19. August 2025, 11:09 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Schauspieler nehmen für ihre Traumrollen häufig große Strapazen auf sich. Es gilt, neue Dialekte oder Fähigkeiten wie Instrumente spielen zu lernen. Oft geht es körperlich wie mental anspruchsvoll zu. Davon kann offenbar auch Hollywood-Star Mila Kunis ein Lied singen: Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums von „Black Swan“ verriet sie jetzt, wie sie sich auf die Rolle der Balletttänzerin vorbereitet hat. Es wirkt ganz so, als sei diese Zeit die womöglich härteste ihrer Karriere gewesen. Denn u. a. standen täglich unfassbare zwölf Stunden Tanztraining auf dem Plan!
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Zehn Jahre lang arbeiteten Regisseur Darren Aronofsky und die spätere Hauptdarstellerin des Films, Natalie Portman, daran, „Black Swan“, einen Horrorfilm über Ballett, zu realisieren. Portman war es auch, die Mila Kunis für die Nebenrolle ihrer Kontrahentin vorschlug. Ihr Argument: Kunis habe früher Ballett getanzt und somit Erfahrung. Dass dies wohl etwas übertrieben war, klärte Mila Kunis jetzt in einem „Vogue“-Interview auf. „Ich glaube, ich habe gesagt: ‚Ich habe einmal getanzt‘, und das wurde dann so verdreht, als hätte ich auf Spitze getanzt“, betonte Kunis. Egal, am Ende erhielt sie bekanntlich die Rolle, sicher auch, da sie Aronofsky versicherte, dafür alles zu tun, was nötig sei. Tatsächlich verlangte „Black Swan“ von Mila Kunis sehr viel ab. Sie musste sich optisch und bezüglich ihres tänzerischen Könnens in eine überzeugende Primaballerina verwandeln.
„Sehr wenig essen und sehr viel tanzen“
„Meine Vorbereitung bestand aus viel Tanzen und sehr wenig Essen – ich weiß, dass man so etwas eigentlich nicht sagen sollte, aber es ist die Wahrheit“, berichtete Mila Kunis jetzt im Rückblick. Dabei wurde die Schauspielerin im Interview noch konkreter und erklärte, was dies bedeutete. „Ich habe viel Brühe getrunken und zwölf Stunden am Tag getanzt“, so Kunis.
Aus den ursprünglich geplanten drei Monaten Vorbereitungszeit wurden aufgrund einer Verschiebung des Drehstarts letztendlich sechs Monate. Dies bedeutete einerseits, dass Mila Kunis die extreme Diät länger durchhalten musste, andererseits freuten sie und Kollegin Natalie Portman sich darüber, dass sie mehr Zeit zum Ballettlernen hatten.
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Blaue Flecken und ausgerenkte Schulter
Nicht nur die Vorbereitung auf „Black Swan“ war für die Darstellerinnen extrem strapazierend. Auch die Dreharbeiten forderten sie enorm. „Wir haben diese Tanzszenen stundenlang gedreht, und ich hatte überall an den Rippen blaue Flecken, weil ich immer wieder hochgehoben wurde“, erinnert sich Kunis. „Außerdem habe ich mir ziemlich früh in der Produktion die Schulter ausgerenkt und dachte, ich wäre völlig am Ende, aber Darren schickte mich zu einem Akupunkteur, und irgendwie ging es mir danach wieder völlig gut.“
Mila Kunis‘ Erfahrung kommt nah an das Leben echter Balletttänzer heran
Was Mila Kunis und Natalie Portman „nur“ einige Monate vor dem Film und während der Dreharbeiten durchmachten, gehört zum Alltag von Ballettänzern einfach dazu. Davon erzählte uns Ballerina Louisa Paterson, die am Berliner Friedrichstadt-Palast ein gefeierter Star war, vor einigen Jahren im FITBOOK-Interview. Sie kritisierte das kategorische Schlechtmachen von Essen in Ballettschulen. Obwohl sie und andere junge Tänzer und Tänzerinnen an ihrer Seite den ganzen Tag Sport getrieben hätten, sei Essen verpönt gewesen. Zwar habe man den Mädels nie gesagt, dass sie hungern sollen, man habe sie in Ernährungsfragen aber völlig alleine gelassen und dadurch schwer verunsichert. Mehr noch! „Wenn sie uns ‚zu viel‘ oder Kohlenhydrate essen sahen, schauten sie uns missbilligend an, und dann hieß es immer: ‚Esst das nicht.‘ Nur haben sie uns nie gesagt, was wir essen sollen. Letzten Endes haben wir dann gedacht, dass wir gar nichts essen dürfen“, verriet Paterson.