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Anspruchsvoll und effektiv

Deadlift – richtige Ausführung von Kreuzheben mit Langhantel

Kreuzheben mit der Langhantel trainiert gleichzeitig eine Vielzahl von Muskeln. Technisch ist die Übung allerdings anspruchsvoller, als man auf den ersten Blick denken mag. In unserem Tutorial lernen Sie die perfekte Ausführung des Deadlifts.

Rumänisches Kreuzheben, auch unter dem englischen Namen ‚Deadlift‘ bekannt, simuliert vereinfacht ausgedrückt das Aufheben eines Gegenstandes vom Boden mit einer Langhantel. Kreuzheben mit der Langhantel trainiert daher auch viele Halte- und Stützmuskeln, die wir im Alltag benutzen und kann – richtig ausgeführt – vielen Verletzungen vorbeugen. Technisch handelt es sich beim Deadlift allerdings um eine sehr anspruchsvolle Übung. Die richtige Ausführung lernen Sie im Video oben.

Deadlift (Kreuzheben mit Langhantel) – beanspruchte Muskeln

Der Deadlift – beziehungsweise Kreuzheben mit der Langhantel – ist eine effektive Ganzkörperübung. Davon spricht man, wenn sehr viele Muskeln gleichzeitig angesprochen werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zum einen kann man viel Zeit beim Training einsparen; zum anderen trainiert die Übung das Zusammenspiel mehrerer Muskelgruppen auf einmal – was einem auch bei der funktionalen Fitness im Alltag zugutekommt (heben, tragen, sitzen). Insbesondere die Rumpfmuskulatur (Haltemuskulatur), sowie die Beine und der Po werden beim Kreuzheben mit Langhantel trainiert. Fortgeschrittene Sportler, die schon mehr Gewicht nutzen, fordern mit dem Deadlift zusätzlich die Nacken- und Unterarmmuskulatur.

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Kreuzheben mit Langhantel – richtige Ausführung in 3 Schritten

Die Startposition: Stellen Sie sich schulterbreit direkt vor eine Langhantel, die Schienbeine berühren fast die Stange. Jetzt die Hüfte öffnen (Po nach hinten rausstrecken), mit geradem Rücken nach vorne beugen, bis die Stange außerhalb der Knie mit beiden Händen zu greifen ist und atmen Sie tief ein. Korrigieren Sie, wenn nötig, die Haltung: Rücken gerade machen, Brust rausdrücken, Schultern nach hinten schieben.

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HowTo: Kreuzheben (Deadlifts)

Personal Trainer Erik Jäger zeigt die richtige Ausgangsposition für den Deadlift (Kreuzheben mit Langhantel)
Foto: Jessica Weber

Das Aufstehen: Halten Sie die Rumpfspannung aufrecht und drücken Sie das Gewicht mit geradem Rücken aus den Beinen heraus hoch. Die Stange wandert eng an den Schienbeinen entlang und stoppt oberhalb der Knie. Um einen neutralen Stand zu erreichen (wichtig!) führt man nun die Hüfte nach vorne an die Stange heran. Der Po sollte angespannt sein, die Schulterblätter ziehen nach hinten. Somit ist sichergestellt, dass der Rumpf stabil ist und die Wirbelsäule sich in einer neutralen Position befindet.

HowTo: Kreuzheben (Deadlifts)

Richtig aufstehen beim Deadlift: danach sollte sich die Wirbelsäule in einer neutralen Position befinden
Foto: Jessica Weber

Gewicht herablassen: In Ruhe ausatmen, neu Luftholen und auf das Herablassen des Gewichtes vorbereiten. Po nach hinten rausstrecken, mit geradem Rücken nach vorne beugen. Die Gewichtsstange an Oberschenkeln entlang Richtung Boden führen. Wenn Sie an den Schienbeinen angekommen sind, führen Sie die Bewegung wieder umgekehrt aus. Drücken Sie die Knie immer leicht nach außen und halten Sie den Rücken stets gerade.

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4 typische Fehler, die es beim Deadlift zu vermeiden gilt

  • Das Gewicht nicht aus dem Rücken hochziehen. Auch wenn die Übung Kreuzheben heißt, kommt die Kraft vielmehr aus den Beinen. Der Rumpf arbeitet nur stabilisierend, um eine gerade Position der Wirbelsäule sicherzustellen. Stellen Sie sich am besten vor, dass Sie Ihre Füße mit aller Kraft in den Boden stemmen. Dadurch werden die richtigen Beinmuskeln automatisch aktiviert.
  • Kreuzheben ist nicht Kniebeuge! Viele Menschen machen beim Kreuzheben nahezu eine Kniebeuge und winkeln ihre Knie viel zu stark. Dabei sollte die Bewegung aus der Hüfte gesteuert und die Knie eigentlich nur minimal gebeugt werden.
  • Wer es nicht schafft, sich mit geradem Rücken und nur leicht gebeugten Knien nach vorne zu beugen, sollte regelmäßig seine hintere Beinmuskulatur dehnen. Ist diese verkürzt, verfällt der Körper beim Deadlift schnell in ausweichende Positionen. Häufig wird dann der Rücken ein wenig gerundet, wodurch das Verletzungsrisiko stark ansteigt.
  • Beugen Sie die Arme nicht! Sie sollen immer gestreckt und die Schulterblätter nach hinten gezogen sein.

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Weitere nützliche Tipps von Personal Trainer Erik Jäger

  • Anfänger sollten beim Deadlift erstmal kein Zusatzgewicht benutzen und nur mit der Stange die Bewegungsabläufe üben. Wenn Sie zwölf saubere Wiederholungen schaffen, steigen Sie mit fünf Kilo pro Seite ein und erhöhen nach und nach.
  • Um leichter in die richtige Startposition zu kommen, hilft es, die Enden der Stange auf einer Erhöhung abzulegen (z.B. Stepper oder gestapelte Gewichtsscheiben). So fällt es Ihnen leichter, den Rücken gerade zu halten!
  • Mehr als zwölf Wiederholungen sind zu Beginn nicht zu empfehlen, dann lässt nämlich häufig die Konzentration nach und Technikfehler schleichen sich ein.
  • Neben dem rumänischem Kreuzheben (unser Beispiel), gibt es viele weitere Kreuzhebevarianten: Mit Gewicht auf dem Boden ablegen, gestrecktes Kreuzheben oder die sogenannten Trap Bar Deadlifts. Jede Variante ähnelt dem klassischen Kreuzheben, doch durch kleinste Änderungen bei der Ausführung wird der Trainingsfokus immer leicht verschoben. Langweilig sollte Ihnen beim Kreuzheben also so schnell nicht werden.

Zur Person: Erik Jäger ist Ausbilder für Functional Fitness und seit vielen Jahren erfolgreich als Personal und Athletik Trainer tätig. Auf seinem Instagram-Kanal motiviert der „Hauptstadttrainer“ täglich zum Sport. Zu seinen Kunden zählen zahlreiche Prominente.