25. September 2022, 18:58 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
In Berlin wird nicht nur ein neuer Weltrekord über die Marathon-Strecke durch Eliud Kipchoge aufgestellt. Die Zuschauer konnten auch einem Ex-Fußballweltmeister aus Brasilien zujubeln. Kaká gab sein Debüt über die Königsdisziplin im Laufsport – mit beachtlicher Zeit.
Wenn in Berlin feinstes Laufwetter herrscht und mit Eliud Kipchoge auch noch der derzeit beste Langstreckenläufer der Welt am Start ist, scheint ein neuer Marathon-Weltrekord in der Luft zu liegen. Neben den Elite-Läufern machten sich beim Marathon-Klassiker in der Hauptstadt auch wieder 45.000 Amateur- und Hobbyläufer auf die Strecke – darunter der prominente Ex-Fußballstar Kaká.
Neuer Marathon-Weltrekord für Eliud Kipchoge
Der Kenianer Eliud Kipchoge (37) stellte 2018 die bisherige Marathon-Bestmarke mit 2:01:39 Stunden auf. Dieses Mal flog er nochmal 30 Sekunden schneller über die 42,195 Kilometer in Berlin. Seine Zielzeit: 2:01:09 – Weltrekord!
Kipchoge hatte 2019 als erster Mensch eine Marathon-Zeit von unter Stunden geschafft, genauer gesagt 1:59:40 Stunden. Diese wurde allerdings nicht als offizieller Weltrekord anerkannt, da sie „unter Laborbedingungen“ gelaufen wurde. Er durfte bei diesem Versuch bspw. von auswechselbaren Tempoläufern profitieren, die ihn über den flachen Rundkurs auf dem Wiener Prater „zogen“.
In Berlin musste Eliud Kipchoge ab Kilometer 25 sein Rennen alleine laufen, nachdem sein letzter Helfer ausgestiegen war. Umso beachtlicher sein neuer Weltrekord!
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Einer, der sich mindestens genauso gefreut haben dürfte, ist Kaká (40). Der Fußballweltmeister von 2002 aus Brasilien ging zum ersten Mal über die Distanz an den Start und lief unter 45.000 weiteren Läuferinnen und Läufern ins Ziel. Seine Zeit ist dabei beachtlich: 3:38:06 Stunden! Damit war er etwas schneller als die von ihm anvisierte Zeit von 3 Stunden 40 Minuten, wie er am Freitag in der Pressekonferenz ankündigte. Im Ziel hob er dankend die Hände gen Himmel – sichtlich dankbar und erschöpft.
Kaká beim Zieleinlauf in Berlin Foto: Getty Images
Kakás Trainer hatte dem ehemaligen Weltfußballer geraten, in der deutschen Hauptstadt seinen ersten Marathon zu laufen. „Ein flacher Marathon, eine sehr gute Stadt, gute Atmosphäre – das gesamte Paket hat mich dazu gebracht, in Berlin zu laufen“, so Kaká in der PK.
Mit seiner Zeit war Kaká übrigens etwas langsamer als Ex-Bayern-Star Arjen Robben (38), der im April 2022 in Amsterdam seinen ersten Marathon lief. Der Niederländer finishte in 3:13:57 Stunden.
Neben der Fabelzeit von Eliud Kipchoge gab es noch weitere herausragende Zeiten zu bejubeln. Bei den Frauen knackte die Außenseiterin Tigist Assefa in 2:15:37 Stunden den Streckenrekord. Es ist drittschnellste je von einer Frau gelaufene Zeit überhaupt. Die junge Äthiopierin (28) unterbot ihre eigene Bestzeit um 18 Minuten.
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