23. Juli 2025, 13:00 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Es sollte ein großer Sporttriumph werden. Josefine Rutkowski, ehemalige Lehrerin und Partnerin von Extremsportler Jonas Deichmann, wollte an 60 aufeinanderfolgenden Tagen 60 Ironman-Distanzen laufen und einen Weltrekord aufstellen. Erst kürzlich hatte sie mit FITBOOK im Interview über diese Challenge und die Vorbereitungen gesprochen. Am 13. Juli war sie gestartet – nach 9 absolvierten Langdistanzen musste sie verletzt aufgeben! Was ist passiert?
60-mal 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,2 Kilometer laufen – an 60 Tagen in Folge. Das hatte sich die 35-jährige Extremsportlerin vorgenommen. Doch nun der Rückschlag: Nach neun Langdistanzen fand die Challenge ein jähes Ende, weil sich Josefine Rutkowski am Fuß verletzt hat.
Bekanntgabe des Challenge-Abbruchs
Das gab Josefine Rutkowski am Morgen von Tag 10 ihrer Challenge auf Instagram bekannt. Sie repostete ein Statement von Triathlet Markus Killing, der Teil ihres Challenge-Teams war. „Heute, am zehnten Tag von Project 60, musste Josi – mit schwerem Herzen, aber klarem Verstand – ihr Projekt beenden. Eine Verletzung am Sprunggelenk zwingt sie zur Pause. Und ja, es fühlt sich an wie Pech. Wie ein Rückschritt. Wie das abrupte Ende eines großen Abenteuers“, hatte Killing geschrieben. „Aber vielleicht … ist auch das Teil eines größeren Plans. Vielleicht bringt genau diese Pause neue Wege, neue Inspiration, neue Kraft. Wer weiß? (…) Wir kümmern uns jetzt um Josis Gesundheit – und werden sehen, was folgt!“
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Knochenhautentzündung am Schienbein und immobiles Fußgelenk zwangen Rutkowski zur Aufgabe
Was war passiert? Gegenüber FITBOOK sagte Josefine Rutkowski: „Eine Knochenhautentzündung am rechten Schienbein und ein immobiles Fußgelenk haben mich leider gezwungen, mein Projekt vorzeitig zu beenden.“ Für sie stehe jetzt im Vordergrund, ihrem Körper die nötige Zeit zur Heilung zu geben.
Josefine Rutkowski lief an Tag 9 verletzt ins Ziel
Bei der Challenge stets an der Seite der Sportlerin: ihr Partner Jonas Deichmann sowie ihr Vater Nils. Letzter erklärte nach der unfreiwilligen Aufgabe seiner Tochter nach neun absolvierten Langdistanzen in einer in Josefine Rutkowskis Account geposteten Instagram-Story: „Ich war mit der Josefine zusammen, immer auf dem Rad, auch gestern wieder. Und da hat sich die Josefine ganz tapfer verhalten, sich die letzten acht Kilometer ins Ziel gekämpft, mit einem wirklich starken Willen.“ Trotz Verletzung hatte Josefine Rutkowski also den Marathon des Tages beendet, bevor sie sich leider eingestehen musste, dass sie körperlich nicht mehr in der Lage war, weitere 51 Tage der extremen Ironman-Challenge durchzuziehen.
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„Ich bin emotional gefasst“
„Ich bin emotional gefasst und akzeptiere den aktuellen Stand. Wenn ich wieder bei 100 Prozent bin, werde ich umdenken und neu planen“, sagte Rutkowski FITBOOK. Sie blicke optimistisch nach vorn und werde „eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht, wenn ihre meine Verletzung auskuriert ist“.
Josefine Rutkowski über ein mögliches Scheitern im FITBOOK-Interview
Damit finden nicht nur zehn Tage Schwimmen, Radfahren und Laufen ihr Ende – Josefine Rutkowski ist es nicht vergönnt, all das umzusetzen, was sie sich in der Vorbereitung angeeignet und vorgenommen hatte. Denn die Sportlerin hatte nichts dem Zufall überlassen, wie sie im Interview mit FITBOOK verraten hatte. So hatte sie sich nicht nur körperlich, sondern auch mental in Topform gebracht, Strategien gegen Überlastung entwickelt und sich ihre Ernährung für die geplanten 60 Tage Extremsport genau überlegt. Auch die Phasen ihres Zyklus und mögliche Auswirkungen auf ihre Leistung waren im Detail mitbedacht worden. Aber Josefine Rutkowski war auch realistisch genug, ein Scheitern nicht auszuschließen. Auf die FITBOOK-Frage, wie sie damit umginge, wenn ihre Challenge nicht klappt, erklärte sie: „Ich sehe es nicht als Scheitern. Allein der Versuch ist schon ein Erfolg. Ich habe das Projekt aufgebaut, ein Team zusammengestellt – das zählt. Misserfolge sind oft nur Perspektivfragen. Kinder scheitern nie – sie probieren einfach weiter.“