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Corona-News im Ticker

Scheuer kündigt Maskenpflicht in ICE und IC an

Alltagsmaske
Immer mehr Bundesländer machen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an bestimmten öffentlichen Orten zur Pflicht.
Foto: Foto: Kirsten Nijhof/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Im FITBOOK-Ticker erfahren Sie immer aktuell, was es zur neuen Lungenkrankheit Covid-19 zu wissen gibt.

Bahnreisende müssen sich künftig auch auf Fernstrecken in ICE- und IC-Zügen auf eine Maskenpflicht einstellen. Er werde dies bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz am Ende der Woche vorschlagen, sagte der CSU-Politiker am Montag. Er erwarte dort keine Bedenken. „Das ist sehr schnell umsetzbar.“ Da ab dieser Woche ohnehin schon im Nahverkehr die Pflicht bundesweit greife, werde jeder eine Maske haben. „Ich glaube auch, dass die Bürger dazu bereit sind.“ Die Akzeptanz für den Mund-Nasen-Schutz habe sich in den vergangenen Wochen stark erhöht. Wichtig sei dann aber, sich mit dem europäischen Nachbarn abzustimmen, etwa wenn Fernzüge nach Frankreich führen. Hier stehe man aber noch ganz am Anfang.

Scheuer stellte zudem infrage, ob auch künftig das freie Einsteigen zu Zügen möglich sein werde. Dieser unkontrollierte Zugang werde voraussichtlich im Zuge der Coronakrise diskutiert werden. „Ich bin nach wie vor ein Verfechter des offenen Systems“, sagte Scheuer. Er müsse aber feststellen, dass man organisatorisch etwa den Schutz über Desinfektionsanlagen auch umsetzen können müsse.

In mehrere europäischen Staaten ist der Zugang zu Fernzügen bereits seit langem ähnlich wie im Luftverkehr geregelt: Vor Fahrtantritt muss ein Ticket mit Sitzplatz vorgezeigt werden, teilweise gibt es zudem Sicherheitskontrollen.

Die weiteren Meldungen im Corona-Ticker

17.35 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußert sich besorgt über steigende Infektionszahlen in Afrika, Osteuropa, Lateinamerika und einige asiatische Staaten. Man sei weit davon entfernt, die Pandemie überwunden zu haben. Zudem erklärt die WHO, rund 20 Länder würden über Engpässe bei Impfungen gegen andere Krankheiten neben Covid-19 klagen. Grund seien unter anderem geschlossene Grenzen oder andere Beschränkungen.

17.15 Uhr – Israel will am Sonntag einige Schulen wieder öffnen, wenn die Entwicklung der Pandemie dies zulässt. Dies kündigt das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Schulen und Kindergärten sind seit Mitte März geschlossen. Dies verschärft die Lage der Wirtschaft in dem Land, da Eltern zur Kinderbetreuung zuhause bleiben müssen. Die Arbeitslosenquote stieg zwischenzeitlich auf 27 Prozent, während der Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus zurückging.

16.50 Uhr – Trotz steigender Infektionszahlen nimmt in Russland der Druck auf die Regierung zu, die Beschränkungen für die Wirtschaft wegen der Coronavirus-Pandemie zu lockern. Viele Firmen stehen nach eigenen Angaben am Rande des Bankrotts, sollten die strengen Regeln fortbestehen. Tausende Menschen haben bereits ihre Jobs verloren. Ministerpräsident Michail Mischustin weist die Regierung an, bis Donnerstag Vorschläge für eine Lockerung vorzulegen.

16.21 Uhr – Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat einen Antrag von Möbelhäusern abgelehnt, die die behördliche Beschränkung von Verkaufsflächen in der Corona-Krise auf 800 Quadratmeter kippen wollten. Der zuständige Senat sehe die Flächenbeschränkung für große Einzelhandelsgeschäfte in Niedersachsen als notwendige Schutzmaßnahme an, teilt das Gericht mit. Auch im Saarland gilt die Beschränkung weiter. Hier hat das Oberverwaltungsgericht einen Eilantrag des Warenhausriesen Galeria Karstadt Kaufhof abgewiesen. Der Einzelhandelsverband HDE hatte die Flächenbegrenzung als Verzerrung des Wettbewerbs kritisiert.

15.43 Uhr – Die ranghöchste Demokratin im US-Kongress, Nancy Pelosi, denkt laut über zusätzliche Hilfen für Verbraucher nach, sollte die auf den Weg gebrachte Unterstützung in der Corona-Krise nicht ausreichen. Womöglich müsse man sich mit Vorschlägen wie dem für ein garantiertes Mindesteinkommen befassen, sagt die Präsidentin des Repräsentantenhauses dem Sender MSNBC.

15.40 Uhr – Die Bundesregierung will die Lufthansa als starkes Unternehmen erhalten. Der Konzern müsse auch künftig wettbewerbsfähig sein, sagt der Tourismusbeauftragte der Regierung, Thomas Bareiß, mit Blick auf die bevorstehenden Staatshilfen. Es werde ein klares Bekenntnis zur Lufthansa geben, am besten aber zeitlich befristet. Über die genaue Form – beispielsweise eine Stille Beteiligung – sei noch nicht entschieden.

15.30 Uhr – Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung hält Inlandsreisen im Sommer für möglich. In einem ersten Schritt werde es vermutlich Lockerungen für Ferienwohnungen und Ferienhäuser geben, Hotels dann erst später, sagt Thomas Bareiß. Handtuch an Handtuch gehe es an den Stränden aber nicht. Standards für die Branche müssten jetzt definiert werden. Europareisen könnten erst danach folgen, Fernreisen noch später.

15.05 Uhr – Portugals Ministerpräsident Antonio Costa stellt eine Lockerung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen in Aussicht. „Wir werden wahrscheinlich eine Stufe runtergehen, aber Normalität wird nur einkehren, wenn wir in einem oder in eineinhalb Jahren eine Impfung haben.“ Bis dahin werde es Auflagen geben, wie das Tragen von Schutzmasken und die Verwendung von Handdesinfektionsmitteln. Gleichzeitig sei nicht auszuschließen, dass die Vorschriften erneut verschärft würden, sollte sich die Lage wieder verschlechtern.

14.20 Uhr – In der Schweiz sind bis Montag 1353 Personen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben – 16 mehr als am Vortag. Nach Angaben des Gesundheitsministerium wurden 29.164 Coronavirus-Infektionen von Laboren bestätigt, ein Zuwachs von 103 binnen eines Tages. Sowohl die Erkrankungen als auch die Todesfälle stiegen damit weniger stark an als zuletzt.

14.08 Uhr – Wenige Stunden nach der Veröffentlichung einer Corona-App in Australien haben bislang mehr als zwei Millionen Bürger – etwa acht Prozent der Bevölkerung – sie installiert. Gesundheitsminister Greg Hunt peilt 40 Prozent an. Das Handy-Programm basiert auf der Software TraceTogether aus Singapur und soll bei der Auffindung von Kontaktpersonen helfen. Nach Reuters-Zahlen gab es in den vergangenen 24 Stunden sieben neue Erkrankungen in Australien, damit insgesamt etwa 6700 Infektionen bei 83 Todesfällen.

14.05 Uhr – Die EU-Länder wollen sich zu geltenden Reisebeschränkungen abstimmen, die der Tourismusbranche zusetzen. Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums sagt, dabei könnten aber unterschiedliche Termine für Lockerungen herauskommen. In Deutschland werde bis zum 3. Mai über die geltende Reisewarnung entschieden. Die Urlaubssaison werde dieses Jahr ganz anders aussehen als normal. Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie sollten nicht über zu schnelle Lockerungen beim Tourismus wieder gefährdet werden.

13.43 Uhr – Rumänien verlängert die Schließung fast aller Kindergärten, Schulen und Universitäten bis nach den Sommerferien. Präsident Klaus Johannis kündigt an, nur die Klassen 8 und 12 dürften wegen ihrer Prüfungen vom 2. bis 12. Juni in die Schulen zurückkehren. Die Wiedereröffnung der Einrichtungen ist im neuen akademischen Jahr im September geplant.

13.23 Uhr – Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof sieht eine Unvereinbarkeit der Corona-Auflagen für größere Geschäfte mit dem Grundgesetz. Er gibt deshalb dem Antrag einer Warenhaus-Betreiberin auf eine einstweilige Anordnung gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung statt. Die Richter sehen jedoch „ausnahmsweise aufgrund der herrschenden Pandemienotlage und der kurzen Geltungsdauer der Einschränkungen bis einschließlich 3. Mai 2020“ davon ab, die Bestimmungen außer Vollzug zu setzen. Die Unternehmerin ist von der Regelung betroffen, weil sie Geschäfte im Premiumsegment mit einer Verkaufsfläche von teilweise über 800 Quadratmetern betreibt, diese aber derzeit nicht öffnen darf. Sie hat laut Gericht geltend gemacht, dass die andauernde Betriebsschließung existenzgefährdend sei.

13.20 Uhr – Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagt, es gebe mittlerweile ein Rahmenkonzept, um Kirchen schrittweise wieder zu öffnen. Ziel sei ein möglichst einheitliches Vorgehen in Deutschland. Dies sei Grundlage für die Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Donnerstag. Denkbar seien Einlasskontrollen und eine Begrenzung der Teilnehmerzahl an Gottesdiensten sowie Beschränkungen beim Singen.

13.13 Uhr – Regierungssprecher Steffen Seibert dämpft die Erwartungen an die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Bundesländern am 30. April. Es werde in erster Linie um Beratungen gehen, nicht so sehr um Beschlüsse. Die ersten Lockerungen der Corona-Auflagen mit einigen Ladenöffnungen griffen ab dem 20. April und könnten erst zwei Wochen später analysiert werden, wie sie sich auf die Zahl der Neuinfektionen auswirkten. Deswegen seien die Beratungen der Regierung mit den Ländern am 6. Mai wichtiger für weitere Beschlüsse zu Lockerungen.

12.42 Uhr – CSU-Chef Markus Söder setzt sich für regional unterschiedliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens ein, um der unterschiedlichen Ausbreitung der Corona-Pandemie zu begegnen. „Wir brauchen regionale Differenzierungen“, sagt Söder nach einer Videokonferenz des Parteivorstands. Ein regionaler Lockdown sei möglich. Ähnlich hat sich auch der CDU-Politiker und Kanzleramtschef Helge Braun geäußert.

11.43 Uhr – Nach mehreren Grand-Prix-Absagen und Verschiebungen geben sich die Organisatoren der Formel 1 zuversichtlich, dass die ausgebremste Saison mit Verspätung im Sommer starten kann. Der Auftakt sei jetzt in Österreich geplant, wo am ersten Juli-Wochenende ein Rennen ansteht, wie Formel-1-Chef Chase Carey mitteilt. Zuschauer dürfen dann voraussichtlich noch nicht dabei sein. Insgesamt peilt Carey 15 bis 18 Rennen an. Das Saison-Finale soll im Dezember in Abu Dhabi gefahren werden.

11.14 Uhr – In Spanien sind binnen eines Tages nach Angaben des Gesundheitsministeriums 331 weitere Menschen in Folge einer Corona-Erkrankung gestorben. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Sonntag, als 288 Todesfälle gemeldet wurden. Insgesamt wurden bislang 23.521 Corona-Tote registriert. Die Zahl der Infizierten stieg auf 209.465 von 207.634.

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11.00 Uhr – Deutschland hat nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun derzeit eine Testkapazität von mehr als 800.000 Tests pro Woche. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Schreiben Brauns an die Bundestagsabgeordneten der Regierungsfraktionen hervor. „Derzeit könnten bis zu 818.000 Tests pro Woche durchgeführt werden“, schreibt Braun. „Die Erhöhung der Testkapazitäten gibt ein detailliertes Bild über den Pandemieverlauf und bildet damit eine Grundlage für die Bewertung von Szenarien der Lockerung bestehender Maßnahmen durch die Bundesregierung.“

10.27 Uhr – Der britische Premierminister Boris Johnson wendet sich nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung und der Wiederaufnahme der Regierungsgeschäfte an die Bevölkerung. „Jeden Tag weiß ich, dass das Virus Haushalten im ganzen Land neue Traurigkeit und Trauer bereitet“, sagt er vor seinem Amtssitz in der Londoner Downing Street. Großbritannien sehe sich nach wie vor mit der größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert. Doch das Land werde daraus stärker denn je hervorgehen. Johnson dankt den Menschen für die Beachtung der Ausgangssperre. Er kündigt an, dass die Regierung in den kommenden Tagen Pläne für eine Lockerung der Maßnahmen zur Virus-Eindämmung vorstellen werde.

10.09 – In Russland gibt es amtlichen Angaben zufolge jetzt mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als in China. Das Moskauer Krisenzentrum meldet am Montag 6198 neue Erkrankungen, womit die Gesamtzahl der registrierten Fälle auf 87.247 gestiegen ist. In China gibt es nach amtlichen Angaben 82.830 bestätigte Infektionen.

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09.10 – Mund-Nasen-Masken sollen neben dem Nahverkehr auch in ICE und IC Pflicht werden. Dafür werde er sich beim Bund-Länder-Treffen in dieser Woche einsetzen, sagt Verkehrsminister Andreas Scheuer. Es wäre ein Systembruch, wenn die bundesweite Maskenpflicht im Nahverkehr in Fernverkehrszügen nicht gelten würde.

09.03 Uhr – FDP-Chef Christian Lindner fordert von der Bundesregierung eine Kursänderung im Kampf gegen das Virus. „Wie es jetzt ist, muss es nicht weitergehen“, sagt er im rbb-Inforadio. „Es ist inzwischen möglich zu überlegen: Öffnen wir größere Geschäfte, öffnen wir die Gastronomie, wenn Hygienekonzepte vorhanden sind?“ Die Debatte über Lockerungen sei nötig. „Denn es muss immer wieder gerungen werden um das mildeste Mittel. Und der Staat muss begründen, wenn er Freiheit einschränkt.“

08.42 Uhr – Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder die Regierungsgeschäfte übernommen. Johnson werde noch am Montagmorgen von führenden Ministern und Beratern auf den neusten Stand gebracht, sagt Gesundheitsstaatsekretär Edward Argar im Fernsehen. Der Premierminister sei vollständig von seiner Covid-19-Erkrankung genesen.

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07.54 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mahnt in der Debatte um weitere Lockerungen zu Vorsicht und Geschlossenheit. „Ich empfehle, dass wir sehr, sehr vorsichtig weiter vorangehen, damit wir am Ende nicht wieder Lockerungen zurücknehmen müssen“, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Bei den anstehenden Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder gelte es, sich zusammenzuraufen. „Ich hoffe, dass wir uns dann auf einen gemeinsamen Fahrplan einigen können“, fügt er mit Blick auf unterschiedliche Vorstöße aus Nordrhein-Westfalen und Bayern hinzu. Eine baldige Rückkehr zum Alltag wie vor der Virus-Krise sehe er nicht: „Niemand stellt infrage, dass wir die Kontaktbeschränkungen noch eine Weile ertragen müssen.“

06.11 Uhr – In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages um 1018 auf 155.193 gestiegen. Zudem seien weitere 110 Menschen gestorben, insgesamt liege die Totenzahl damit bei 5750. Etwa 114.500 an Covid-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 2500 im Vergleich zum Vortag.

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05.35 Uhr – China meldet drei neue bestätigte Coronavirus-Fälle, gegenüber 11 am Vortag. Es seien keine weiteren Todesfälle eingetreten, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Festland-China bestätigt damit insgesamt 82.830 Fälle. Bis Ende April starben damit in China insgesamt 4633 Menschen.

05.07 Uhr – Der Chef der Unternehmensberatung Roland Berger, Stefan Schaible, sieht die Zukunft des Euros nach der Virus-Krise ohne Einführung der umstrittenen Eurobonds in Gefahr. „Ich habe größte Befürchtungen, was die Zukunft des Euros angeht, wenn man nicht andere Stabilitätsmechanismen mit den südeuropäischen Ländern vereinbaren kann“, sagt er der „Augsburger Allgemeinen“. Deshalb müsse es Eurobonds geben.

05.02 Uhr – Der CDU-Wirtschaftsexperte Carsten Linnemann blickt pessimistisch auf die weitere Wirtschaftsentwicklung. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass ein Teil derjenigen, die heute Kurzarbeit machen müssen, später arbeitslos sein werden“, sagt er der „Augsburger Allgemeinen“. Die derzeit kursierenden Konjunkturprognosen von Wirtschaftsinstituten, die von einer Rezession mit einem Minus von vier bis sechs Prozent ausgingen, seien unrealistisch. „Ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland in diesem Jahr ein Minus im zweistelligen Bereich sehen werden.“ Er mache sich Sorgen, wenn im Juni und Juli viele Hilfspakete ausliefen. Flächendeckende finanzielle Unterstützung könne auf Dauer nicht gutgehen. „Der Staat wird sonst finanziell an seine Grenzen kommen. Das bedeutet, dass wir uns jetzt auf diese Situation vorbereiten müssen: Wer bekommt Hilfen? Wo beteiligt sich der Staat? Welche Kriterien müssen wir anlegen?“ Er erwarte dabei einen harten Kampf der verschiedenen Branchen um Staatshilfen.

04.07 Uhr – Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller kritisiert das Festhalten der Bundesregierung an einer Gutscheinlösung für stornierte Reisen in der Coronakrise. „Wenn die Branche schnell wieder auf die Beine kommen soll, dann braucht sie auch in Zukunft vor allem eines: Kunden“, schreibt Müller im „Handelsblatt“. Wichtig sei aber deren Wahlfreiheit. „Wer deren Vertrauen nicht komplett erschüttern will, darf ihre Rechte nicht leichtfertig beschneiden und ihre Interessen nicht denen der Wirtschaft unterordnen.“

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02.03 Uhr – Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Klimaschutz als zentrales Element beim Wiederaufbau der Wirtschaft in der Corona-Krise verankern. „Für uns wichtig ist, dass die kommenden Konjunkturprogramme so gestaltet werden, dass sie Arbeitsplätze, Innovation und Klimaschutz zugleich voranbringen“, sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Aus wichtigen Ländern seien in dieser Hinsicht positive Signale zu sehen. „China zum Beispiel denkt über grüne Konjunkturpakete nach.“ Umwelt- und Klimaschutz würden nach der Krise umso mehr gebraucht, als Treiber für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung.

00.35 Uhr – Die US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) melden 928.619 Virus-Fälle – ein Anstieg von 32.853 Fällen gegenüber dem Vortag. Die Zahl der Todesfälle sei um 2020 auf 52.459 gestiegen.

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