20. Juli 2026, 16:35 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Luis de la Fuente hat mit der spanischen Nationalmannschaft nicht nur die Weltmeisterschaft 2026 geholt – er hat sich nebenbei auch den Titel für den dicksten Bizeps aller Trainer gesichert. Verliehen von FITBOOK, natürlich. Und der Mann ist tatsächlich 65 Jahre alt. Als spanischer Trainer Weltmeister zu werden, wird in unser aller Lebensläufen sicher schwer. Dafür können Sie es aber schaffen, mit 65 genauso gut auszusehen wie de la Fuente. FITBOOK hat sich den durchtrainierten Spanier mal genauer angeschaut.
Jetzt dem FITBOOK-Kanal bei Whatsapp folgen!
„Das ist mein Lebenselixier“
Luis de la Fuente ist nicht nur ein begnadeter Trainer, sondern war auch ein erfolgreicher Spieler, der in seiner Karriere unter anderem für Athletic Bilbao und den FC Sevilla spielte. Während seiner aktiven Zeit erlitt er jedoch schwere Knieverletzungen. Infolgedessen begann er, regelmäßig schwere Gewichte zu heben, und fand daran zunehmend Gefallen. Doch bei bloßem Gefallen blieb es nicht. Laut dem spanischen Sportportal „Relevo“ erzählte der heutige Weltmeister: „Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Disziplin. Ich spreche immer von Werten, Disziplin und der Fähigkeit zu Anstrengung und Leiden. Das ist mein Lebenselixier. Für mich ist Sport eine Lebensweise, mehr als nur ein besseres oder schlechteres Aussehen.“
Er sei so aufgewachsen, treibe Sport, seit er denken könne, und wisse, dass er ohne ihn nicht leben könne. Als Luis de la Fuente bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, beim Spiel Spanien gegen Elfenbeinküste, ausrutschte und sich die Hand verletzte, war für ihn das Schlimmste an der Sache, dass ihm die Verletzung seine Routine genommen habe und damit eine wichtige Motivationsquelle, schreibt „Relevo“.
Wie sehr ihm der Sport am Herzen liegt, machte De la Fuente im Interview mit dem „Comité Olímpico Español“ deutlich: „Jeden Tag, an dem ich mich in meinem Moment des Ruhms sehe, der mein Sport und mein Fitnessstudio ist, sage ich mir: Das ist ein Erfolg.“1
Was bedeutet eigentlich Mind-Muscle-Connection – und ist ihre Wirkung belegt?
„Top-Übung für den Trizeps!“ Darum sind Skull Crusher so effektiv
De la Fuentes Armtraining
Wenn FITBOOK dem Weltmeistercoach Luis de la Fuente schon den Preis für den dicksten Bizeps im Trainergeschäft verleiht, dann müssen wir selbstverständlich auch einen Blick auf sein Armtraining werfen. In der Dokumentation „El hombre tranquilo“, was so viel heißt wie „Der stille Mann“, bekommen wir fragmentarische Einblicke, was der Mann im Fitnessstudio abliefert – insbesondere seine vier Armübungen.2
Beim Training trägt der Coach übrigens Handschuhe und führt all seine Armübungen einarmig aus. Das ergibt durchaus Sinn, da man sich so besser auf den Zielmuskel konzentrieren kann. Ergänzend kann man dann noch, genauso wie es auch de la Fuente macht, durch das Berühren des Muskels mit der freien Hand zusätzliches Gefühl darin erlangen. Außerdem scheint es, als gehe de la Fuente nach dem Pyramidensystem vor, steigere also das Gewicht von Satz zu Satz. Klassisch wären da zum Beispiel drei Sätze, bei denen das Gewicht im letzten Satz so hoch ist, dass man nur noch sechs bis acht Wiederholungen schafft.
Bizeps
Die erste einarmige Übung, die de la Fuente für den Bizeps macht, sind die Bizeps-Curls mit Kurzhantel. Wichtig ist dabei, dass er sie im Sitzen auf der Schrägbank ausführt. Die Bank ist etwa auf 60 Grad eingestellt. Dadurch hängt der Arm hinter der Körperebene, und somit wird der Bizeps, insbesondere der lange Kopf des Muskels, stärker gedehnt als bei Curls im Stehen. Und dadurch lässt sich der Muskelaufbau tatsächlich maximieren.
Für die nächste Bizeps-Übung bleibt die Bank im 60-Grad-Winkel, man stellt sich hinter die Lehne und legt den Arm auf. Auch hier gilt dasselbe Prinzip wie zuvor. Durch die Haltung gelangt der Muskel in eine stärkere Dehnung. Und immer wieder berührt der Spanier dabei seinen Bizeps, um das oben erwähnte zusätzliche Gefühl zu erlangen. Bezeichnet wird das auch als „Mind-Muscle-Connection“. Dieser simple Trick, dessen sich de la Fuente bedient, könnte auch für Ihr Training die Kirsche auf der Torte sein. Eine Studie aus dem Jahr 2018 zeigte nämlich, dass „Mind-Muscle-Connection“ zu 12,4 Prozent Wachstum im Bizeps führte, während in der Vergleichsgruppe, die nicht auf eine „Mind-Muscle-Connection“ achtete, nur 6,9 Prozent Muskelwachstum erzielt wurden.3
Trizeps
Für die erste Trizepsübung bleibt es bei den Kurzhanteln. Die Bank wird in die waagerechte Position gebracht, und man legt sich darauf. Dann beginnt de la Fuente mit Kurzhantel-Stirndrücken – natürlich, wie Sie es bereits vermutet haben, einarmig. Dabei wird der angewinkelte Arm samt Hantel neben dem Kopf nach oben gedrückt.
Für die zweite Trizepsübung geht es weg von den Kurzhanteln, hin zum Kabelturm. Dort macht de la Fuente im Stehen Trizeps-Pushdowns: Er hängt ein Seil an den Karabiner und drückt es einarmig, im Stehen und in aufrechter Haltung, nach unten.
Disziplin und die richtige Wahl
De la Fuentes Arme sind kein Hexenwerk, das A und O gibt uns der Weltmeister selbst mit: an erster Stelle Disziplin, an zweiter Stelle eine gute Auswahl an Übungen. Vielleicht ist eine der Übungen auch für Sie interessant, und womöglich wird Ihr Bizeps dann mit 65 auch noch regelrecht aus dem T-Shirt platzen.