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Fit mit 46

David Beckham setzt beim Fitnesstraining auf zwei einfache Übungen

Ex-Fußballstar David Beckham im Anzug
David Beckham (hier bei einem Charity-Fußballspiel in Manchester im September 2021) ist nicht nur Stilikone, sondern auch in sportlicher Hinsicht ein VorbildFoto: Getty Images

David Beckham alias Becks ist eine Weltmarke und Stilikone zugleich. Der britische Ex-Fußballer brillierte nicht nur auf dem Spielfeld, sondern immer auch in Sachen Mode und Styling. Ein durchtrainierter Body ist da ein Muss. Nun beweist er, dass man selbst mit 46 einen fitten Körper haben kann. Dabei setzt Beckham unter anderem auf zwei einfache Übungen.

Mit seiner Vorliebe fürs Styling setzte David Beckham schon vor 20 Jahren modische Trends und prägte nachhaltig das Bild vom metrosexuellen Mann. Er zeigte heterosexuellen Männern, dass es völlig okay ist, auf seinen Körper zu achten, sich zu pflegen und mit Frisuren sowie Outfits zu experimentieren – auch wenn das damals als eher weiblich angesehen wurde.

So war Beckham nicht nur in sportlicher und stilistischer Hinsicht ein Vorbild, sondern auch körperlich. Dabei stand er nie für dicke Muskeln, sondern eher für einen gut definierten Körper. Als aktiver Fußballer scheint das relativ einfach realisierbar zu sein. Doch Beckham beweist, dass man selbst im Alter von 46 Jahren noch einen fitten Körper mit geringem Körperfettanteil haben kann. Auf der Social-Media-Plattform Instagram zeigt David Beckham zwei einfache Übungen, die er in seinen Trainingsplan einbaut, wie zuvor das Magazin „GQ“ berichtete. Sehen leicht aus, haben es aber in sich.

Der Bauchmuskelroller

Das kleine Gerät ist simpel, wer es aber schon mal ausprobiert hat, der weiß, dass es kein Spielzeug ist. Normalweise kennt man den Bauchmuskelroller (Ab-Roller) als ein kleines Rad mit zwei Haltegriffen links und rechts davon. David Beckham benutzt zwar eine etwas andere Gerätevariante im Fitnessstudio, aber die Übung ist die Gleiche.

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Man geht auf die Knie, platziert den Bauchmuskelroller vor sich auf dem Boden und umklammert die beiden Haltegriffe fest mit seinen Handflächen. Dann lässt man sich langsam nach vorne fallen und rollt bis zur maximalen Streckung der Arme und des Oberkörpers, bis man knapp über dem Boden ist. Dann schiebt man sich wieder hoch, indem man die Übung in entgegengesetzter Richtung ausführt. Klingt einfach, sieht simpel aus, ist aber eine der härtesten und effektivsten Rumpfübungen.

Bei der Übung mit dem Bauchmuskelroller werden nicht nur die Bauchmuskeln trainiert, sondern auch der untere Rücken, der Po, die hintere Oberschenkelmuskulatur und sogar der Trizeps. In erster Linie dient sie aber dazu, den Rumpf insgesamt zu stärken. Für Menschen, die viel im Sitzen arbeiten und sich im Alltag wenig bewegen, ist das extrem wichtig, da es hilft, Rückenschmerzen zu verhindern.

Allerdings ist diese Übung nicht leicht in der Ausführung. Um einer Verletzung vorzubeugen, sollte man zunächst mit leichteren Bauchmuskel- und Rückenübungen seinen Rumpf stärken. Ein guter Einstieg ist hier das Planking. Wer etwa eine Minute lang einen Plank ausführen kann, kann sich auch am Bauchmuskelroller versuchen.

Hier finden Sie ein Video, in dem Personal Trainer Erik Jäger unterschiedliche Plank-Varianten erklärt und vormacht:

Die Dehnung macht’s (oder nicht?)

Der zweite feste Bestandteil von David Beckhams Trainingsprogramm ist mehr als eine klassische Übung. Er setzt auf das Dehnen des Körpers. Viele Sportler vernachlässigen diesen Aspekt. Tatsächlich ist das Dehnen direkt vor dem Training oder direkt danach umstritten, da es dazu viele widersprüchliche Expertenmeinungen und Studien gibt, ob es sich nun positiv oder negativ auf die Leistungsfähigkeit der Muskeln auswirkt.

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Eine große Studienauswertung von 2019 hat versucht, bei diesem Streitthema Klarheit zu schaffen.1 Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass kurzzeitige Dehnübungen als Teil der Aufwärmphase bei Freizeitsportlern eine positive Wirkung auf die Flexibilität sowie die Prävention von Muskel-Sehnen-Verletzungen haben können. Wer also direkt aus dem Büro ins Fitnessstudio geht, der tut gut daran, sich vor seinem Workout aufzuwärmen und zu dehnen. David Beckham schadet es offensichtlich auch nicht.

Überraschenderweise zeigt aber eine weitere Studienauswertung, dass das Dehnen keinen signifikanten Einfluss auf die Muskelregeneration hat.2 Es ist also egal, ob man sich vor, während oder nach dem Training dehnt, einen Muskelkater wird man dadurch nicht verhindern können.

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Fazit

Es muss nicht immer kompliziert und ausgefallen sein. David Beckham zeigt, dass man sich auch mit einfachen Übungen fit halten kann, wenn man sie denn richtig ausführt. Deswegen sollten Anfänger beim Bauchmuskelroller aufpassen, da er nicht nur die Bauchmuskeln, sondern auch den unteren Rücken stark beansprucht. Einsteiger sollten zunächst mit leichteren Übungen diese Körperpartien stärken, bevor sie sich an den AB-Roller heranwagen. Und auch beim Stretchen sollte man es nicht übertreiben. Kurze Dehnübungen als Teil der Aufwärmphase vor einem Training reichen völlig aus, um beweglicher zu sein und sich vor Verletzungen zu schützen.

Quellen

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