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Solidarität mit der Ukraine

Russische Sportler: »Wir sind gegen Putins Krieg!

Russische Sportler Krieg: Alexey Rublev
Auch der russische Tennis-Profi Alexey Rublev zeigt sich nach seinem Sieg beim ATP-Turnier in Dubai solidarisch mit der Ukraine.Foto: Getty Images

Auf der ganzen Welt – aber auch in Russland selbst – demonstrieren die Menschen gegen Putins Einmarsch in die Ukraine. Zunehmend solidarisieren sich auch russische Athleten mit ihrem Nachbarland und machen deutlich: Wir wollen Frieden!

Weltweit zeigen Menschen Anteilnahme am Schicksal der vielen Ukrainer und Ukrainerinnen, die nun um ihre eigene und die Sicherheit ihrer Familien fürchten. Doch auch für viele Russen ist die Situation belastend. Sie fühlen sich der Ukraine eng verbunden, haben oftmals familiäre Beziehungen in das Nachbarland. Viele russische Sportler setzen daher nun ein Zeichen und beziehen Stellung gegen Putins Krieg.

Putin-Freund Ovechkin spricht sich gegen Krieg aus

Bislang galt Eishockey-Star Alexander Ovechkin als glühender Putin-Anhänger. Sein „Instagram“-Profilbild zeigt ihn gemeinsam mit dem russischen Präsidenten. Dennoch fordert der NHL-Profi der Washington Capitals nach einer Trainingseinheit: „Bitte keinen Krieg mehr. Wir müssen in Frieden leben.“ Der 36-jährige russische Sportler sei persönlich vom Krieg betroffen: „Natürlich ist es eine schwierige Situation. Ich habe viele Freunde in Russland und der Ukraine, und es ist schwer, den Krieg zu sehen“. Deshalb hoffe er, „dass der Krieg bald vorbei ist.“ Zwar betont der Russe, „kein Politiker“ zu sein. Über Putin sagt er trotzdem: „Er ist mein Präsident.“

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Fußball-Profi Fedor Smolov: „Nein zum Krieg!“

Auf „Instagram“ setzt der russische Fußball-Nationalspieler Fedor Smolov ein Zeichen für den Frieden. Der Stürmer von Dynamo Moskau postet ein schwarzes Bild, schreibt dazu: „Nein zum Krieg!!!“ Dahinter ein gebrochenes Herz und die ukrainische Flagge. Damit ist der Sportler der erste russische Nationalspieler, der sich öffentlich gegen Kremlchef Wladimir Putin und dessen Krieg stellt.

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Andrey Rublew: „Es geht jetzt nicht um Tennis“

Statt seinen Sieg beim ATP-Turnier in Dubai zu feiern, nutzt Tennis-Profi Andrey Rublew die Aufmerksamkeit für eine eindeutige Botschaft. Zu den Bildern seines Sieges schreibt er: „Es geht jetzt nicht um Tennis. Es geht nicht um Sport. Es geht um den Frieden auf der ganzen Welt. Wir müssen uns gegenseitig unterstützen.“

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Bereits nach seinem Einzug ins Finale beim Turnier in Dubai nutzte der Tennis-Profi die Gelegenheit, um sich solidarisch zu zeigen. Im Anschluss an seinen Sieg gegen den Polen Hubert Hurkacz schrieb der 24-jährige Russe „No War Please“ auf die Linse einer TV-Kamera.

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Bewegende Worte von Daniil Medwedev

Daniil Medwedew, neue Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste, wendet sich mit bewegenden Worten auf seinem „Instagram“-Profil an die Öffentlichkeit. Eines Tages die Weltrangliste anzuführen, sei sein Kindheitstraum gewesen. Nun bittet der russische Sportler darum, den Krieg zum Wohle aller – aber besonders der Kinder – zu beenden. „Deshalb möchte ich um Frieden in der Welt bitten, um Frieden zwischen den Ländern. Kinder werden mit einem inneren Vertrauen in die Welt geboren, sie glauben so sehr an alles: an Menschen, an die Liebe, an Sicherheit und Gerechtigkeit, an ihre Chancen im Leben. Lasst uns zusammenstehen und ihnen zeigen, dass es wahr ist, denn kein Kind sollte aufhören, zu träumen.“

Bereits nach seinem Sieg im Viertelfinale des ATP-Turniers in Mexiko hatte der 26-jährige Russe klar gemacht, dass er sich als Tennisspieler als Botschafter des Friedens sehe.

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Schach-Profi Tillitschejew bricht mit Putin

Wie der Welt-Schachverband Fide mitteilte, wird die nach Moskau vergebene Schach-Olympiade 2022 aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht in der russischen Hauptstadt stattfinden. Die Geschäftsführerin, Dana Reizniece-Ozola, verurteilte in einer persönlichen Mitteilung die „brutale russische Invasion“. Auch der russische Schach-Großmeister Wjatscheslaw Tillitschejew bricht jetzt mit Putin: Er will bei Turnieren bis auf Weiteres nicht mehr unter russischer Flagge antreten, wie die „dpa“ berichtet.

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Ukraine-Präsident bedankt sich für Beistand

Für die Menschen in der Ukraine, die unmittelbar vom Krieg und dessen Auswirkungen betroffen sind, mögen die öffentlichen Solidaritätsbekenntnisse nur ein schwacher Trost sein. Dennoch vermitteln die vielen Bekundungen gegen Putins Krieg, vor allem seitens russischer Sportler und anderer Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, eine klare Botschaft an alle Ukrainer: Ihr seid nicht allein!

So bedankt sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft bei den vielen russischen Demonstranten, die sich gegen Staatschef Putin stellen: „Ich will allen russischen Bürgern, die protestieren, sagen: Wir hören Sie, Sie haben uns gehört, Sie haben begonnen, uns zu glauben. Kämpfen Sie für uns. Bekämpfen Sie den Krieg.“

Sie wollen helfen? Über das Hilfsprojekt „Ein Herz für Kinder“ haben Sie die Möglichkeit.

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