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Liegestütze, Klimmzüge, Squats

Kann man 24 Stunden am Stück trainieren? YouTuber wagt es

24 Stunden Training: Symbolbild von Mann, der Liegestütze macht
Ein YouTuber wollte 24 Stunden am Stück trainieren. Bei FITBOOK lesen Sie, wie es ihm erging. (Symbolbild)Foto: Getty Images

24 Stunden am Stück trainieren – geht das überhaupt? Und wenn ja, was macht es mit dem Körper? Genau das wollte ein YouTuber herausfinden und wagte sich an die ganz besondere Fitness-Challenge.

Immer wieder wagen Fitness-Influencer zum Teil irre sportliche Herausforderungen. Auch der niederländische YouTuber Stan Browney hat schon mit einigen Challenges experimentiert. So machte er 30 Tage lang 333 Liegestütze pro Tag oder 100 Sit-ups in einer Stunde. Jetzt wollte er dem ganzen noch einen drauf setzen. Sein Ziel: 24 Stunden am Stück trainieren.

Aufbau der Challenge „24 Stunden trainieren“

Für die 24-Stunden-Challenge „sperrte“ sich Browney zusammen mit einem Freund in einen Trainingsraum ein. „Wir können nicht weggehen und nicht schlafen. Außerdem haben wir das Licht von draußen ausgeblendet, sodass wir nicht wissen, wie spät es ist“, erklärt der 21-Jährige zu Beginn der Challenge.

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Mit Essen, Wasser und Wechselklamotten ausgestattet waren die beiden Jungs zu allem bereit: 24 Stunden lang trainieren und alle 60 Minuten eine extra Fitness-Herausforderung bewältigen. Wann genau je eine Stunde vergangen war und eine neue Aufgabe anstand, mussten die Jungs darüber hinaus noch schätzen. Eine Uhr hatten sie für den Trainingstag nämlich nicht eingepackt. Zwischen den einzelnen Spezialübungen gestalteten Browney und sein Kumpel ihr Sportprogramm ganz individuell und möglichst ohne Pausen. Von Krafttraining über Gymnastik, Laufband oder Hula Hoop bis hin zu Ballspielen – die beiden ließen so gut wie nichts aus.

Stunde 1 bis 5: Airbike, Sprünge, Liegestütze

Den Start der 24-Stunden-Challenge machte eine Power-Aufgabe, die Browney und seinen Begleiter direkt ordentlich in Fahrt brachte. Sie sollten auf einem Airbike so schnell wie möglich 20 Kalorien verbrennen, was Browney innerhalb von 16 Sekunden schaffte. In Stunde 2 stand dann der Magic Push-up an, bei dem Browney Liegestütze auf einem Besenstiel machte. Dieser balancierte dafür knapp über dem Boden zwischen zwei Hantelscheiben. Als weitere Spezialübungen machte Browney in Stunde 3 so viele Klimmzüge wie möglich in 30 Sekunden und in Stunde 4 einen vertikalen Sprung hoch an eine Reckstange.

Nach vier Stunden Training inklusive vier Aufgaben, die sie nochmal extra herausforderten, fühlten der YouTuber und sein Fitness-Buddy erste Ermüdungsreaktionen. Zugleich waren sie aber weiter hochmotiviert, 24 Stunden lang zu trainieren. Um dafür neue Energie zu tanken, aßen sie vorgekochte Pasta, was aber nicht hieß, dass sie dabei mit dem Workout pausierten. Die Sportler aßen ihre Mahlzeit bei Gehgeschwindigkeit auf dem Laufband.

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Stunde 6 bis 12: Geschicklichkeit, Klimmzüge und erste Rückschläge

Frisch gestärkt machten sich Browney und sein Freund in Stunde 6 an eine Geschicklichkeitsübung der besonderen Sorte. Sie spielten Jenga, während sie sich dabei in der Plank-Position befanden. In der siebten Stunde und damit siebten Challenge kamen beide zum ersten Mal an ihre Grenzen. Die Aufgabe bestand darin, einen zweiminütigen Klimmzug zu machen – d. h., sie mussten sich eine Minute langsam an der Stange hochziehen und eine Minute langsam wieder runterbewegen. Eine Herausforderung, an der beide Jungs scheiterten.

Leichter fielen die folgenden Übungen:

  • Stunde 8: So viele einbeinige Seitwärtssprünge in 30 Sekunden wie möglich (Browney schaffte 83 Stück, sein Freund sogar 105)
  • Stunde 9: fliegende Liegestütze

Zu Beginn der zehnten Stunde musste Browney eine erneute Niederlage einstecken. Die gestellte Aufgabe, 10 Liegestütze an einem balancierenden Besenstiel zu machen, konnte er nicht erfüllen.

  • Stunde 11: Kniebeugen
  • Stunde 12: Tandem-Liegestütze, mit eingehakten Beinen und mit 20 Wiederholungen

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Stunde 13 bis 16: Die zweite Hälfte der 24 Stunden beginnt

24 Stunden trainieren war das Ziel, 12 Stunden hatten die jungen Sportler nun geschafft. Weil sich allmählich auch die Müdigkeit breitmachte, kam die 13. Challenge wie gerufen: Ab unter die kalte Dusche!

Die nächsten Herausforderungen:

  • „Transfer Hoodie Hang“: Browneys Kumpel zog den Pullover aus, Browney zog ihn an, während beide an der Klimmzugstange hingen (Stunde 14)
  • Kniebeuge halten (Stunde 15)
  • Magic Water Push-up: 3 aneinander gestapelte Wasserflaschen halten und dabei Liegestütze machen (Stunde 16)
  • 100 Sekunden an der Stange hängen (Stunde 17)

Stunde 17 bis 24: Hält Browney bis zum Ende durch?

In Stunde 17 kamen die Jungs an ihren toten Punkt – vor allem Browney, der während einer kurzen Verschnaufspause fast im Sitzen einschlief. Doch es galt, keine Müdigkeit vorzuschützen, sondern weiterzutrainieren.

Die letzten 6 Übungen:

  • Stunde 18: Über eine Reihe von Bechern springen
  • Stunde 19: Zweiminütiger Liegestütz (1 Minute runter, 1 Minute rauf)

Zu Beginn von Stunde 20 standen besondere Klimmzüge auf der Agenda. Browney sollte 10 Klimmzüge machen, bei denen er vor jeder Wiederholung die Hände löst und wieder die Stange packt. Die dritte Aufgabe, die der YouTuber und sein Kumpel nicht erfüllen konnten.

  • fliegende Liegestütze von rechts nach links (Stunde 21)
  • Während eines Klimmzugs einen Ball in einen Basketballkorb werfen (Stunde 22)
  • Brett mit Faust zerschlagen (Stunde 23)
  • Liegestütze (Stunde 24)

Nach den finalen Liegestützen stand eine abschließende Stunde Training auf dem Programm. So kurz vor Schluss holten Browney und sein Freund noch einmal alles aus sich raus, quälten sich aber sichtlich.

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Fazit: 24 Stunden trainiert und mindestens 7000 Kalorien verbrannt

Kaum zu glauben, aber wahr. Stan Browney bewies in seiner Video-Challenge, dass es möglich ist, 24 Stunden zu trainieren. Unterbrochen wurde das anhaltende Training nur durch kurze Essens- und Badezimmerpausen. Von insgesamt 24 Challenges konnten die Jungs nur drei nicht erfüllen, während sie zeitlich in ihrer Schätzung 40 Minuten danebenlagen. Deshalb wollten Browney und sein Kumpel zunächst bereits nach 23 Stunden und 20 Minuten aufhören. Doch am Ende erreichten sie ihr gesetztes Ziel. „Wir haben 24 Stunden am Stück trainiert. Dabei haben wir wohl mindestens 7000 Kalorien verbrannt. Da meine Watch zwischendurch ausgegangen ist, könnten es auch bis zu 10.000 Kalorien sein“, zieht Stand Browney sein Fazit und betont, dass seine Follower die 24-Stunden-Challenge bitte nicht nachmachen sollen.