16. März 2026, 20:02 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Für Fans von Michael B. Jordan ist sein neuer Film „Blood & Sinners“ ein besonderes Schmankerl. Der Schauspieler ist dort in einer Doppelrolle zu sehen: Er spielt Zwillingsbrüder. Und die sind – wie es bei Jordans Rollen meistens der Fall ist – auffällig muskulös und durchtrainiert. Der frisch ausgezeichnete Oscarpreisträger scheint seine Fitnessroutine für beeindruckende Hollywood-Muskeln perfektioniert zu haben. Begonnen hat alles mit der Vorbereitung zu seinem Film „Creed“, der 2015 in den Kinos lief.
Wie genau sich Michael B. Jordan für seine gefeierte Doppelrolle körperlich vorbereitet hat, ist nicht bekannt. „Men’s Health Australia“ berichtete nur, dass sich der Schauspieler für das Training erneut mit Corey Calliet zusammentat, dem Trainer, mit dem er seine Transformation vor mehr als zehn Jahren erstmals schaffte, damals für „Creed“. Sowohl Jordan als auch Calliet haben in verschiedenen Interviews Details über ihre gemeinsame Fitness-Arbeit verraten. So ergibt sich ein Bild über die Art von Training, der Michael B. Jordan seinen durchtrainierten Körper zu verdanken hat.
Michael B. Jordan war nicht schon immer Kraftsportler
Vor dem Film „Creed“, in dem er einen Boxer darstellte, hatte Michael B. Jordan mit Krafttraining nicht viel am Hut. Das verriet sein Trainer vor Jahren in einem Interview: „Als wir anfingen, konnte er kaum 20 Pfund (ca. 9 kg, A. d. R.) auf der Bank drücken, seine Beine zappelten überall herum. Früher hat er das alles gehasst.“1 Neben Boxtraining musste der Schauspieler damals auch im Gym schwitzen, um sich zum ersten Mal bewusst Muskeln aufzubauen.
Dafür musste der heute 39-Jährige nicht nur Gewichte stemmen, sein Trainer brachte auch sein Herz in Schwung. Form und Technik der Übungen standen an erster Stelle. Sobald diese saßen, achtete Calliet auch stets darauf, seinen berühmten Klienten mit erhöhter Intensität in den Kraft-Ausdauer-Bereich zu bekommen. „Ich möchte die Herzfrequenz erhöhen, auch beim Gewichtestemmen. Ich mag es nicht, nur möglichst hohes Gewicht zu stemmen und dann herumzusitzen und zu entspannen“, verriet er in einem „Men’s Health“-Interview von 2023.
Unterschiedliche Rollen – unterschiedliche Fitnessanforderungen
Seit „Creed“, der 2015 im Kino lief, scheint Michael B. Jordan zumindest den Basics seiner erlernten Fitnessroutine treu geblieben zu sein. Denn seitdem sah man ihn in vielen weiteren Filmen in körperlicher Bestform. So folgten zwei weitere „Creed“-Filme, mit „Black Panther“ zwei Superheldenfilme sowie eine Performance als Navy Seal in „Tom Clancy’s Gnadenlos“.
Sie alle hatten gemeinsam, dass Jordan fit aussehen und sein musste, stellten aber unterschiedliche Herausforderungen an die Art der erforderlichen Fitness. Boxen unterscheidet sich von der Darstellung eines Marvel-Schurken. Optisch und in Bewegungsabläufen einen Elite-Soldaten überzeugend darstellen zu können, erfordert wieder etwas anderes vom Körper.
Deshalb galt es, das Training an die jeweiligen Rollen optimal anzupassen. „Der Fokus bei ‚Creed’ lag darauf, einen athletischen Spitzenkörper zu entwickeln – das bedeutete Boxtraining, Techniktraining im Ring sowie Kraft- und Konditionseinheiten“, erzählte Jordans Trainer der „Men’s Health Australia“ 2021. „Bei ‚Black Panther‘ hingegen habe ich einen Trainingsansatz aus dem Bodybuilding umgesetzt, mit Schwerpunkt auf Muskelaufbau und Ästhetik, ergänzt durch strategisch eingesetztes Cardio, um seinen Zuwachs an fettfreier Muskelmasse zu unterstützen – täglich höchstens 25 bis 30 Minuten im Vergleich zu den Stunden Cardio, die er während des Boxtrainings absolvierte.“
Das Training von „Creed“-Star Michael B. Jordan
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Wie Jordan sein Hollywood-Training in sein Privatleben übertrug
Sich einige Monate lang für Rollen in Form zu stemmen und zu schwitzen, ist das eine. Ein anderer Schritt ist, das Gelernte auch ins Privatleben zu übertragen. Das ist Jordan offenbar gut gelungen. 2017 gab er selbst ein paar Details zu seiner Trainingsroutine bekannt und die enthielt damals einiges, das er speziell im Rahmen von „Creed“ gelernt hatte. So setzte er auf eine Mischung aus getimten Cardioeinheiten und Krafttraining in Form von Intervalleinheiten. Bei den Intervallen konzentrierte er sich immer auf spezifische Muskelgruppen wie Bauch, Arme und Beine. Calliet führte den Schauspieler zudem in Crossfit ein.
„Ich habe zwei- bis dreimal täglich, sechs Tage pro Woche trainiert“, offenbarte Jordan 2015 während eines Auftritts bei „Good Morning America“. „Wenn man das konsequent etwa zehn Monate lang macht, dann wird sich der Körper verändern.“ Darüber hinaus wird diese Routine sicher auch mental bei Jordan etwas verändert haben. Wer es einmal schafft, so diszipliniert auf ein körperliches Ziel hinzuarbeiten, seinen Körper dabei genau verstehen lernt und die effektivsten Trainingsmethoden kennenlernt, kann auf dieses Wissen jederzeit wieder schnell zugreifen – ob beruflich oder privat.
Auch mal einen Gang herunterschalten
So, wie Michael B. Jordan heute genau weiß, wie er körperlich fit wird und seinen Muskel-Body formt, weiß er aber auch, wie er einen Gang herunterschalten kann – ohne ganz aus dem Training zu fallen. „Seitdem ich etwas wählerischer mit den Rollen, die ich spiele, geworden bin, hat sich meine Freizeit etwas vergrößert. Ich beginne, neu zu definieren – ich möchte eine gesunde Balance finden, in der es darum geht, auf gesunde Weise ins Schwitzen zu kommen“, erklärte er 2023 in einem Interview mit „People“. Konkret bedeutet das für den Schauspieler: weniger intensive und kräftezehrende Gym-Einheiten, dafür lieber schwimmen, Freizeitsport betreiben und mit seinem kleinen Neffen spielen. Und auch Dehnen hat Jordan in der zweiten Hälfte seiner 30er für sich entdeckt.