steht unter dem Motto ‚Back to the Roots‘ – ich nutze alles was mir zu Hause zur Verfügung steht und werde kreativ. Mein Fokus liegt gerade auf dem Ausdauertraining. Ich versuche alle zwei bis drei Tage laufen zu gehen. Aber auch Radfahren und Inline-Skating stehen bei mir auf dem Plan. Sonst versuche ich viel Home-Workouts zu machen. Für neue Übungen orientiere ich mich da an verschiedenen Social-Media-Kanälen. Während meiner sportlichen Karriere habe ich mir ja auch ein gewisses Potpourri an Übungen angeeignet. Mir ist wichtig, dass ich jeden Tag versuche Sport zu treiben. Gerade gilt es am Ball zu bleiben! Sobald sich die Möglichkeit ergibt wieder ’normal‘ zu trainieren, werde ich die Chance nutzen. Bis dahin gilt es das Leistungsniveau zu halten.“

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Infolge der Corona-Pandemie begleiten einen natürlich auch Unsicherheiten – durch das abrupte Ende der Saison, gestaltet sich für viele die Suche nach einem neuen Verein als schwierig. Es in noch unklar, wie Sponsoren und Vereine die Krise überstehen. Ich hatte jedoch Glück und habe meines Erachtens eine gute Entscheidung getroffen – ich riskiere den Schritt ins Ausland! Dementsprechend ist mein Blick in die Zukunft von Zuversicht geprägt. Ich hoffe die Leute überstehen die Krise gestärkt und können bald zum Sport, den sie lieben zurückkehren.“

Wer zu Hause ein Mobility-Workout machen möchte, wird hier fündig …

Es gilt sich neue Ziele zu setzen!

Felix Wenzel (Deutscher Meister im Dreisprung)

Felix Wenzel während der deutschen Dreisprung-Meisterschaft im Berliner Olympiastadion
Felix Wenzel während der deutschen Dreisprung-Meisterschaft im Berliner OlympiastadionFoto: Getty Images

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

Felix Wenzel: „Aufgrund der Schließung sämtlicher Olympiastützpunkte, Fitnessstudios und Sportanlagen bin ich genauso eingeschränkt, wie die meisten Sportler. Dadurch wird mein Training extrem beeinflusst. Mir bleibt nichts anderes übrig als mich der Situation anzupassen. Genügend Know-how und ausreichend Übungen helfen dabei Athletik- und Krafttraining in Eigenregie zu verwirklichen. Ich habe das Glück, dass ich einen Katzensprung vom Stadtpark entfernt wohne und dort Sprungprogramme, Laufeinheiten und Berganläufe in meine Routine einbauen kann. Nichtsdestotrotz lernt man in solchen Situationen zu schätzen unter welch guten Bedingungen man sonst trainieren kann.

Fehlt mir das Training am Olympiastützpunkt? Ja und Nein! Einerseits fehlt mir die moderne Ausstattung, anderseits ist das Training im Freien eine Erfahrung bzw. ein Umstand, der mir im Moment sehr viel Spaß macht. Durch die Absage sämtlicher Wettkämpfe kam es bei mir zu einem kleinem Motivationstief – gerade weil man sich körperlich und mental auf die Saison vorbereitet hat. Es gilt sich neue Ziele zu setzen! Mein Ziel sind ganz klar die Olympischen Spiele 2021 in Tokio. Für mich gilt es die jetzige Situation gut zu überbrücken und die Vorbereitung auf das nächste Jahr fokussiert über die Bühne zu bringen.“

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Ich versuche die Corona-Pandemie neutral zu werten, positiv zu bleiben und den Blick nach vorn zu richten. Mein Trainer und mein Umfeld unterstützen mich auf dieser Reise, wofür ich sehr dankbar bin.“

Schiedsrichter in der Bundesliga sind Einzelkämpfer

Daniel Siebert (Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter)

Daniel Siebert als Schiedsrichter beim Champions League Spiel Brugge KV und Paris Saint-Germain
Daniel Siebert als Schiedsrichter beim Champions League Spiel Brugge KV gegen Paris Saint-GermainFoto: Getty Images/ Jean Catuffe

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

„Ich habe von Anfang an die Ereignisse in China und Südkorea mitverfolgt. Als schließlich Italien betroffen war, konnte ich mich darauf einstellen, dass die Corona-Krise auch in Deutschland angekommen ist. Mir war klar, dass es für einen langen Zeitraum massive Umstellungen geben wird und unser Alltag geändert werden muss. Diese Veränderungen, gerade in sportlicher Sicht trafen mich nicht besonders hart. Schiedsrichter in der Bundesliga sind Einzelkämpfer – in ganz Deutschland verteilt, ist jeder beim Training ohnehin auf sich selbst gestellt. Wie für die meisten, empfinde ich es auch als Manko, dass Fitnessstudios und Sportstätten geschlossen sind, weshalb das Training in den Park (Wuhlheide) verlegt wird. Der Schwerpunkt des Workouts verschiebt sich bei mir von Kraft- und High-Intensity-Einheiten, auf die Grundlagenausdauer, Bodyweight-Übungen und Mobility.“

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Durch den bundesweiten Veranstaltungsstopp kann ich meiner Tätigkeit als Schiedsrichter momentan nicht nachgehen – die neu gewonnene Freizeit erlaubt es mir jedoch, ausgiebige Fahrradtouren mit meinem geliebten Rennrad zu absolvieren. Es ist klar, dass die Krise irgendwann überstanden ist und er Ball wieder rollen kann. Es wird einen Neuanfang geben, der wahrscheinlich unter neuen Rahmenbedingungen stattfinden wird. Geisterspiel-Kulissen werden anfangs sicherlich das spielerische Bild prägen. Einschränkungen in der An- und Abreise, der Verpflegung der Spieler werden damit einhergehen. Die Nachwehen der Krise werden uns auf jeden Fall noch lange beschäftigen – nicht nur im Fußball. Jeder sollte sein Opfer bringen, damit es schnell zurück zur Normalität gehen kann.“

Jetzt ist es wichtig kreativ zu sein und Lösungen zu finden

Eric Franke (Deutscher Bobfahrer und Olympionik)

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

Eric Franke: „Am 01.März nahm ich noch bei einer sehr erfolgreichen Weltmeisterschaft unter 30 000 Leuten teil. Das Corona-Thema brodelte jedoch schon unter der Oberfläche. Kurz danach folgten die Ausgangsbeschränkungen und die Schließung sämtlicher Sportstätten. Anfangs trafen mich die Beschränkungen nicht so hart – die Saison war durch und ich habe mich auf ein paar entspannte Wochen gefreut. Zeit mit der Familie verbringen, in den Urlaub fahren – letztendlich war das alles nicht möglich.

Aktuell stehe ich vor der Herausforderung, mit meinem Sohn, die kitafreie Zeit zu überbrücken. Gerade jetzt ist es wichtig kreativ zu sein und in der jetzigen Situation Lösungen zu finden, egal ob privat oder sportlich. Ich ,für meinen Teil, habe die jetzigen Umstände akzeptiert und versuche gerade beim Training Alternativen zu finden. Das klingt erstmal leicht dahergesagt, aber in der Realität sieht das ganz anders aus. Ich denke man muss das sportlich sehen und die Umstände als Herausforderung betrachten, die es zu meistern gilt.

Ich denke mir immer wieder neue Workouts aus, die für meine Sportart förderlich sind. Ich mache Berganläufe, die nebenbei im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen sind, Treppenläufe und Sprünge – man muss versuchen erfinderisch zu werden! Mein bester Freund sind gerade die Widerstandsbänder mit denen ich versuche mein Krafttraining zu realisieren. In meinem aktuellen Trainingsalltag komme ich auch ohne Sportstätten klar. Ich habe meine Hotspots bei denen ich mich zurückziehen und in Ruhe trainieren kann.“

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„In der heutigen Zeit ist es schwer Pläne zu realisieren und vorausschauend zu agieren. Ich nehme den Tag so wie er kommt und plane auch dementsprechend. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass sich jetzt die sportliche Spreu vom Weizen trennt. Die einen resignieren und stecken den Kopf in den Sand, die anderen werden aktiv und finden Lösungen.“

Der Sport muss jetzt Vorbild sein und sich hinten anstellen

Andreas Toba (Deutscher Kunstturn-Olympionik)

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

„Wie viele habe ich zunächst selbstverständlich über die Medien davon mitbekommen. Am Anfang macht man sich da noch nicht viele Gedanken, da es ja weit weg war. Als Italien dann so massiv betroffen war, kam die Sorge auch bei mir an. Meine Trainingshalle in Hannover war zunächst noch geöffnet, bis zur endgültigen Verschiebung durch das IOC. Von daher hat mich die Schließung der Sportstätten erstmal nicht betroffen. Dennoch hat mich die Krise extrem beschäftigt und spätestens nach der ersten TV-Ansprache der Kanzlerin war mir klar: Leute, bleibt zu Hause, der Sport muss jetzt Vorbild sein und sich auch hinten anstellen. Die Gesundheit steht jetzt im Mittelpunkt!“

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Aus sportlicher Sicht beeinflusst die aktuelle Situation mein Training maximal. Da kann man nicht mehr von Effizienz sprechen. Ein Turner ohne seine Geräte ist wie ein Turmspringer ohne Wasser. Die Situation lässt einfach kein gezieltes Training zu. Möbel oder Handstandklötze ersetzen keinen Barren oder Pauschenpferd. Um meine sportliche Karriere mache ich mir aber ehrlich gesagt gar keinen Kopf. Was kann ich ändern? Nichts. Also habe ich mich sehr schnell damit angefreundet, dass die Olympischen Spiele nun eben 2021 ausgetragen werden. Mein Ziel ist es, dort dann den besten Andy Toba aller Zeiten zu präsentieren. Dafür werde ich in den nächsten 15 Monaten alles geben.“

Langfristig gesehen sehe ich die Situation als existenzgefährdend

Julia Dorny (MMA-Weltmeisterin)

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Wie beeinflusst die Situation Ihr Training und wie können Sie dieses trotzdem effizient gestalten? 

„Es traf mich wie ein Blitzschlag, als ich beim Training erfuhr, dass Kämpfe und Events um Monate verschoben werden. Mir ging sofort die Frage durch den Kopf: Was passiert mit meinem Titelkampf in Berlin? Alle Events sind vorerst in den Juni verschoben und können sich unter Umständen noch weiter verzögern.

Ich bin aus allen Wolken gefallen. Jeden Tag kamen neue Meldungen rein – egal ob Kampfsport oder Fußball-Bundesliga – das verunsichert einen schon! Zumindest dachten meine Trainer und ich, dass wir die Zeit nutzen könnten, um uns intensiv auf die Veranstaltungen vorzubereiten. Nach dem Training habe ich dann die Nachricht erhalten, dass mein Gym (Spitfire) unverzüglich für die nächsten Wochen schließt. Das Training sei jetzt nur noch in Eigenregie möglich. Spätestens mit der Schließung der restlichen Fitnessstudios, lag es nah bei dem Wetter draußen zu trainieren. Konditions- und Krafttraining lassen sich trotz der momentanen Corona-Krise realisieren. Wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. Läufe und Training mit dem eigenen Körpergewicht fließen eh oft in mein Training mit ein. Zum Glück habe ich Gadgets, wie eine Agilitiy-Leiter, die es mir ermöglichen spezifische Übungen durchzuführen.“

Auch interessant: Aus diesen 8 Gründen sollten Sie Kampfsport machen

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf Ihre sportliche Karriere? Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus?

„Unabhängig davon ist die Situation fürchterlich – es ist unbefriedigend, als Kampfsportlerin ohne Partner und Körperkontakt zu trainieren. Ich will rangeln, zu Boden gehen, die Übergänge trainieren – alles fällt weg! Für das spezifische Kampfsporttraining – Sparring, Pratzentraining und Übungen am Sandsack – ist die Situation eine Katastrophe. Trainer und Trainingspartner sind dabei essentiell. Die Vorbereitung auf den Gegner leidet unter der Quarantäne massiv. Langfristig gesehen sehe ich die Situation als existenzgefährdend. Glücklicherweise habe ich noch ein zweites Standbein. Nichtsdestotrotz gibt es genug Athleten, die vom Sport ihr Leben bestreiten müssen – egal ob vom Kampf oder Personal Training. Gerade in sehr körperbetonten Sportarten sind Leitungen und Erfolge auch vom Alter abhängig und mir wird gerade ein ganzes Jahr geklaut.“