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Supergewürz

Dieses Gewürz soll den Blutdruck senken und beim Abnehmen helfen!

Zimtstangen und Zimtpulver
Zimt ist nicht nur lecker, sondern soll auch beim Abnehmen helfen. Allerdings sollte man nicht zu viel von dem Gewürz verwenden, da es der Gesundheit schaden kann.
Foto: Getty Images

Zimt ist nicht nur ein leckeres Gewürz, das den wohligen Geruch von Weihnachten versprüht. Ihm werden auch etliche positive Eigenschaften nachgesagt. Vor allem soll er beim Abnehmen helfen und die Fettpolster „schmelzen“ lassen. Aber ist da was dran?

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Während Zimt in der Vergangenheit fast ausschließlich als Gewürz für Backäpfel, Lebkuchen und andere schmackhafte Gerichte rund um Weihnachten diente, landet er heute immer öfter als Zuckerersatz in Tee und Kaffee. Dabei weiß er nicht nur durch seinen anregenden Duft und den würzigen Geschmack zu punkten, sondern auch durch die positiven Eigenschaften, die ihm nachgesagt werden. So hört man etwa regelmäßig, dass Zimt ein echter Fatburner sei. Doch stimmt das wirklich?

Schaut man sich die vorhandenen Studien zu Zimt an, stellt man fest, dass das Gewürz zwar keinen direkten Einfluss auf den Fettstoffwechsel hat, aber indirekt beim Abnehmen helfen könnte.

Zimt hilft womöglich den Blutzucker zu senken

 Aber: Ob der Effekt bei gesunden Menschen genauso stark ist, wurde bislang nicht untersucht.

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Vorsicht! Zu viel Zimt kann giftig sein

Nun könnte man meinen, dass Zimt als großzügige Zugabe zu Getränken und Speisen im Laufe des Tages den Zuckerspiegel konstant niedrig hält und man so schneller abnimmt. Doch zu viel Zimt kann gefährlich werden.

Das Problem: Zimt enthält den Stoff Cumarin und dieser wirkt in größeren Mengen toxisch. So warnen sowohl das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass eine hochdosierte Einnahme von Cumarin über einen längeren Zeitraum bei empfindlichen Personen Leberschäden verursachen kann.

Insbesondere der günstige Cassia-Zimt, welcher meistens in Lebensmitteln verwendet wird, enthält deutlich mehr Cumarin als der edlere Ceylon-Zimt. Laut der Organisation Foodwatch enthält Ceylon-Zimt nur etwa 0,02 Gramm Cumarin pro Kilogramm, während in einem Kilogramm Cassia-Zimt im Schnitt etwa 2 Gramm Cumarin enthalten sind. Allerdings berichtet das BfR, dass auch schon bis zu 10 Gramm Cumarin in einem Kilo Cassia-Zimt gemessen worden sind.

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Das BfR hat für Erwachsene eine unbedenkliche Tagesdosis von zwei Gramm Cassia-Zimt bei einem Körpergewicht von 60 Kilogramm errechnet. Das entspricht etwas weniger als einem gestrichenen Teelöffel. Auf Nummer sicher geht man, wenn man zu dem Cumarin-armen Ceylon-Zimt greift, der allerdings nicht überall erhältlich ist. Außerdem sollte man bei Nahrungsergänzungsmitteln auf Zimtbasis aufpassen, da hier schnell mal der vom BfR empfohlene Tageseinnahmewert für Cumarin überschritten wird. Weitere Infos zu den Risiken und der Dosierung von Cumarin und Zimt finden Sie hier.

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Fazit

Als schmackhaftes Gewürz zum Verfeinern von Speisen und Getränken können Sie Zimt bedenkenlos nutzen, solange Sie nicht überdosieren. Zudem gibt es Hinweise, aber keine eindeutigen Beweise dafür, dass es den Blutzucker senken und somit beim Abnehmen helfen kann. Da jedoch im weit verbreiteten Cassia-Zimt viel Cumarin enthalten ist, das die Leber schädigen kann, sollten Sie es nicht dauerhaft in hohen Mengen nehmen. Wenn möglich, lieber den Cumarin-armen Ceylon-Zimt verwenden.

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