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Stiftung Warentest

Nur ein Veggie-Burger-Patty „mangelhaft“ wegen zu hoher Schadstoffbelastung

Veggie_Burger-Patty
Vegetarische Burger-Patties haben Einzug in die meisten Supermärkte erhalten. Doch was taugen die Fleischersatz-Produkte?Foto: Getty Images

Ein Burger, aber ohne Fleisch? Geschmacklich muss das kein Kompromiss sein, zeigt die Stiftung Warentest. In einigen Patties sind aber Stoffe, die man lieber nicht zu sich nehmen möchte.

Saftig, rot, fleischig: Das erwartet man von einem Burger-Patty. Geschmacklich und optisch kommen fleischlose Veggie-Burger-Patties dem oft erstaunlich nahe, wie eine aktuelle Stichprobe der Stiftung Warentest zeigt.

Die Hälfte der vegetarischen Burger-Patties überzeugt

9 von 18 fleischlosen Veggie-Burger-Patties schneiden im Warentest gut ab, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 5/2021). Sie seien empfehlens­wert und könnten selbst Fleisch­essern Appetit machen. Die Tester der Stiftung Warentest fanden keine kritischen Keime, kein zugesetztes Glutamat, nichts Tierisches in Vegan-Varianten.

Testsieger ist der Patty von „Beyond Meat“ (Testurteil: „sehr gut“). Mit knapp 4 Euro pro Packung gehört er zu den teuersten Testprodukten. Ebenfalls gut und teilweise deutlich günstiger schnitten folgende Veggie-Burger-Patties im Warentest ab:

  • Edekas „No Meat Just Burger“
  • The Vegetarian Butcher
  • Garden Gourmet
  • Valess
  • Kaufland
  • Wheaty
  • Rossmann
  • Lotao

Allerdings können Verbraucher nur zwei der besten Produkte noch unverändert im Handel kaufen: die Patties von Edeka und Rossmann. Testsieger „Beyond Meat“ wird laut Anbieter inzwischen überarbeitet verkauft, genau wie The Vegetarian Butcher, Garden Gourmet und Lotao.

Auch interessant: „Ökotest“ warnt vor zu viel Salz in veganem Hackfleisch

Warentest: Veggie-Burger-Patties teilweise auffällig mit Schadstoffen belastet

Fünf der getesteten Veggie-Burger-Patties sind aber auffällig schadstoffbelastet. Im einzigen „mangelhaft“ bewerteten Produkt wurden gleich vier Schadstoffe in kritischer Menge gefunden. Unter anderem handelt es sich dabei um einen möglicherweise krebserregenden Stoff sowie Mineralölkohlenwasserstoffe. Sie können sich in Organen anreichern. Vier weitere Produkte bekamen das Schadstoffurteil „ausreichend“, im Testurteil reichte es aber noch für ein „befriedigend“. Um welche Produkte es sich hier handelt, lesen Sie auf test.de.

Wie sieht es mit den Nährstoffen in Veggie-Burger-Patties aus?

Geschmacklich gesehen sind viele vegetarische Patties eine Alternative zu Fleisch, aber wie sieht es bei den Nährstoffen aus? Ein Veggie-Patty hat weniger Eiweiß, deckt den Tagesbedarf einer Frau zu einem Drittel. Das ist ausreichend, da wir Eiweiß noch aus anderen Quellen zu uns nehmen.

Schlechter sieht es beim Eisen aus, das wichtig für die Blutbildung ist. Zwar bringen Soja und Erbsen etwas Eisen in die Patties, aber der Körper kann es aus Pflanzen zwei- bis dreimal schlechter verwerten als aus Fleisch. Ein Tipp: Trinken Sie zum Essen Orangensaft – Vitamin C steigert die Eisenverwertung. Über weitere Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen im Körper hemmen oder verbessern, hat FITBOOK bereits berichtet.

mit Material der dpa