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Experten erklären

Die Wirkung von Alkohol nach dem Sport auf die Muskeln

Fußballer beim Biertrinken
Lecker und erfrischend ist es ja. Experten zufolge sollte es aber KEIN Bier nach dem Sport sein, des enthaltenen Alkohols wegen.Foto: Getty Images

Bier gilt als „isotonisch“ und somit bei vielen als ideales Getränk nach dem Sport. Allerdings enthält Bier Alkohol. Auf FITBOOK erklären Experten, welche Auswirkungen Alkohol u.a. auf die Regenerationsfähigkeit der Muskeln hat.

Nach einer ausgedehnten Fahrradtour oder einem Fußball-Match mit Freunden scheint ein kühles Blondes die ideale Erfrischung zu sein. Gerade jetzt im Sommer. Bier zählt als isotonisches Getränk. Das bedeutet, kurz zusammengefasst, dass darin die Konzentration und Verfügbarkeit von Energie und Salzen auf die körperlichen Bedürfnisse nach dem Sport ausgerichtet sind.

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Als isotonisch vermarktete Sportlerdrinks sind häufig relativ teuer; Fitnessbewusste könnte also genauso gut zur bewährten Gerstenkaltschale greifen. Oder?

Bier oder anderer Alkohol nach dem Sport

Glaubt man Experten, lautet die Antwort: nein. So hält etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) es für keine gute Idee, nach dem Sport Bier oder anderen Alkohol zu trinken. Schon kleine Mengen Alkohol nach dem Training sollen die Regeneration des Muskelgewebes behindern.

Dabei ist Regeneration (= Wiederherstellung) nach dem Sport sehr wichtig. So erklärte bereits Athletik-Trainer Timo Kirchenberger im Gespräch mit FITBOOK, dass dadurch Verletzungen wie bspw. Muskelzerrungen vorgebeugt werde. Und: ohne Regeneration kein echter Trainingsfortschritt.

Alkohol entzieht den Muskeln benötigtes Wasser

Alkohol, so die BZgA-Experten weiter, entzieht dem Körper Wasser. Für die Versorgung der Muskeln mit Nähr- und Mineralstoffen wird Wasser jedoch gebraucht. Auch für den Muskelaufbau notwendige Stoffwechselvorgänge finden durch Alkoholkonsum nach dem Sport nur noch eingeschränkt statt.

Alkohol muss als Gift abgebaut werden – eine zusätzliche Aufgabe für dem bereits durch den Sport geforderten Körper.

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Wie verhält es sich mit Alkohol vor dem Sport?

Gar keine gute Idee sei es, betrunken zum Training zu gehen. Laut BZgA sinken die Koordination und Reaktionsfähigkeit, wenn man alkoholisiert ist. Dadurch steige das Risiko, sich zu verletzen.

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Zudem wirke sich bereits ein Glas Bier ungünstig auf die Glykogenspeicher aus. Das erklärt Fitnessexpertin und Biochemikerin Dr. Tanja Ballauff auf FITBOOK. Glykogen ist die Speicherform der Glukose (Zuckermoleküle und wichtige Energiequelle für den Menschen). Es wird einerseits im Muskel gespeichert und andererseits über die Leber abgegeben, um den Blutzuckerspiegel zu halten.