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Infektionskrankheit

Was man über Ebola wissen sollte – von Symptomen bis Schutz

Ebola ist auch als Ebola-Viruskrankheit oder Ebolafieber bekannt
Ebola ist auch als Ebola-Viruskrankheit oder Ebolafieber bekannt Foto: Getty Images
Mara Pollokat
Mara Pallokat

28. Oktober 2026, 13:31 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Ebola ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Bei einem schweren Verlauf kann sie zu Organversagen und inneren oder äußeren Blutungen führen. Doch welche Symptome treten auf, wie steckt man sich an und gibt es eine Impfung? FITBOOK beantwortet die wichtigsten Fragen.

Ebola beginnt häufig mit Beschwerden, die zunächst an eine Grippe oder andere Infektionskrankheiten erinnern. Die Erkrankung kann sich jedoch rasch verschlimmern. Besonders schwierig ist, dass es zu Beginn oft nicht möglich ist, Ebola allein anhand der Symptome von anderen Krankheiten zu unterscheiden. Eine schnelle Diagnose und medizinische Versorgung sind deshalb wichtig.

Welche Symptome verursacht Ebola?

Zu den ersten Anzeichen einer Ebola-Infektion gehören meist plötzlich einsetzendes Fieber, starke Müdigkeit, Schwäche, Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall hinzukommen. Auch Hautausschlag und gerötete Augen sind möglich. Bei schweren Verläufen können Blutungen auftreten, beispielsweise aus dem Zahnfleisch oder der Nase oder in Form von Blut im Erbrochenen oder Stuhl. Außerdem kann die Erkrankung die Leber und die Nieren schädigen und zu Kreislaufproblemen führen.1

Wichtig: Blutungen treten nicht bei allen Erkrankten auf. Auch Fieber, Durchfall und Gliederschmerzen sind keine eindeutigen Hinweise auf Ebola, da sie bei vielen anderen Infektionskrankheiten vorkommen. Gerade in den frühen Krankheitsstadien kann Ebola beispielsweise mit Malaria verwechselt werden. Eine sichere Diagnose ist nur durch geeignete Labortests möglich.

Was ist Ebola überhaupt?

Ebola, auch Ebola-Viruskrankheit oder Ebolafieber genannt, ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch bestimmte Viren aus der Familie der Filoviren verursacht wird. Sie kann den gesamten Körper betreffen und unter anderem die Blutgerinnung, die Gefäße und lebenswichtige Organe beeinträchtigen.

Es gibt verschiedene Ebola-Virusarten, darunter das Zaire-Ebolavirus, das Sudan-Ebolavirus und das Bundibugyo-Ebolavirus. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Impfstoffe und spezifische Medikamente nicht automatisch gegen alle Virusarten wirken.

Wie wird Ebola übertragen?

Ebola-Viren können von Tieren auf Menschen übergehen. Als mögliche natürliche Wirte gelten bestimmte Flughunde. Auch der Kontakt mit infizierten Wildtieren oder deren Körperflüssigkeiten kann eine Ansteckung verursachen. Von Mensch zu Mensch wird das Virus vor allem durch direkten Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten einer infizierten Person übertragen. Dazu gehören etwa Speichel, Schweiß, Urin, Stuhl und Erbrochenes. Auch Gegenstände wie Kleidung, Bettwäsche oder medizinische Instrumente können ein Übertragungsrisiko darstellen, wenn sie mit infektiösen Körperflüssigkeiten verunreinigt sind.

Besonders gefährdet sind Angehörige, die Erkrankte pflegen, sowie medizinisches Personal. Auch bei Bestattungen kann es zu Infektionen kommen, wenn Menschen mit dem Körper eines Verstorbenen in Kontakt kommen. Ebola verbreitet sich nicht wie typische Atemwegsviren allein dadurch, dass sich eine infizierte Person in der Nähe aufhält. Menschen gelten in der Regel erst dann als ansteckend, wenn sie Symptome entwickeln.

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Zwischen der Ansteckung und den ersten Beschwerden liegen meist zwei bis 21 Tage. Diese Zeit wird als Inkubationszeit bezeichnet. In dieser Phase treten noch keine Symptome auf.

Nach einem möglichen Kontakt zu einer infizierten Person bedeutet eine zunächst symptomfreie Zeit deshalb nicht automatisch, dass eine Infektion ausgeschlossen ist. Bei einem begründeten Verdacht müssen die Gesundheitsbehörden informiert und geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Wie gefährlich ist Ebola?

Ebola kann tödlich verlaufen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die Sterblichkeit bei früheren Ausbrüchen im Durchschnitt bei etwa 50 Prozent.2 Je nach Ausbruch lag sie zwischen 25 und 90 Prozent. Diese Werte lassen sich nicht ohne Weiteres auf jeden Ausbruch übertragen. Der Verlauf hängt unter anderem von der Virusart, dem Gesundheitszustand der betroffenen Person und der verfügbaren Versorgung ab.

Bei schweren Erkrankungen können Flüssigkeitsverlust, Kreislaufprobleme und Schäden an lebenswichtigen Organen lebensbedrohlich werden. Manche Menschen leiden auch nach überstandener Infektion länger unter Beschwerden wie Erschöpfung sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Wie wird Ebola behandelt?

Eine möglichst frühe medizinische Versorgung ist entscheidend. Zur Behandlung gehören unter anderem der Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolytverlusten, die Linderung der Beschwerden und die Unterstützung lebenswichtiger Organfunktionen. Erkrankte müssen in geeigneten medizinischen Einrichtungen versorgt werden, in denen das Personal durch strenge Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung geschützt ist.

Für Erkrankungen durch das Zaire-Ebolavirus stehen spezifische Antikörpertherapien zur Verfügung. Sie sind jedoch nicht automatisch gegen andere Ebola-Virusarten wirksam. Für die Bundibugyo-Variante gibt es bislang keine zugelassene spezifische Therapie. An möglichen Behandlungen wird geforscht.

Gibt es eine Impfung gegen Ebola?

Ja, allerdings nicht gegen alle Ebola-Virusarten. Ein zugelassener Impfstoff, Ervebo, schützt vor der durch das Zaire-Ebolavirus verursachten Erkrankung. Er wird unter anderem bei Ausbrüchen dieser Virusart eingesetzt.

Gegen die Bundibugyo-Variante gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff. Forscher untersuchen, ob bestehende Impfstoffe auch gegen diese Variante schützen könnten und welche neuen Impfstoffe infrage kommen. Ob solche Ansätze wirksam sind, muss wissenschaftlich geprüft werden.

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Wie kann man sich vor Ebola schützen?

Der wichtigste Schutz besteht darin, den Kontakt mit infizierten Menschen und deren Körperflüssigkeiten zu vermeiden. In betroffenen Gebieten sind die Hinweise der Gesundheitsbehörden entscheidend. Medizinisches Personal benötigt geeignete Schutzausrüstung und muss strenge Hygiene- und Isolationsmaßnahmen einhalten.

Auch der sichere Umgang mit Verstorbenen ist wichtig, um weitere Infektionen zu verhindern. In Gebieten mit Ebola-Ausbrüchen sollten Reisende außerdem die Empfehlungen der örtlichen Behörden beachten und den Kontakt zu erkrankten Menschen vermeiden.

Wer aus einem betroffenen Gebiet zurückkehrt und Symptome entwickelt, sollte medizinische Hilfe suchen und vorher telefonisch auf den Aufenthalt und einen möglichen Kontakt hinweisen. So können geeignete Schutzmaßnahmen vorbereitet werden.

Wie groß ist das Risiko in Deutschland?

Für Menschen ohne Aufenthalt in einem betroffenen Gebiet und ohne Kontakt zu einer infizierten Person ist das Risiko einer Ebola-Ansteckung in Deutschland sehr gering. Eine Einschleppung lässt sich grundsätzlich nicht völlig ausschließen. Durch die Isolation von Verdachtsfällen, Labordiagnostik und die Ermittlung von Kontaktpersonen kann eine weitere Ausbreitung jedoch eingedämmt werden.

Allein aufgrund von Nachrichten über einen Ebola-Ausbruch, wie etwa in der Demokratischen Republik Kongo, besteht für die Allgemeinbevölkerung in Deutschland daher kein Anlass, von einer unmittelbaren Ansteckungsgefahr auszugehen.3 Wer allerdings möglicherweise Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte unverzüglich medizinischen Rat einholen und den Kontakt vorab telefonisch ankündigen.

Quellen

  1. Robert Koch Institut. Erreger und Erkrankung. Erreger und Erkrankung (aufgerufen am 27.10.2026) ↩︎
  2. World Health Organization. Ebola disease (aufgerufen am 27.10.2026) ↩︎
  3. Tagesschau. Mehr als 10.000 Ebola-Fälle bestätigt (aufgerufen am 27.10.2026) ↩︎

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