Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Wirkung auf Schlaf und Immunsystem

Die gesundheitlichen Vorteile von Selbstbefriedigung für eine Frau

Frauen sollten für ihrer Gesundheit egelmäßig masturbieren
Ob mit Sex-Spielzeug oder ohne: FITBOOK erklärt, warum Frauen sich häufiger selbstbefriedigen solltenFoto: iStock/oleg66

Selbstbefriedigung ist keine Männerdomäne und weit entfernt von etwas Verwerflichem, das uns peinlich sein sollte. Immerhin macht Masturbation nicht nur Spaß, sondern unterstützt auch die Frauengesundheit in vielerlei Hinsicht. FITBOOK erklärt es genauer.

„Sagen Sie nichts gegen Selbstbefriedigung. Das ist Sex mit jemandem, den man liebt.“ So lautet ein berühmtes Zitat von Hollywood-Legende Woody Allen, und dem ist noch einiges hinzuzufügen. Masturbieren bringt beiden Geschlechtern zahlreiche gesundheitliche Vorteile – welche konkret für die Frau dabei herausspringen, hat FITBOOK bei dem Frankfurter Gynäkologen Dr. med. Andreas Gardé und bei Simone Rokohl, Expertin für Sport und Bewegung bei der Krankenkasse DAK, erfragt.

Effektives Beckenbodentraining

Die Beckenbodenmuskulatur gehört zu den wichtigsten Muskelgruppen des Körpers (lesen Sie hier ausführlicher, wie man den Beckenboden mit Liebeskugeln trainieren kann). Das Problem: Ohne gezieltes Training wird die Muskulatur durch ihre ständige Belastung (durch die Organe im Bauchraum, evtl. Schwangerschaften, etc.) schwächer und schwächer. Das kann im Alter einen Gebärmuttervorfall sowie Harn- und Stuhlinkontinenz bedeuten, und zudem bewirken, dass die Kontraktionsfähigkeit der Vagina (heißt: Fähigkeit zum Zusammenziehen bzw. Anspannen) immer schlechter wird.

Glücklicherweise lässt sich der Beckenboden durch gezieltes Training stärken. Und das geschieht automatisch durch die Muskelkontraktionen beim Masturbieren.

Auch interessant: Das passiert im Körper der Frau, wenn sie lange keinen Sex hatte

Gestärktes Abwehrsystem

Frauen, die regelmäßig zum Höhepunkt kommen, sind den Experten zufolge abwehrstärker. Ob das mehrmals pro Woche oder mehrmals im Monat ist, ist gar nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass Frau es tut. Denn Selbstbefriedigung verbessert den Schlaf – und guter Schlaf ist bekanntermaßen sehr wichtig für das Immunsystem.

Hierzu trägt übrigens auch bei, dass beim Masturbieren Endorphine ausgestoßen werden, also Glückshormone, und diese führen zu einer reduzierten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Sex – alleine oder zu zweit – kann somit zu einem gewissen Grad seelischen Erkrankungen (z.B. Depressionen, Burnout) vorbeugen.

Auch interessant: Faktoren, die zu Burnout führen können

Weniger Regelschmerzen

Durch Selbstbefriedigung wird die Durchblutung im Intimbereich gefördert. Das wirkt sich krampflösend aus – und ist insbesondere für Frauen, die zu starken Menstruationsbeschwerden neigen, eine richtig gute Nachricht. So sorgen Sie am Ende doch noch für schöne Tage.

Auch interessant: Was sagt die Farbe des Periodenbluts über die Gesundheit aus? (via STYLEBOOK)

Masturbieren ist gut für die Seele der Frau

Natürlich ist Sex mit einem Partner der körperlichen Gesundheit genauso zuträglich. Selbstbefriedigung erweist Ihnen aber einen weiteren, genauso wichtigen Dienst. Sich regelmäßig Zeit für sich selbst zu nehmen, sich zu verwöhnen und – ohne das Zutun einer anderen Person – schöne Gefühle zu bescheren, stärkt automatisch Ihr Selbstbewusstsein.

Das hat dann auch wieder positive Auswirkungen auf den Sex zu zweit. Denn: Wenn Sie wissen, was Sie mögen und wie, können Sie es auch vermitteln. Das verbessert den Sex nicht nur für Sie selbst, sondern macht auch dem Gegenüber mehr Spaß, wenn er/sie etwas richtig macht.

Und welche Vorteile ergeben sich für den Mann?

Zu dieser Frage hat FITBOOK in der Vergangenheit bereits mit dem Urologen Dr. med. Christoph Pies gesprochen. Er nennt sogar eine konkrete Anzahl an Selbstbefriedigungen pro Monat, die sich auf Basis von Studien als besonders gesundheitsförderlich für Männer herausgestellt haben sollen. Seine Antworten können Sie hier nachlesen.