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Expertin klärt auf

5 Gründe, warum Glühwein so schnell betrunken macht

Für viele gehört Glühwein zum Weihnachtsmarktbesuch dazu
Für viele gehört eine Tasse heißer Glühwein zum Weihnachtsmarktbesuch dazu Foto: Getty Images
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6. Dezember 2025, 17:38 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn es draußen heiß aus einer bunt bedruckten Tasse dampft, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Glühwein. Bereits nach der ersten Runde auf dem Weihnachtsmarkt wird dem einen schon schummrig im Kopf, der andere wird dagegen erstaunlich fröhlich. Doch woran liegt es, dass man von Glühwein so schnell betrunken wird? FITBOOK-Ernährungsexpertin Sophie Brünke erklärt auf.

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Zucker, Zucker, Zucker

Dass Glühwein für einen schnellen Schwips sorgt, liegt an mehreren Faktoren, die in Kombination jeden in Rekordzeit betrunken werden lassen. Zum einen enthält Glühwein viel Zucker. In einer Tasse Glühwein (ca. 200 Milliliter) stecken bereits stolze 30 Gramm!1 Die süßende Zutat greift nicht nur den Zahnschmelz an, sie sorgt auch dafür, dass der Alkohol schneller ins Blut gelangt.

Wärme weitet die Blutgefäße

Und noch eine Eigenschaft des Glühweins lässt den Alkoholgehalt im Blut rasch steigen: die Wärme. Sobald er im Magen angelangt ist, sorgt seine über der Körpertemperatur liegende Hitze für eine Weitung der Blutgefäße im Magen-Darm-Trakt. Das hat zur Folge, dass eine größere Menge Blut zirkuliert, welche schneller den Alkohol aufnehmen und zum Gehirn transportieren kann. Auch lässt der Magen den warmen Glühwein schneller in den Dünndarm übergehen, da er ihn nicht erst auf Körpertemperatur erhitzen muss. Dort findet der Großteil der Resorption statt.

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Glühwein bleibt nicht lang im Magen

Zum einen kommt Glühwein natürlich flüssig daher, wie andere alkoholische Getränke auch, weshalb seine Verweildauer im Magen überschaubar bleibt. Doch die Kombi aus Wärme und Zucker lässt ihn den Magen besonders schnell passieren, sodass die Absorption des Alkohols im Dünndarm alsbald nach dem Trinken beginnt. Wer dann noch auf leeren Magen trinkt, etwa mit Kollegen nach Feierabend und vor dem Abendessen, riskiert einen stärkeren Rausch, als vielleicht gewünscht.

Man schmeckt den Alkohol kaum

Nicht nur die Zuckersüße überdeckt den Alkoholgeschmack, auch eine Reihe an Gewürzen tarnen ihn: Zimtstangen, Nelken und Sternanis sind seine Komplizen. Dabei merkt man gar nicht, wie viel Alkohol eigentlich in dem Heißgetränk steckt: In einer Tasse sind es bereits 13 Gramm.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt ein risikoarmer Alkoholkonsum bei unter 27 Gramm Alkohol pro Woche.2 Dementsprechend sollte spätestens nach der zweiten Tasse schon Schluss sein.

Winterliche Temperaturen

Und noch eine letzte Geheimwaffe unterstützt den Glühwein: Er schmeckt uns am besten warm, doch in der klirrenden Kälte an der Glühweinbude kühlt er schnell ab. Ergo; man ist dazu verleitet, ihn schneller zu trinken als ein gewöhnliches Glas Wein.

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Wieso ist der Kater von Glühwein häufig stärker als von Wein?

Nach der ausgelassenen Runde auf dem Weihnachtsmarkt folgt das böse Erwachen: Der Schädel brummt am nächsten Tag. Wie ausgeprägt ein Kater ist, liegt nicht nur an der Menge an Alkohol, die getrunken wurde. Wer Glühwein „mit Schuss“ bestellt hat, hat ohnehin schon die Alkoholmenge an sich erhöht. Zusätzlich steigt die Menge an unliebsamen Begleitstoffen, die einen Kater verschlimmern können: die Fuselöle. Sie entstehen als Nebenprodukte bei der Herstellung von Wein und Schnaps. Werden sie im Körper verstoffwechselt, entstehen giftige Verbindungen, die für Übelkeit und Kopfschmerzen sorgen können. Und zuletzt sei auch wieder der Zucker genannt: Dieser hemmt in der Leber den Abbau von Acetaldehyd, das Kater-verursachende Abbauprodukt des Alkohols.3

Glühwein selbst machen und dem Kater vorbeugen

Mit diesem Wissen liegen die Verbesserungstipps auf der Hand: Wer eine eigene Glühwein-Kreation kredenzen möchte, spart an Fruchtsaft und Kristallzucker. Für einen kräftigen Geschmack greifen Sie lieber beherzt zu mehr Gewürzen, z. B. Ceylon-Zimtstangen und Nelken. Ebenso bietet es sich an, nur eine alkoholische Komponente, den Wein, hinzuzufügen. Auf den „Schuss“ mit Schnaps sollte besser verzichtet werden, wenn man keine allzu starken Kopfschmerzen am nächsten Tag riskieren möchte.

Ansonsten gelten natürlich die bekannten Tipps: Zum Glühwein ausreichend Wasser trinken und Mineralstoffe aufnehmen, etwa durch Salzstangen. Warum Elotrans nicht die Lösung ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quellen

  1. DEBInet. Glühwein. (aufgerufen am 05.12.2025) ↩︎
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Alkohol. (aufgerufen am 05.12.2025) ↩︎
  3. Verbraucherzentrale Saarland. Was tun gegen den „Faschings-Kater“? (aufgerufen am 05.12.2025) ↩︎

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