Diese Gewohnheiten begünstigen die Ansammlung von Bauchfett
Bauchfett gilt als Faktor für zahlreiche Erkrankungen. Bestimmte Gewohnheiten fördern eine vermehrte Einlagerung. Foto: Getty Images, Wolf Lux; Collage: FITBOOK
Wie sich Körpermasse im Körper verteilt, hängt nicht allein vom Gewicht ab. Alltägliche Verhaltensmuster wie Esszeiten, Lebensmittelauswahl und körperliche Aktivität beeinflussen maßgeblich, wo sich Körperfett anreichert. Forscher haben untersucht, welche Gewohnheiten Bauchfett begünstigen.
Was wurde in der Studie untersucht?
Eine italienische Studie analysierte, wie Essgewohnheiten, Lebensmittelauswahl und körperliche Aktivität mit der Verteilung von Körperfett zusammenhängen. Untersucht wurden 1640 erwachsene Patienten.1 Entscheidend war dabei nicht das Körpergewicht allein, sondern ein spezieller Messwert namens ABSI (A Body Shape Index). Dieser beschreibt, wie stark sich Fett im Bauchraum ansammelt – unabhängig von Größe und Gewicht.
Das viszerale Fett gilt als gesundheitlich besonders relevant, da es eng mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Störungen des Stoffwechsels verbunden ist. Die Auswertung basierte auf siebentägigen Ernährungsprotokollen, Messungen von Taille, Körpergröße und Gewicht sowie strukturierten Fragebögen zu Essverhalten und Bewegung.
Den besten Schutz vor Bauchfett bot regelmäßiger Sport. Wer aktiv war, hatte unabhängig vom Gewicht deutlich bessere Werte. Besonders ungünstig wirkte sich hingegen aus, wenn Teilnehmer nachts aufwachten, um zu essen. Dieses Verhalten hing klar mit mehr Bauchfett zusammen.
Außerdem zeigte sich:
Wer eine ausgeprägte Vorliebe für Süßes (statt Salzigem) hatte, wies ungünstigere Werte auf.
Personen, die häufiger Hülsenfrüchte und Fisch aßen, aber auf verarbeitetes Fleisch (wie Wurst) verzichteten, hatten eine günstigere Fettverteilung.
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Was bedeutet die Studie?
Selbst bei gleichem Gewicht kann die Fettverteilung völlig unterschiedlich sein. Bewegungsmangel und das nächtliche Aufstehen, um zu essen, stehen dabei in direktem Zusammenhang mit riskantem Bauchfett. Eine pflanzen- und fischbetonte Eiweißwahl wirkte sich positiv aus. In Bezug auf die nächtliche Nahrungsaufnahme vermuten die Forscher, dass es besonders schädlich ist, weil es den natürlichen Biorhythmus des Stoffwechsels stört. Wichtig zur Einordnung: Die Studie zeigt statistische Zusammenhänge auf Basis von Selbstauskünften, liefert aber keine strengen Ursache-Wirkungs-Beweise.
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