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Gesunder Geist

Warum die Elfmeter-Pose von Cristiano Ronaldo ein genialer Psychotrick ist

Cristiano Ronaldo in typischer Pose beim Elfmeter
Cristiano Ronaldo hat Nerven aus Stahl, versenkt fast jeden Elfmeter – dank eines kleinen TricksFoto: Getty Images

Er gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten: Cristiano Ronaldo. Doch einige empfinden sein Auftreten auf dem Platz als arrogant. So stellt sich CR7 beim Freistoß und Elfmeter breitbeinig vor den Ball, teils mit herausgestreckter Brust. Das Ganze ist allerdings kein Ego-Getue – sondern eine geniale Technik, um Herr der Lage zu werden. Eine Expertin erklärt, warum das so ist.

Manche kennen das: Gerade nachts wird man von immer wiederkehrenden Gedanken gequält – für das Problem, so scheint es, gibt es keine Lösung. In solchen Fällen rät Prof. Michaela Sambanis dazu, die Situation ganz bewusst zu unterbrechen. Kann der Geist nachts nicht von einem bestimmten Gedanken lassen, sollte man aufstehen. Danach empfiehlt die Sprachwissenschaftlerin, die an der Freien Universität Berlin unter anderem zu Didaktik und Neurowissenschaft forscht, sogenanntes Power Posing: „Man stellt sich in den Raum und nimmt eine kraftvolle Pose ein – also die Brust raus und die Arme zum Beispiel in die Höhe strecken.“ Das gleiche Prinzip wendet auch Cristiano Ronaldo beim Elfmeter oder Freistoß an.

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Cristiano Ronaldo: Elfmeter versenkt – Problem gelöst!

Bei CR7 kreisen die Gedanken im Moment des Elfmeters natürlich um das Problem: Wie versenke ich den Ball im Netz? Sein Power-Posing: breitbeinig hinstellen, Arme zur Seite, Brust raus.

Die Statistik gibt dem Star von Juventus recht. Cristiano Ronaldo versenkt im Schnitt 84 Prozent seiner Elfmeter – eine gigantische Quote! Damit liegt er etwa neun Prozent über dem üblichen Trefferschnitt vom Strafstoßpunkt.

Mit „Power Posing“ kann man die Endlosschleife der Gedanken stoppen – und Cristiano Ronaldo ist ein Meister darin
Mit „Power Posing“ kann man die Endlosschleife der Gedanken stoppen – und Cristiano Ronaldo ist ein Meister darinFoto: Getty Images

Power Posing hilft, Herr der Lage zu sein

Im Alltag rät Prof. Michaela Sambanis, die Power-Pose zwei Minuten lang zu halten. „Studien haben gezeigt, dass sich das auf die innere Haltung auswirkt.“ Der Betroffene habe danach wieder mehr das Gefühl, selbst Herr der Lage zu sein – und gewisse Probleme in den Griff zu bekommen. Zudem schüttet der Körper nach dem „Power Posing“ weniger Stresshormone aus.

Im Anschluss setzt man sich am besten in einen Sessel und kommt einen Moment zur Ruhe. „Erst wenn sich dann wieder Müdigkeit breit macht, sollte man zu Bett gehen und versuchen, wieder einzuschlafen.“