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Allzweckwaffe

Aus diesen 8 Gründen sollten Sie Kampfsport machen

Zwei Frauen beim Boxen
Es gibt so viele gute Gründe, ja zu Kampfsport zu sagen
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Mittlerweile wird Kampfsport zwar nicht mehr als Haudrauf-Sportart angesehen, Restzweifel haben viele trotzdem und zögern nach wie vor, das Ganze mal selbst zu testen. Lesen Sie hier acht gute Gründe, warum Sie Ihre Zweifel über Bord werfen und unbedingt mal eine Kampfsportart ausprobieren sollten. Glauben Sie uns: Sie werden positiv überrascht sein!

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Miteinander statt gegeneinander

Beim Kampfsport heißt es Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau. Im Eins-gegen-Eins gilt es, den Gegner zu besiegen: zu ermitteln, wer stärker, schneller und geschickter ist. Richtig? Diese Vorstellung von Kampfsport ist nach wie vor geläufig und schreckt völlig zu Unrecht viele Menschen davon ab, mal eine Kampfsportart auszuprobieren. Denn das, was wir bei den Profis beim Boxen sehen, entspricht nicht der Trainingsroutine für den Freizeitsportler. Beim Training gilt vielmehr das Motto „miteinander statt gegeneinander“. In der Regel trainiert man mit einem Partner, der ein ähnliches Trainingsniveau hat, und erlernt zusammen neue Techniken. Diese werden eher spielerisch statt mit Kraft und Aggressivität ausgeführt. Auch die Kommunikation spielt eine wichtige Rolle. Denn: Bei den meisten Techniken ist man auf das Feedback des Partners angewiesen. Nur so erfährt man, ob die Technik auch richtig und effektiv ausgeführt wurde. Insgesamt ist unser Fazit daher: Auch wenn Kampfsport keine klassische Teamsportart ist, der Fokus im Training liegt trotzdem auf dem Miteinander.

Geteiltes Leid ist halbes Leid: Beim Training unterstützt man sich gegenseitig und feuert einander an 
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Stressabbau

Wer beim Sport alles gibt, der entflieht dem stressigen Alltag und darf sich zusätzlich noch über eine ordentliche Portion Glückshormone freuen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, die nötige Motivation zu finden und sich regelmäßig allein bis zur körperlichen Leistungsgrenze zu pushen. Durch das Training mit einem Partner klappt das beim Kampfsport deutlich einfacher. Außerdem möchte man sich ja nicht vor dem wachsamen Auge seines Trainers blamieren. Aber damit nicht genug! Kampfsport hat noch weitere Vorteile, wenn es um den Stressabbau geht: Beim Laufen oder Gewichtestemmen kann man sich problemlos weiter in seinen Gedanken und Alltagssorgen verlieren, was für das Stresslevel leider nicht förderlich ist. Beim Kampfsport geht das hingegen nicht. Wer einmal nicht aufpasst, der bekommt von seinem Trainingspartner schon mal eine verpasst, weil man vergessen hat, den Schlag zu blocken. Oder man verpasst den entscheidenden Technikhinweis vom Trainer. Und damit das nicht passiert, ist beim Kampfsport immer höchste Konzentration gefordert. Das klingt erstmal anstrengend, hat aber einen entscheidendes Nutzen: Man ist automatisch im Hier und Jetzt und entflieht so dem stressigen Alltag deutlich effektiver als bei anderen Sportarten.

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Langeweile adé

Kampfsport gehört zu den abwechslungsreichsten Sportarten überhaupt. Man kann etliche Techniken erlernen, außerdem gilt es, sich bei jeder Kampfsportart auf verschiedene Stile einzustellen. Entsprechend kurzweilig ist das Training. Zu jeder Basistechnik gibt es weitere Aufbautechniken, Abwehrtechniken und Kontertechniken. Hinzu kommen Kraft- und Ausdauerelemente und das sogenannte Sparring – also die Kampfsimulation bei 70-80% der maximalen Intensität, wo man die erlernten Techniken testen kann. Langweilig wird das Training daher nicht so schnell! Die nächste gute Nachricht: Die meisten Gyms bieten mittlerweile nicht nur eine, sondern gleich mehrere Kampfsportarten an. Von Boxen über Kickboxen und Ju-Jitsu bis zu Capoeira – häufig ist das Kursangebot sehr vielseitig und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Beweglichkeit und Koordination

Um den perfekten Tritt, Schlag oder Wurf auszuführen, ist ein hohes Maß an Koordination und Beweglichkeit gefragt. Leider werden diese Trainingsaspekte in vielen Sportarten vernachlässigt – vielmehr stehen häufig nur Kraft oder Ausdauer im Vordergrund. Die Folge ist häufig eine schlechte Bewegungsmechanik, die Verletzungen begünstigt. Durch gezielte Übungen, wie das Trainieren mit einer Boxbirne oder bestimmte Schlag- und Trittabfolgen, wird die Muskelansteuerung durch unser Nervensystem gezielt trainiert. Man lernt automatisch das Aktivieren und das Entspannen – also das Zusammenspiel – vieler Muskelgruppen. Und genau dieses Zusammenspiel der Muskeln, neben gestärkten Stützmuskeln und einer Optimierung der Balance – ist ein elementarer Aspekt der funktionalen Fitness. Diese führt nicht nur zu einem verbesserten Körpergefühl, sie kann außerdem Verletzungen vorbeugen und sich positiv auf die Leistung im Alltag oder andere Sportarten auswirken.

Beim Kampfsport wird man nicht nur stärker, man verbessert auch Ausdauer und Koordination
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Fettabbau

Die Fettreduktion wird über die Kalorienbilanz gesteuert – sprich, man muss mehr Kalorien verbrauchen, als man über die Nahrung zu sich nimmt. Was das Ganze mit Kampfsport zu tun hat? Ganz einfach: Durch die vielen abwechslungsreichen Bewegungen von Tritten, Schlägen und Würfen bleibt der Puls konstant hoch und man verbraucht ordentlich Kalorien. Eine Stunde klassisches Boxtraining verbrennt zum Beispiel satte 670 kcal. Zum Vergleich: Beim Joggen verbrauchen Sie je nach Geschwindigkeit und Körpergewicht eher 400 bis 500 kcal pro Stunde. Allerdings verbrennen nicht alle Trainingseinheiten gleich viel Kalorien, manchmal steht auch weniger anstrengendes Techniktraining auf dem Programm. In dem Fall kann das Training aber ohne Probleme durch ein kurzes Zirkeltraining ergänzt werden – und dafür findet man in Kampfsportzentren immer einen motivierten Mitstreiter.

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Werte fürs Leben

Viele Kampfsportarten sind mehrere hundert – manche sogar tausend – Jahre alt und haben dementsprechend eine große Tradition. So legen viele Kampfsportzentren nach wie vor hohen Wert auf die Vermittlung von Werten und Disziplin. Ein respektvolles Miteinander wird hier von jedem Trainierenden erwartet. Der Beruf, der ethnische Hintergrund, die Religion, das alles ist beim Kampfsport egal, denn auf der Matte sind alle gleich. Auch Selbstbeherrschung und das Einhalten von Regeln sind Werte, die man beim Kampfsport lernt und die sich durchaus positiv auf andere Lebensbereiche übertragen lassen.

Respektvolle Begrüßung vor dem Karatetraining.
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Mehr Selbstbewusstsein

Muskeln aufbauen, Stress abbauen, Fortschritte und Erfolge erzielen oder positives Feedback erhalten: Das sind alles Charakteristika, die man im Kampfsport wiederfindet und die indirekt das Selbstbewusstsein stärken können. Und egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, das Tolle ist, dass jeder diese Erfahrungen macht. Die ersten Techniken sind nämlich schnell erlernt und motivieren einen, am Ball zu bleiben. Anfänger merken nach den ersten harten Trainingseinheiten direkt die ersten körperlichen Veränderungen. Es zeichnen sich Muskeln an Stellen ab, wo man gar nicht wusste, dass es überhaupt Muskeln gibt. Man keucht nicht mehr beim Treppensteigen und fühlt sich generell fitter. Und je länger man trainiert, desto mehr Fortschritte verzeichnet man beim Kampfsport, was sich wiederum positiv auf das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein auswirkt.

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Der Fitness-Booster

Sowohl der muskulöse Bodybuilder als auch der gut trainierte Läufer kommt beim Kampfsport schnell an seine körperlichen Grenzen. Denn im Gegensatz zum Gewichtestemmen im Fitnessstudio oder zu langen Ausdauereinheiten werden beim Kampfsport mehrere Fitnesselemente gleichzeitig trainiert. Das Training fördert ein Zusammenspiel von Kraft, Geschwindigkeit, Explosivität, Ausdauer und Koordination und macht einen so zu einem super Fitness-Allrounder. Was viele nicht wissen: Neben dem Techniktraining bieten viele Gyms auch separate Kraft- und Ausdauerklassen an. Selbst Yoga oder Mobilitätsklassen findet man häufig auf dem Kursplan, sodass man seinen Fokus einfach auf seine Vorlieben ausrichten kann oder gezielt an seinen Schwächen arbeitet.

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