1. September 2025, 17:30 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Orlando Bloom reiht sich in die Liste der Hollywood-Stars ein, die für einen Film eine extreme körperliche Transformation gemacht haben. 24 Kilogramm hat der Hollywood-Star für „The Cut“ abgenommen. Eine physische Reise, die er ganz bewusst und mit einer klaren Botschaft im Kopf antrat, die aber auch viel mit ihm anstellte. So offenbarte Orlando Bloom jetzt die körperlichen und mentalen Folgen, die der Gewichtsverlust bei ihm hatte. Am Ende ging fast nichts mehr – der Schauspieler „lag nur noch herum“, wie er es selbst in einem Interview beschreibt. Von einer Nachahmung rät er klar ab!
In „The Cut“ taucht Orlando Bloom in die zum Teil brutale Realität der Boxwelt ein. Anders als in vielen beliebten Sportfilmen geht es hier nicht um bestimmte Trophäen oder Titel, die der Protagonist gewinnen möchte. Der Film beleuchtet einen Aspekt des Sports, der vielfach so hingenommen wird, aber ungesunde Ausmaße annehmen kann: den Druck, ein bestimmtes Gewicht zu erreichen. Um das glaubhaft darstellen zu können, musste Orlando Bloom vorab seinen Körper trimmen und regelrecht herunterhungern. Rund 24 Kilogramm nahm der 48-Jährige ab, ist im Film am Ende kaum wiederzuerkennen!
„The Cut“ beleuchtet besonderen Aspekt des Boxsports
„Der Kampf des Films ist ‚The Cut’, also das Verlieren von Gewicht (im Englischen ‚cutting weight’; A d. R.)“, erklärte Orlando Bloom in der britischen Talkshow „The Morning“. „Boxer müssen Gewicht verlieren, um in den Ring steigen zu können. Darauf liegt der Fokus des Films. Es ist eine Art Kommentar zu dem, was im Kopf passiert, und zum Stress, den der Körper durchmacht. Und ich kann sagen: Es war sehr real. So intensiv, wie es im Film aussieht, war es auch beim Dreh. Ich habe die Rolle des Boxers quasi gelebt.“
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Orlando Blooms extreme Transformation
Wie für den Boxer, den er im Film darstellt, war auch für Orlando Bloom das klare Ziel: Gewicht verlieren, und zwar viel. „Wir sind für den Film den extremen Weg gegangen. Das sollte deshalb auch niemand nachmachen“, betonte der Schauspieler. Er selbst habe mit einem Ernährungsberater zusammengearbeitet, der ihn Schritt für Schritt begleitete und stets seine Blutwerte im Blick hatte. Nur so war es dem Hollywood-Star offenbar möglich, derart an und zum Teil über seine Grenzen zu gehen.
Am Ende gab es nur noch Thunfisch und Gurken
Von drei Mahlzeiten ging Orlando Bloom runter auf eine. „Plötzlich wurden mir all diese Nahrungsmittel weggenommen, am Ende auch mein geliebtes Proteinpulver. Schließlich gab es in den letzten drei Wochen (der Filmvorbereitung; A. d. R.) im Wesentlichen nur noch Thunfisch und Gurken.“ Während dies zum einen den gewünschten Effekt hatte, nämlich Gewichtsverlust, gab es auch unangenehme Folgen. „Ich hatte am Ende keine Energie und Gehirn-Power mehr, war mental einfach erschöpft. Ich war ‚hangry’ und es war wirklich für niemanden schön, in meiner Nähe zu sein“, berichtete der 48-Jährige.
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Mental nah am Zusammenbruch
Mehr noch: Das Erlebnis war vor allem für Orlando Bloom selbst eine Tortur – besonders mental. „Es war so seltsam, diese Paranoia und intrusiven Gedanken, die man hat. (…) Ich lag am Set nur herum, kurz vor meinem Einsatz machte ich schnell ein paar Liegestütze, um muskulöser auszusehen“, beschrieb der Schauspieler seinen körperlichen und mentalen Zustand während der „The Cut“-Dreharbeiten. Was kein Wunder gewesen sei, bei dem, was er seinem Körper in der Zeit zugemutet habe: „Ich meine, wir müssen essen, schlafen und auf uns aufpassen.“
Gefahren des Boxsports aufzeigen
Warum Orlando Bloom diese Qual auf sich nahm? Dies hatte zweierlei Gründe. „Ich wollte immer mal schon so an meine Grenzen gehen und hier hatte ich die Möglichkeit. Am Ende ist es so, dass man das, was man mit der Rolle im Film darstellen möchte, auch wirklich selbst durchmacht und fühlt.“
Zudem habe „The Cut“ eine wichtige Botschaft – nämlich die, aufzuzeigen, wie gefährlich die enorme Gewichtsreduzierung, die viele Boxer auf sich nehmen, sein kann. „Das machen viele Athleten regelmäßig durch“, so Orlando Bloom. „Und manche kostet es das Leben.“
Falls Sie selbst oder Mitglieder aus Ihrer Familie oder dem Freundeskreis unter Essstörungen leiden, finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wichtige Informationen sowie eine Telefonberatung.