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In Europa angekommen

Neue Omikron-Variante BJ.1 – was bislang bekannt ist

Was kommt noch auf uns zu in der Corona-Pandemie? Mutationen führen zu immer neuen Varianten wie dem neuen Subtyp BJ.1
Was kommt noch auf uns zu in der Corona-Pandemie? Mutationen führen zu immer neuen Varianten wie dem Subtyp BJ.1Foto: Getty Images

Die Corona-Pandemie könnte in diesem Herbst und Winter neu befeuert werden. Denn immer mehr neue Coronavarianten breiten sich aus. Nun wurde die Omikron-Variante BJ.1 in Europa nachgewiesen. Wie gefährlich ist sie?

Viele Experten, allen voran der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach, warnen, dass im Herbst eine neue Corona-Welle auf Deutschland zurollen könnte. Ein Grund dafür ist die Ausbreitung immer neuer Coronavarianten. Denn je mehr Mutationen das Coronavirus entwickelt, umso schwieriger wird es für das Immunsystem, es zu erkennen. Mit anderen Worten: Die Antikörper, die sich bei einer früheren Coronainfektion oder Coronaimpfung gebildet haben, sind bei einer stark mutierten Variante unwirksam. Somit wird der Immunschutz umgangen. Jetzt ist die neue Omikron-Variante BJ.1 in Europa aufgetaucht, die über besonders viele Mutationen verfügt. FITBOOK erklärt, was bislang bekannt ist.

Omikron-Variante BJ.1 weist 13 weitere Mutationen auf

Erst vor Kurzem ist in Deutschland die Coronavariante BA.2.75 aufgetaucht. FITBOOK berichtete darüber. Nun hat man in Österreich und den Niederlanden die ersten Fälle von einer Infektion mit der Omikron-Variante BJ.1 nachgewiesen, wie unter anderem der „Bayerische Rundfunk“ berichtet. Ursprünglich kommt die Coronavariante aus Indien, wurde aber auch schon in den USA nachgewiesen.

Viele Daten gibt es noch nicht zu der Omikron-Variante BJ.1, denn es sollen bislang lediglich 70 bis 80 Fälle dokumentiert sein. Obwohl es zunächst harmlos klingt, könnte es tatsächlich zu einer schnellen Ausbreitung kommen. Der Grund dafür ist die sehr hohe Anzahl an Mutationen am Spike-Protein. Während beispielsweise die hoch ansteckende Coronavariante BA.2 31 Mutationen aufweist, hat BJ.1 noch mal 13 weitere Mutationen. Die in Deutschland momentan am stärksten verbreitete Variante BA.5 hat dagegen nur fünf Zusatzmutationen im Vergleich zu BA.2.

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Bislang keine Beweise für Gefahr von BJ.1

„Die neu erworbenen Mutationen sind wirklich eine unangenehme Kombination an kritischen Stellen“, kommentierte der Wiener Molekularbiologe Ulrich Elling die Erkenntnisse zu der Omikron-Variante BJ.1 auf Twitter. Laut ihm sei es ein „Rekord an Mutationen“. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich das Virus schnell ausbreitet und den bereits vorhandenen Immunschutz umgehen kann.

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Anhand der Datenlage lässt sich momentan aber noch nicht sagen, wie gefährlich eine Infektion mit der Omikron-Variante BJ.1 ist. Zwar sind die vielen Mutationen beunruhigend, könnten aber auch dazu führen, dass das Virus insgesamt instabiler und dadurch schwächer wird. Das Immunsystem der meisten Deutschen wurde schon mit Coronaimpfungen und durch Infektionen mit anderen Corona-Varianten „trainiert“. „Der Schutz vor schweren Verläufen ist immer noch gegeben“, wird der Molekularbiologe Ullrich Elling vom „Bayerischen Rundfunk“ zitiert.

In Deutschland dominiert immer noch BA.5

Es ist aktuell also noch fraglich, ob sich die neue Omikron-Variante BJ.1 schnell in Deutschland ausbreiten wird oder nicht. Ebenfalls unklar ist, ob diese Variante zu einem schweren Krankheitsverlauf führt. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) dominiert in Deutschland immer noch die Omikron-Variante BA.5 das Infektionsgeschehen.1 So sind 97 Prozent der Coronainfektionen auf diesen Subtyp zurückzuführen. Der aktuelle Wochenbericht des RKI vermeldet einen starken Rückgang der 7-Tage-Inzidenz um 14 Prozent in Kalenderwoche 34 im Vergleich zu KW 33.

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Besonders wichtig für die Lagebewertung der Pandemie sei laut dem RKI die Entwicklung der Zahl schwer verlaufender Erkrankungen. Wie die aktuellen Daten zeigen, werden pro 100.000 Einwohner etwa 2,3 Corona-Patienten mit einer schweren akuten Atemwegsinfektion im Krankenhaus behandelt. Die meisten von den Patienten sind über 80 Jahre alt.

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