Wer möchte es nicht selbst haben: ein schönes, strahlendes Lächeln! Dazu gehören natürlich auch gesunde Zähne. Und die gibt es laut einem Europa-Ranking zum Thema Zahngesundheit in Deutschland zuhauf.
Gesunde Zähne sehen nicht nur gut aus und bewahren den Besitzer vor Schmerzen. Auf lange Sicht können kranke und unbehandelte Zähne auch zu anderen körperlichen Beschwerden und Krankheiten führen.1 Deshalb sind eine gute Zahnhygiene, eine zahnfreundliche Ernährung, sowie eine gute ärztliche Vorsorge wichtig. Die Experten des Zahnschienen-Start-ups „PlusDental“ veröffentlichten nun ein spannendes Ranking zum Thema Zahngesundheit. Dafür wurden 26 europäische Länder verglichen. Das Ergebnis: Deutsche Zähne landen im Europa-Vergleich weit vorne. Nur ein Land schneidet noch besser ab.
Die Experten wollten herausfinden, in welchen Ländern in Europa Zähne einen hohen Stellenwert haben und es daher um Mundgesundheit und Dentalprophylaxe gut bestellt ist. Zu diesem Zweck führten sie eine umfassende Datenanalyse durch und werteten Studien und Statistiken rund um Zahngesundheit aus. In diesen enthalten: Informationen über die Verbreitung von den Zähnen schadenden Lebensgewohnheiten, den aktuellen Stand der zahnmedizinischen Versorgung sowie den Einsatz öffentlicher Maßnahmen für die Zahngesundheit. Auf Basis dieser Analyse ermittelten die Experten den Zustand der Zahnversorgung in 26 europäischen Ländern und erstellten ein Ranking.2
Bei der Bewertung der Zahngesundheit ging es zum einen um medizinische Faktoren. Wie viele Zahnärzte pro Einwohner gibt es? Ist die ärztliche Versorgung gut? Wie hoch ist der Karies-Wert? Und welchen Stellenwert hat Zahngesundheit bereits bei Kindern? Auch Themen wie Mundhygiene oder Versicherungsschutz spielten eine Rolle. Schließlich betrachteten die Experten noch den Zähnen schadende Lebensgewohnheiten. Wie viel Zucker konsumieren die Menschen im jeweiligen Land, wie viele Softdrinks und wie viel Alkohol? Auch der Faktor Rauchen fand Beachtung.
In der Gesamtwertung hat es Deutschland auf den zweiten Platz geschafft. Nur Portugal schnitt noch besser ab. Weit abgeschlagen sind dagegen Niederlande, Polen und Lettland.
Atlas der Zahngesundheit
Zahnschädliche Lebensgewohnheiten
Platz
Nation
Zuckerkonsum Pro-Kopf-Konsum pro Jahr
Softdrink-Konsum Bevölkerungsanteil, der täglich Softdrinks konsumiert
Alkoholkonsum Pro-Kopf-Konsum pro Jahr in Litern
Rauchen Raucheranteil in %
1
Portugal
24 kg
0.09
10 L
0.12
2
Deutschland
35 kg
0.12
11 L
0.22
3
Finnland
32 kg
0.03
8 L
0.1
4
Schweden
37 kg
0.08
7 L
0.06
5
Dänemark
41 kg
0.08
10 L
0.12
6
Slowenien
24 kg
0.09
10 L
0.17
7
Frankreich
35 kg
0.1
12 L
0.18
8
Irland
29 kg
0.09
11 L
0.14
9
Ungarn
19 kg
0.12
11 L
0.19
10
Italien
27 kg
0.06
8 L
0.17
11
Belgien
45 kg
0.2
9 L
0.15
12
Vereinigtes Königreich
39 kg
0.09
10 L
0.19
13
Rumänien
21 kg
0.03
10 L
0.19
14
Griechenland
25 kg
0.04
6 L
0.24
15
Spanien
23 kg
0.06
10 L
0.2
16
Estland
34 kg
0.02
10 L
0.19
17
Litauen
31 kg
0.03
11 L
0.18
18
Malta
48 kg
0.12
8 L
0.19
19
Schweiz
50 kg
0.08
9 L
0.19
20
Slowakei
35 kg
0.09
10 L
0.2
21
Österreich
41 kg
0.08
12 L
0.2
22
Bulgarien
26 kg
0.12
11 L
0.29
23
Kroatien
44 kg
0.11
10 L
0.22
24
Niederlande
44 kg
0.12
8 L
0.15
25
Polen
44 kg
0.12
11 L
0.18
26
Lettland
42 kg
0.03
13 L
0.22
Source: PlusDental Embed Download image Created with Datawrapper
Besonders gut schneidet Deutschland beim Versicherungsschutz ab. In Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung laut Analyse 68 Prozent der zahnmedizinischen Behandlungskosten. Das ist ein europäischer Spitzenwert. Entsprechend niedrig sind für die einzelnen Bürger dann auch die finanziellen Belastungen beim Thema Zahngesundheit.
Doch die Deutschen können auch noch einiges tun, um ihre Zähne noch gesünder und so manchen Zahnarztbesuch überflüssig zu machen. Denn wenn es um den Zähnen schadende Lebensgewohnheiten geht, ist noch Luft nach oben. So nehmen Deutsche pro Jahr und Kopf 35 Kilogramm Zucker zu sich. Ungarn (19 Kilogramm pro Kopf und Jahr) macht vor, wie es besser geht. Und auch beim Konsum von Softdrinks, Alkohol und Zigaretten liegt Deutschland eher im Mittelfeld.
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