20. Februar 2026, 9:26 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Zehn Sekunden – das war der Ausgangspunkt. Mehr als eine Minute mit Zusatzgewicht – das ist heute ihr erklärtes Fitnessziel, das sie erreicht hat. Oprah Winfrey macht keinen Hehl daraus, worauf sie im Training hinarbeitet: Der Plank, also der klassische Unterarmstütz, wurde für die 72-Jährige zur persönlichen Messlatte für Kraft und Stabilität.
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Vom Zehn-Sekunden-Versuch zur Minute mit Gewichten
Am 10. August 2024 wagte Winfrey ihren ersten dokumentierten Versuch im Plank. Die Position – gestützt auf Unterarmen und Zehen, der Körper in einer Linie – hielt sie damals lediglich zehn Sekunden, bevor sie sichtbar erschöpft abbrach.
In einem aktuellen Instagram-Video vom 16. Februar blickt sie genau auf diesen Moment zurück und zeigt, wie sich ihre Leistung entwickelt hat. Inzwischen könne sie eine Hantel „mit Gewichten über eine Minute lang halten“.
Schon nach ihrem ersten kurzen Versuch hatte sie sich ein klares Ziel gesetzt. „Ich schaffe noch 20 Sekunden!“, kündigte sie an. Später ist im Video zu sehen, wie sie den Plank mit zusätzlichem Gewicht ausführt. „Das war das Ziel!“, ruft sie und ballt die Faust in Richtung Kamera.
Auch in der Bildunterschrift ordnet sie die Übung ein: „Planks sind für mich die schwierigste Übung.“ Ihren Fortschritt fasst sie so zusammen: „Mein erster Plank im Jahr 2024 dauerte 10 Sekunden. Jetzt schaffe ich ihn über eine Minute lang, mit Gewichten und allem, was Trainer Peter sich noch so einfallen lässt.“
Warum Krafttraining für sie zentral ist
Der Plank steht für Winfrey stellvertretend für ein größeres Ziel: gesundes Altern durch Kraft und Beweglichkeit. Im Video erklärt sie, warum sie mit Krafttraining begonnen hat: „Wenn man älter wird – und man möchte ja gesund altern – habe ich gelernt, dass Flexibilität und Kraft besonders wichtig sind, vor allem für Frauen und ihre Knochen.“ Ihre Konsequenz daraus beschreibt sie klar: „Deshalb habe ich mit Krafttraining angefangen.“
Damit verweist sie auf zwei Aspekte, die sie immer wieder betont: Muskelkraft als Schutzfaktor für die Knochen und Beweglichkeit als Voraussetzung für langfristige Selbstständigkeit. Der Plank fungiert dabei als konkrete Übung, an der sie ihren Fortschritt messbar macht.
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Training über den Plank hinaus
Dass ihr Trainingsplan nicht nur aus Unterarmstütz besteht, macht sie ebenfalls deutlich. In ihrem Social-Media-Post verweist sie darauf, dass Trainer Peter regelmäßig neue Varianten und Herausforderungen einbaut. Der Plank mit Zusatzgewicht ist damit Teil eines umfassenderen Krafttrainings.
Parallel zu ihrer sportlichen Entwicklung spricht Winfrey offen über ihre gesundheitliche Transformation. Gemeinsam mit Dr. Ania M. Jastreboff, Direktorin des Yale Obesity Research Center, veröffentlichte sie das Buch „Enough: Your Health, Your Weight and What It’s Like to Be Free“. Darin thematisiert sie unter anderem ihre Erfahrungen mit GLP-1-Medikamenten.
Im Interview mit „People“ erklärte sie: „Wenn Übergewicht in Ihrer Familie vorkommt, möchte ich, dass die Leute wissen, dass es nicht Ihre Schuld ist.“ Ebenso positionierte sie sich klar gegen vereinfachte Schuldzuweisungen: „Und man sollte aufhören, anderen die Schuld zu geben. Sagen Sie nicht: ‚Warum treibst du nicht einfach mehr Sport und isst weniger?‘ Das ist nicht die Lösung.“ Für sie persönlich habe das zu einem Umdenken geführt: „Das ist die Lektion, die ich gelernt habe: Ich habe aufgehört, mir selbst die Schuld zu geben.“
Messbar bleibt vor allem eines: Zwischen dem ersten Zehn-Sekunden-Plank im August 2024 und mehr als einer Minute mit Zusatzgewicht im Februar 2026 liegt eine dokumentierte Leistungssteigerung – mit dem Unterarmstütz als klar definiertem Fitnessziel.
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Was Planks eigentlich trainieren
Die Plank – auch Unterarmstütz genannt – zählt zu den effektivsten Übungen für die sogenannte Core-Stability, also die Stabilität der Körpermitte. In der Ausgangsposition ähnelt sie dem Liegestütz, allerdings stützt man sich nicht auf den Händen, sondern auf den Unterarmen ab. Der Körper bleibt dabei von Kopf bis Fuß in einer geraden Linie angespannt – wie ein Brett.
Es handelt sich um eine statische Übung, bei der die Position über einen bestimmten Zeitraum gehalten wird. Je nach Trainingsstand sind das wenige Sekunden oder mehrere Minuten.
Ein korrekt ausgeführter Unterarmstütz beansprucht mehrere Muskelgruppen gleichzeitig:
- die gerade und seitliche Bauchmuskulatur
- die tiefe Rumpfmuskulatur
- Schultern und Arme
- Brustmuskulatur
- Gesäßmuskulatur
Gerade weil nicht nur eine einzelne Muskelgruppe trainiert wird, gelten Planks als besonders effizient. Eine starke Körpermitte kann zu einer besseren Haltung beitragen und Rückenschmerzen vorbeugen. Mit zunehmender Kraft verbessert sich zudem die allgemeine Stabilität bei anderen Übungen, die Verletzungsanfälligkeit kann sinken und der Körper wirkt definierter.1
Wie viele Kalorien dabei verbrannt werden, hängt unter anderem vom Körpergewicht und der Haltedauer ab. Grundsätzlich kurbeln statische Kraftübungen wie der Plank den Stoffwechsel an. Für nachhaltige Fortschritte wird häufig die Kombination mit Ausdauertraining und einer angepassten Ernährung empfohlen.
Bei bestehenden Vorerkrankungen – etwa einem Bandscheibenvorfall – sollte vor Beginn ärztlicher Rat eingeholt werden. Für Einsteiger können zudem mobilisierende und dynamische Kräftigungsübungen sinnvoll sein, da sie Sehnen, Bänder und Gelenke teilweise weniger stark belasten als lange statische Halteübungen.2
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Der Unterschied: Plank mit Zusatzgewicht
Die Variante mit Gewicht erhöht die Intensität deutlich. Dabei wird beispielsweise eine Hantelscheibe, eine Gewichtsweste oder ein beschwerter Rucksack im Bereich des unteren Rückens oder des Beckens platziert. Dadurch steigt die Belastung für Bauch-, Rücken- und Schultermuskulatur spürbar an.
Voraussetzung ist eine saubere Technik: Der Körper muss weiterhin eine gerade Linie bilden, die Rumpfmuskulatur bleibt dauerhaft angespannt. Ein Hohlkreuz sollte vermieden werden, da es die Lendenwirbelsäule unnötig belastet. Durch das zusätzliche Gewicht wird die Übung anspruchsvoller und fordert ein höheres Maß an Körperspannung und Kontrolle – genau dieser Schritt markiert Winfreys dokumentierten Leistungszuwachs.3