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Filmcrew besorgt um Hollywood-Star

Channing Tatum nahm 30 Kilo ab: »Ich konnte einfach nicht aufhören!

Channing Tatum verlor für „Roofman“ 30 Kilo
In „Roofman“ spielt Channing Tatum einen berüchtigten Kriminellen Foto: Getty Images
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Melanie Hoffmann
Ernährungs-, Fitness- und Schlafexpertin

4. September 2025, 15:52 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Dass Schauspieler für Rollen teils unfassbare Transformationen vollziehen, ist in Hollywood gang und gäbe. Wenn sich eine Filmcrew also Sorgen um einen Star macht, ist das ein klares Zeichen dafür, wie extrem und alarmierend eine Veränderung sein muss. So war es wohl kürzlich bei Channing Tatum der Fall. Er nahm für einen Film 30 Kilo ab – was offenbar mehr als geplant und besorgniserregend viel war.

„Ich hatte gerade erst 110 Kilo erreicht, und wollte dann wieder runter. Das Ziel waren 84 Kilo. Aber als ich dann einmal losgelegt hatte und die Drehtage dazukamen, wurden es einfach immer weniger. Ich landete bei etwa 78 Kilo“, offenbarte Channing Tatum jetzt in einem Interview mit „Variety“ die Tatsache, dass er irgendwie nicht hatte aufhören können, weiter abzunehmen! Dies forderte körperlich so einen großen Tribut, dass die Leute um ihn herum es kaum mitansehen konnten. Die Filmcrew von „Roofman“ machte sich große Sorgen. „Gib‘ ihm ein Steak“ hieß es laut Tatum am Set daher ständig. „Ich sah an mir runter und dachte: Ja, das ist echt krass.“

„Eine große Leere“

Gewicht zu verlieren, war Channing Tatums eigene Idee. Er glaubte, seine Rolle in „Roofman“ nur glaubwürdig darstellen zu können, wenn er abnähme. Verständlich, denn er spielt in dem Film den als „Rooftop Rober“ oder „Roofman“ bekannten Kriminellen Jeffrey Allen Manchester, der über Dächer in McDonald’s- sowie Toys-R-Us-Filialen einbrach und sich in Letzterem sogar monatelang versteckte.

Wenn sich der Schauspieler jetzt an die Dreharbeiten zurückerinnert und Aufnahmen aus der Zeit sieht, kommt ihm vor allem eins in den Sinn: „Da war eine große Leere und Traurigkeit, eine große Suche nach etwas, das einen füllt. Ja, wenn ich mich sehe, dann sehe ich da vor allem Leere.“

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Ja zum Abnehmen – aber anders als früher

Bereits im Frühjahr 2025 waren Channing Tatums auffällige Gewichtszunahmen und ‑abnahmen für Rollen Thema (FITBOOK berichtete). Er selbst erklärte in einem Instagram-Post: „Ich werde keine ‚dicken Rollen‘ mehr annehmen.“ Seine Begründung: „Es ist zu hart für den Körper und zu schwer, wieder abzunehmen.“

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Immerhin scheint der Schauspieler – womöglich gezwungen dadurch, dass sein Körper Gewicht mit zunehmendem Alter schwieriger verliert – gelernt zu haben, auf gesünderem Weg abzunehmen. Im Gespräch mit „Variety“ erzählte er jetzt: „Früher habe ich in drei Wochen 30 Pfund (ca. 14 Kilogramm; A. d. R.) verloren. Ich habe einfach gehungert – die Model-Diät.“ Heute setzt er für diese Herausforderung nicht mehr auf Crash-Diäten, wie er betonte: „Ich habe eine großartige Ernährungsberaterin, die mir geholfen hat, endlich Gemüse essen zu können. Eigentlich mag ich nämlich kein Gemüse. Das ist so ein Textur-Ding.“

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Ungesunde Transformation für „Magic Mike“

Auch in der Vergangenheit transformierte Channing Tatum seinen Körper für Rollen, verlor unzählige Kilo an Körperfett und stählte seine Muskeln – allen voran für die „Magic Mike“-Filmreihe. Dafür trainierte der Schauspieler über Monate fleißig, hungerte, wenn nötig, und gibt mittlerweile offen zu, wie ungesund dieses Verhalten war.

In der US-TV-Sendung „The Kelly Clarkson Show“ erklärte Tatum vor Jahren: „Selbst wenn du trainierst, ist es nicht natürlich, so in Form zu sein. Ich glaube nicht, dass es gesund ist, wenn du einen so fettfreien Körper hast. Ich weiß nicht, wie Leute, die den ganzen Tag arbeiten, tatsächlich in Form bleiben, weil es mein Vollzeitjob ist und selbst ich es kaum schaffe.“

Ist häufiges Zu- und Abnehmen riskant?

Wenn es rein um das Zulegen und Verlieren von Gewicht geht, scheint dies zunächst nicht bewiesenermaßen schädlich zu sein. So lautete zumindest die Einschätzung von Ernährungsmediziner und Diabetologe Matthias Riedl, als FITBOOK ihn 2021 dazu befragte. Anlass war damals die extreme Gewichtsfluktuation bei Mark Wahlberg. „Der Wechsel von Zu- und Abnehmen an sich ist erst mal nicht problematisch. Es gibt zumindest keine Studien, die belegen, dass das Auf und Ab des Gewichts ein für sich isolierter Risikofaktor für eine schlechtere Gesundheit ist. Wir wissen, dass der Mensch solche Zeiten immer gehabt hat. Das heißt, er hatte mal viel zu essen und dann war die Versorgung mal etwas magerer. Es ist daher sogar gut, wenn wir Reserven immer mal wieder auf null herunterfahren. Das braucht der Körper“, so der Experte.

Ungesund sind wahrscheinlich eher die Strategien, die Hollywood-Stars anwenden, um ein Zielgewicht in möglichst kürzester Zeit zu erreichen. Das startet bei extremen Fitnessbelastungen mit Verletzungsrisiken, geht weiter über Crash-Diäten und endet bei medikamentöser (z. B. harntreibenden Mitteln) oder hormoneller Hilfe.

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