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Nachgefragt beim Fitnessprofessor

Ist Rotation beim Kurzhanteltraining wirklich sinnvoll?

Bankdrücken mit Kurzhanteln
Rotation beim „Kurzhanteldrücken“ soll den Trainingseffekt verstärken. Der Fitnessprofessor sieht das ein bisschen anders.
Foto: Getty Images

Bankdrücken mit Kurzhanteln zielt auf die Brustmuskulatur ab. Wer den Trainingseffekt maximieren will, sollte eine Drehbewegung in die Übung integrieren – das wird zumindest an verschiedenen Stellen im Netz behauptet. Was diese Rotation wirklich bringt? Der Fitnessprofessor klärt auf.

Von Prof. Dr. Stephan Geisler

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Warum Kurzhanteln beim Bankdrücken?

Bankdrücken mit Kurzhanteln ist eine sehr beliebte Übung im Fitnessclub. Man kann sie auf einer flachen oder einer leicht schrägen Bank ausführen, sprich positiv oder negativ. Die Partien, die beim Bankdrücken mit Kurzhanteln primär trainiert werden, sind der große Brustmuskel, also der M. Pectoralis major, der vordere Schultermuskel (M. Deltoideus pars clavicularis) und der Armstrecker (M. Triceps brachii).

Und hier ist es wichtig, sich mit der korrekten Position auseinanderzusetzen.

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Jugendliche im Fitnessstudio

Lassen Sie sich nichts erzählen! Rotation ist beim Bankdrücken mit Kurzhanteln nicht wirklich sinnvoll.
Foto: Getty Images

Rotation? Lieber nicht!

Häufig wird beim Bankdrücken mit Kurzhanteln rotiert. Das sieht in den meisten Fällen so aus, dass der Trainierende die Hanteln im tiefen Bereich parallel zum Oberarm hält, also in Innenrotation der Schulter, dann beim Hochdrücken die Hanteln quasi zusammenführt und am Ende parallel zum Rumpf hat – in Außenrotation des Schultergelenkes. Hierzu hätte ich ein paar kritische Anmerkungen.

Ein weiterer Blick in die knöcherne Anatomie des Schultergürtels zeigt, dass gerade in der unteren Position eine Innenrotation der Schulter, beziehungsweise des Armes, eine gewisse Enge im Schulterbereich erzeugt. Das kann bei vielen zu Problemen im Schultergelenk führen. Hier würde also auch eine Rotation nach außen etwas mehr Sinn machen, zumal damit auch die Bewegungsamplitude („Range of Motion“) etwas vergrößert wird.

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Wenn Sie sich jetzt fragen, warum das dann so viele falsch machen, dann würde ich hier auf das Phänomen, „der mit den dicksten Armen hat im Gym immer Recht“ hinweisen und wage, entschieden dagegen zu insistieren. Denn: Die Anatomie lässt da keinen anderen Rückschluss zu! Aber bevor Sie mich auf der nächsten FIBO mit faulen Äpfeln bewerfen… Das ist natürlich nur ein marginaler Fehler. Also auch, wenn man weiterhin falsch rotiert, wird sich dadurch kein Tumor in der Schulter entwickeln 😉

Hier der Link zum Video:

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Zur Person: Prof. Dr. Stephan Geisler ist Professor für Fitness und Gesundheit an der IST-Hochschule in Düsseldorf und Dozent für Olympisches Gewichtheben an der Deutschen Sporthochschule Köln. Dort promovierte er auch im Bereich der molekularen Sportmedizin. Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt im Krafttraining. Er bildet seit über 15 Jahren Studenten und Fitnesstrainer aus und ist Autor verschiedener internationaler Fachpublikationen. Auf seinem YouTube-Kanal Fitnessprofessor und bei Facebook gibt er Tipps und Tricks für Sportler und Trainer. Mehr vom Fitnessprof finden Sie hier!