15. Mai 2026, 10:13 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Ob High-Protein-Pizza oder schnelle Alltagsküche – Stefano Zarrella (35) zeigt auf Social Media, wie unkompliziert gesunde Ernährung sein kann. Der Deutsch-Italiener begeistert mit einfachen Rezepten statt komplizierter Trends. Beim Silvercrest-Event von Lidl sprach er mit FITBOOK darüber, warum Eier oft besser sind als exotische „Superfoods“ und was er heute seinem 20-jährigen Ich in puncto Fitness raten würde.
FITBOOK: Für Ihre Koch-Videos nutzen Sie viele abwechslungsreiche Küchengeräte. Doch welches Gerät nutzen Sie privat am meisten und warum?
Stefano Zarrella: „Ganz klar: der Airfryer! Denn ehrlich gesagt möchte ich manchmal einfach schnell essen, aber trotzdem etwas Gutes auf dem Teller haben. Und weniger Chaos in der Küche ist auch ein Gamechanger. Genauso wichtig ist für mich meine Espressomaschine. Ohne guten Kaffee startet bei mir gar kein Tag richtig.“
Welche gesunde Zutat haben Sie immer zu Hause, die unterschätzt wird?
„Eier, die gehen immer super! Sie sind vielseitig, liefern hochwertiges Eiweiß, und viele unterschätzen, wie gut sie eigentlich in jede Mahlzeit passen.“
»Manche Superfoods werden überschätzt
Und welches „gesunde“ Lebensmittel ist aus Ihrer Sicht überschätzt?
„Ganz ehrlich: Alles, was zu kompliziert gemacht wird. Ich glaube, viele Superfood-Trends werden manchmal etwas überschätzt. Am Ende sind es meistens die ganz einfachen Lebensmittel wie Eier, die langfristig wirklich den Unterschied machen. Gesund kann auch simpel sein, man muss nicht jeden Trend mitmachen.“
Sie posten regelmäßig neue Rezepte,z. B.. auch Klassiker in High-Protein-Varianten. Welche Nährstoffe sollte Ihrer Meinung nach ein gutes Alltagsgericht abdecken?
„Für mich gehören Protein, gute Carbs und etwas Frisches dazu. Es muss satt machen, Energie geben und trotzdem Spaß machen beim Essen.“
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Wenn Sie mal „sündigen“, was ist dann Ihr Lieblingssnack oder Essen?
„Pizza – ohne Diskussion. Man kann sich übrigens in weniger als zehn Minuten super easy eine proteinreiche Pizza machen. Einfach etwas Skyr im Teig und on top proteinreicher Belag wie Hähnchenbrust oder Mozzarella. Und ganz ehrlich: Ab und zu etwas Süßes naschen gehört auch dazu. Am Ende zählt die gute Mitte.“
Sie haben kürzlich gepostet, dass Sie dabei sind, Ihre 30er zu genießen. Was würden Sie sagen, ist der größte Unterschied zwischen Stefano in den 20ern und Stefano in den 30ern, wenn es um Ernährung geht?
„So viel hat sich nicht verändert. Ich bin meinem Balance-Ansatz ziemlich treu geblieben. Ich esse bewusst, ohne es zu kompliziert zu machen, und das funktioniert für mich bis heute sehr gut.“
Und hat sich etwas in puncto Fitness verändert?
„Sport ist schon immer ein fester Bestandteil in meinem Leben. Aber ich habe irgendwann verstanden, dass Fortschritt nicht nur durch Training entsteht, sondern genauso durch Regeneration. Auf die achte ich heute viel mehr und nehme das auch wirklich ernst. Gleichzeitig liebe ich es, mich jeden Tag aufs Neue herauszufordern und ans Limit zu gehen.“
„Schlaf ist dein wichtigstes Supplement“
Was würden Sie Ihrem 20-jährigen Ich im Hinblick auf Ernährung und Training heute raten?
„Konsistenz schlägt jeden Crash-Plan, immer. Und Schlaf ist kein Luxus, sondern dein wichtigstes Supplement, egal wie motiviert du gerade bist.“
Wie oft trainieren Sie – und was machen Sie konkret?
„Ich mache vier- bis fünfmal pro Woche Krafttraining und gehe aktuell auch gerne laufen. Bei beiden baue ich ein Warm-up und Mobility ein. Ohne geht es bei mir nicht. Mein Krafttraining ist relativ klassisch aufgebaut. Eine Mischung aus Grundübungen, kombiniert mit ein paar ergänzenden Übungen. Mir ist wichtig, den ganzen Körper abzudecken. Beim Laufen geht es mir vor allem um Ausgleich und Kondition. Ein konkretes Ziel verfolge ich aktuell nicht, für mich steht im Vordergrund, mich regelmäßig zu bewegen und mich dabei gut zu fühlen.“
Welche Supplements nutzen Sie?
„Ich nutze regelmäßig Omega-3-, Magnesium- und Protein-Supplements.“
Zum Abschluss: Mentale Gesundheit wird auch immer wichtiger. Was ist Ihre Strategie, um in Balance zu bleiben?
„Rausgehen, abschalten, auch mal nicht erreichbar sein. Und ich verbringe viel Zeit mit meiner Familie und meinem Hund Rocky, der mich sowieso täglich an die frische Luft zwingt.“