Vor welchen chronischen Krankheiten die MIND-Diät noch schützt
Die MIND-Diät setzt auf gesunde Fette, etwa aus Nüssen, Beeren, Vollkornprodukten und auch Fisch und Geflügel. Dadurch soll chronischen Krankheiten wie Demenz vorgebeugt werden. Foto: Getty Images, Wolf Lux; Collage: FITBOOK
22. Dezember 2025, 16:16 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Die MIND-Diät kombiniert Elemente der Mittelmeer-Ernährung und der DASH-Ernährung mit dem Ziel, die kognitive Gesundheit zu erhalten und Demenz- und Herzkreislauferkrankungen vorzubeugen. Eine Studie wollte jedoch wissen, ob es darüber hinaus Effekte auf die Gesundheit gibt.
Was wurde untersucht? Die in „Nutrients“ veröffentlichte Übersichtsarbeit wertete 47 zwischen 2015 und 2024 erschienene Studien aus zehn Ländern aus, um zu untersuchen, wie sich die MIND-Diät auf die allgemeine Gesundheit auswirkt.1 Die Diät kombiniert die Mittelmeer- und DASH-Ernährung und setzt auf viele pflanzliche Lebensmittel, gesunde Fette und antioxidative Nährstoffe.
Die Forscher gingen bei ihrer Betrachtung gezielt über die bekannten Anwendungsgebiete wie Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hinaus. Bei fast allen Untersuchungen handelte es sich um Beobachtungsstudien mit durchschnittlich rund 7800 Teilnehmern.
Ergebnisse: In 65 Prozent der getesteten Zusammenhänge war eine hohe Einhaltung der MIND-Diät mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Teilweise zeigte sich eine deutlich niedrigere Wahrscheinlichkeit für:
vorzeitige Sterblichkeit (um bis zu 37 % reduziert)
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In rund einem Drittel der Studien gab es keine signifikanten Zusammenhänge – hauptsächlich bei psychischen Beschwerden wie Depression oder Stress. Ein einziges ungünstiges Ergebnis wurde identifiziert: Eine Studie fand bei hoher MIND-Diät-Einhaltung eine erhöhte Cadmium-Belastung im Urin, was durch pflanzliche Nahrungsmittel bedingt sein könnte.
Bedeutung: Die MIND-Diät könnte über den Schutz des Gehirns hinaus auch zur Vorbeugung vieler chronischer Erkrankungen beitragen. Die Autoren betonen jedoch, dass viele Ergebnisse aus Beobachtungsdaten stammen und Interventionsstudien nötig sind, um die Kausalität zu bestätigen.
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