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Nach Selbstversuch! Rebecca Mirs Fasten-Tipps für Frauen

Rebecca Mir probierte Fasten aus
Es war anstrengend, am Ende war sie stolz auf sich. Rebecca Mir hat Heilfasten ausprobiert. Foto: Getty Images
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Melanie Hoffmann
Ernährungs-, Fitness- und Schlafexpertin

10. Dezember 2025, 15:15 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Intervallfasten, Saftfasten, Scheinfasten oder Heilfasten – Fasten liegt im Trend und auch Rebecca Mir hat ihn für sich entdeckt. Die 33-Jährige hat jetzt fünf Tage Heilfasten ausprobiert und auf Social Media darüber berichtet. Wie es dem Model mit der Fastenmethode ergangen ist und welche Zykluswoche Rebecca Mir Frauen für das Fasten empfiehlt, verrät FITBOOK.

„Heilfasten Tag 5!!! Und ich muss sagen: Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe“, verriet Rebecca Mir vor einigen Tagen in einem Post auf Instagram. Fünf Tage lang hat die Moderatorin Heilfasten gemacht, also auf feste Nahrung verzichtet. Der erhoffte Energiekick, von dem im Kontext der Fastenmethode oft berichtet wird, blieb bei Mir offenbar aus. Umso mehr freute sie sich am Ende der fünf Tage auf das Fastenbrechen.

„Sehr k. o. und schlapp“

„Ich fühle mich ziemlich… durch. Hunger habe ich mittlerweile gar keinen mehr, dafür aber einen leicht flauen Magen. Insgesamt bin ich sehr k. o. und schlapp. Viele haben gesagt: ‚Warte ab, das Energielevel kommt.‘ Bei mir ist es bisher leider noch nicht eingetreten – ich hoffe sehr, dass es bald so weit ist“, berichtete Rebecca Mir in einem Reel an Tag vier ihrer Fastenkur. Vermutlich befand sich Mir in der Phase des Fastens, in der der Entzug von Nahrung, darunter v. a. Stoffe wie Zucker, zu einer Verstoffwechselung von Fett (Ketone) statt Glucose wechselt. Dies kann mit Schlappheit und sogar grippeähnlichen Symptomen einhergehen. Ein Phänomen, das auch bei der Umstellung auf die ketogene Ernährung auftreten kann und als Keto-Grippe bezeichnet wird. Über meine persönliche Erfahrung mit der Keto-Diät sowie -Grippe habe ich im folgenden FITBOOK-Artikel berichtet.

Heilfasten

Das klassische Heilfasten nach Buchinger gibt einige Schritte vor, die Teil der Kur sein sollen. Begonnen wird das Heilfasten demnach mit einem Entlastungstag, an dem man maximal 1000 Kilokalorien zu sich nimmt. Am ersten Fastentag erfolgt eine Darmreinigung mit Glaubersalz. An den Fastentagen sind die Aufnahme von 50 bis 500 Kilokalorien geboten. Diese soll man mit 250 Millilitern frisch gekochter Gemüsebrühe täglich, 250 Millilitern frisch gepresstem Saft (Orangensaft oder Gemüsesaft), 20 bis 30 Gramm Honig sowie 2500 Millilitern Wasser und/oder Kräutertees aufnehmen.

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Fastenbrechen mit Apfel

Nach der Fastenzeit ist es nicht ratsam, direkt wieder mit seiner üblichen Ernährungsweise zu starten. Zum einen kann die Fastenkur dazu dienen, in einen bewussteren Alltag zurückzukehren, was dann auch weniger fette, süße und schwere Speisen umfasst. Zum anderen kann es den Körper überfordern, nach dem Verzicht auf feste Nahrung sofort wieder mit einem Teller Pasta umgehen zu müssen. Das weiß auch Rebecca Mir und schrieb über ihr Fastenbrechen: „Heute werde ich mein Fasten ganz klassisch mit einem Apfel brechen.
Genauso wichtig wie das Fasten selbst ist schließlich auch der richtige Wiedereinstieg ins Essen. Nach dem Apfel starte ich langsam: Suppe, gedünstetes Gemüse – und dann Tag für Tag ein bisschen mehr. Erst Kartoffeln, und spätestens ab dem zweiten, dritten Tag möchte ich wieder ganz normal essen.“ „Normal“ heißt bei ihr offenbar gesund, ausgewogen und lecker. Denn sie weist auch darauf hin, dass sie sich diverse neue gesunde Rezepte zugelegt habe, auf deren Umsetzung sie sich sehr freue.

Tipp für Frauen, die fasten wollen

Im Gesamten scheint das Heilfasten für Rebecca Mir eine lehrreiche Erfahrung gewesen zu sein. Sie hat sich intensiv damit auseinandergesetzt und deshalb auch einen Tipp für Frauen, die fasten wollen. „Männer können im Prinzip jederzeit fasten. Bei uns Frauen ist das leider anders, weil wir immer auch unseren Zyklus berücksichtigen sollten – um den Körper nicht unnötig zu stressen“, erklärt Rebecca Mir in einem Post. „Besonders die Woche vor der Periode ist eher ungünstig, da Fasten in dieser Phase den Körper stark belastet und den Cortisolspiegel in die Höhe treiben kann. Sehr gut geeignet ist dagegen die Woche nach der Periode – da haben wir in der Regel die meiste Energie, fühlen uns kräftiger und haben deutlich weniger Cravings.“

In der Forschung ist man sich aktuell uneinig, ob Fasten für Frauen von Nachteil sein könnte. So gibt es Hinweise, dass Fasten die Sexualhormone bei Frauen beeinflusst – möglicherweise auch auf negative Weise.1,2 Zudem gibt es Wissenschaftler, darunter z. B. Dr. Stacy Sims, die vor ungünstigen Effekten von etwa Intervallfasten auf den Cortisolspiegel sportlich aktiver Frauen speziell in der Perimenopause und Menopause warnen. Andererseits gibt es auch diverse Forschungshinweise auf vorteilhafte Effekte von Fasten für beide Geschlechter. Weitere Forschung ist notwendig, um definitive Antworten zu finden.

Unser Tipp: Individuell, im Idealfall mit ärztlicher Beratung, entscheiden, ob und wann sowie welche Fastenmethode am besten geeignet ist.

Quellen

  1. Cleveland Clinic. How Intermittent Fasting Affects Women (aufgerufen am 10.12.2025) ↩︎
  2. Cienfuegos, S., Corapi, S., Gabel, K. (2022). Effect of Intermittent Fasting on Reproductive Hormone Levels in Females and Males: A Review of Human Trials. Nutrients. ↩︎

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