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Nachgefragt bei Experten

Was sind eigentlich „isotonische“ Getränke?

Isotonische Getränke
Manch isotonisches Getränk sieht etwas giftig aus. Wir erklären, was drinsteckt und welche natürlichen Alternativen es gibt.
Foto: Getty Images

Isotonische Getränke wollen vor allem auf die körperlichen Bedürfnisse von Sportlern bzw. nach Anstrengungen ausgerichtet sein. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich und was steckt in den entsprechenden Drinks drin? Und gibt es auch isotonische Getränke, die nicht als solche ausgezeichnet sind? FITBOOK hat Experten dazu befragt.

Deshalb müssen es manchmal isotonische Getränke sein

Warum dieses Verhältnis vor allem für Sportler wichtig ist? Weil durch Schwitzen viel Flüssigkeit verloren geht, und dieser Verlust muss durch Trinken ausgeglichen werden. Das Problem: Im Extremfall kann es zu einer Wasservergiftung kommen. Etwa wenn man nach einer sehr schweißtreibenden Aktivität große Mengen natriumfreies Wasser zu sich nimmt.

Das passiert bei einer Wasservergiftung

Günter Wagner, Diplom-Ökotrophologe und Mitglied des Vorstands am Deutschen Institut für Sporternährung (DISE), erklärt es uns. „In sehr großen Mengen kann Wasser ohne Mineralstoffe den osmotischen Druck in den Zellen erhöhen.“

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Die Osmolarität (oder: osmotische Konzentration) beschreibt die Stoffmengenkonzentration an einem bestimmten Ort. Bei einer Umkehrosmose wird das mineralstofflose Wasser in die Zellen gedrängt. Dadurch quellen die Zellen auf und der relative Natriumgehalt im Blut nimmt weiter ab – potentiell mit Todesfolge.

Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, kann es bei sehr großem Flüssigkeitsverlust (bspw. einem Marathonlauf oder einer Wüstenwanderung in der Hitze) sinnvoll sein, sich bereits während der Anstrengung elektrolytische Salze zuzuführen. Und spätestens danach.

Welche isotonischen Getränke gibt es?

Im Handel finden sich verschiedene Arten, meist knallig bunte „Iso-Drinks“, die neben Natrium(-chlorid) teilweise auch mit Koffein oder Taurin versetzt sind. Gatorade, Isostar, Powerade und Co. schmecken eher süß und fruchtig – und nicht jedem. Man kann sich seinen Energie-Auffüller-Drink mit Maltodextrin (zuckerhaltiges Kohlenhydrategemisch) oder speziellem Iso-Pulver auch selbst anrühren.

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Diejenigen, die es natürlicher mögen, sind mit beispielsweise alkoholfreiem Bier gut bedient, ebenso mit der guten alten Apfelschorle. Ernährungsexperte Knop empfiehlt ein Verhältnis von 2/3 Wasser und 1/3 Apfelsaft, „idealerweise mit einer Prise Salz ‚mineralveredelt“.

Apfelschorle

Mögen bereits Kinder – doch das macht sie nicht weniger isotonisch: Apfelschorle ist ein optimales Sportlergetränk!
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