Wie erwartet, ist Omikron BA.5 die derzeit vorherrschende Corona-Variante in Deutschland – mit welchen Symptomen geht die Infektion einher? Eine neue Begleiterscheinung sticht als besonders interessant hervor. Was bisher bekannt ist.
Die Omikron-Subvariante BA.5 breitet sich in Deutschland weiter aus. Das ist nicht besonders überraschend, denn Experten hatten die jetzt eingetretene Sommerwelle bereits vor Wochen prognostiziert. Laut dem aktuellen Wochenbericht des Robert Koch Institutes (RKI) verzeichnet die neue Variante demnach momentan das stärkste Wachstum.1 Wie gefährlich ist Omikron BA.5 und wie unterscheiden sich die Symptome von denen früherer Varianten? Eine neue Begleiterscheinung scheint besonders rätselhaft.
Da Omikron BA.5 erst seit wenigen Monaten Teil des Weltgeschehens ist, gibt es noch keine aussagekräftigen Studien dazu. Allerdings können Betroffene in Großbritannien mittels einer Smartphone-App, die Teil der „Zoe Covid Symptom Study“ ist, übermitteln, mit welchen Symptomen sie aktuell zu kämpfen haben.2 Dabei handelt es sich um sogenannte Anekdoten, die zwar wichtige Hinweise geben können, aber weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen bedürfen. Die derzeit am häufigsten gemeldeten Symptome bei Omikron BA.5 sind:
Fieber
Husten
Müdigkeit
Verlust des Geruchs- und Geschmackssinn
Kurzatmigkeit
Müdigkeit oder Erschöpfung
Gliederschmerzen
Kopfschmerzen
Halsschmerzen
Verstopfte oder laufende Nase
Appetitlosigkeit
Durchfall
Übelkeit
Nachtschweiß, einhergehend mit intensiven, lebendigen Träumen
Die wesentlichen Unterschiede zu den vorigen Varianten
Während der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns bei Alpha und Delta quasi Schicksal war, kommt dieses Symptom bei Omikron BA.5 nur noch selten vor. Auch wird weniger über heftigen Husten oder hohes Fieber geklagt. Offenbar greift die neue Variante die Lunge nicht mehr ganz so massiv an – das gilt vordergründig für geimpfte Personen. Herausstechend ist allerdings eine tief sitzende Abgeschlagenheit und Müdigkeit, die in dem Maße noch nicht bekannt war. Insgesamt ist Omikron BA.5 die bislang ansteckendste Corona-Variante, geht aber seltener mit schwereren Verläufen einher. Auch scheint die Inkubationszeit etwas kürzer auszufallen, sodass die ersten Symptome bereist ein bis zwei Tage nach der Infektion auftreten (FITBOOK berichtete) können. Zur Erinnerung: Bei Alpha zu Beginn der Pandemie vergingen zwischen Ansteckung und Krankheitsbeginn bis zu zehn Tage.
Rätselhaftes Omikron-Symptom: Klarträume und durchschwitzte Nächte
Eine recht häufige Begleiterscheinung, die momentan viel gemeldet wird, ist Nachtschweiß. Das ist nicht nur unangenehm, sondern bedeutet tägliches Bettwäsche und Schlafanzug Wechseln. Und da ist noch etwas: Betroffene berichten von sehr intensiven, lebendigen Träumen, die nicht selten in Albträume münden. Bei einigen erreicht das Traumerlebnis aber auch eine nie dagewesene, für viele sogar spirituell empfundene Dimension: Sie werden sich im Traum bewusst, dass sie träumen und können somit das Geschehen bewusst steuern. Klarträumen oder Lucid Dreaming nennt sich das Phänomen, für das es im „gesunden Zustand“ jede Menge Übung und viel Geduld braucht (FITBOOK berichtete). Eine ganz aktuelle Studie hat sich diesem Thema angenommen und festgestellt: Eine Coronainfektion greift massiv auf interessante Weise in unsere Traumwelt ein.3 Dies sollte aber auch für Neugierige kein Grund sein, sich vorsätzlich mit Omikron zu infizieren!
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