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Für jeden geeignet

Die besten Übungen, um die Wirbelsäule zu mobilisieren

Wer im Rückgrat verspannt ist, büßt Beweglichkeit ein. Dadurch werden einige Übungen nicht mehr so gründlich ausgeführt – und das Training ist weniger effektiv. Personal Trainer Erik Jäger zeigt im FITBOOK-Video, wie man seine Wirbelsäule mobilisiert. Die Übungen erfordern keinerlei Vorkenntnisse und sind für jeden geeignet.

Welche Teile der Wirbelsäule sollten mobilisiert werden?

Die Wirbelsäule besteht aus drei Teilen: Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Die beiden ersten sollten gedehnt und aktiviert werden, um die Bewegungsqualität beim Training zu steigern, Blockaden zu lösen, sich vor Verletzungen zu schützen – und nicht zuletzt auch, um nach dem Training Spannung aus der Muskulatur zu nehmen. Etwas anders verhält es sich bei der Lendenwirbelsäule: Sie ist ein Strang, der für Stabilität im Körper sorgt und nicht stark mobilisiert werden sollte. Eine Mobilisierung der umliegenden Bereiche ist aber durchaus sinnvoll. Denn je beweglicher Hüfte und Brust sind, desto weniger Rotation wird der Lendenwirbelsäule abverlangt. Und genau das ist gut für eine starke Körpermitte!

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Personal Trainer Erik Jäger empfiehlt, die folgenden Übungen in die Trainingsroutine zu integrieren.

Diese Übungen werden im Video gezeigt

Vormobilisierung der Wirbelsäule: Gehen Sie in den Vierfüßlerstand, die Knie befinden sich in einer Linie unter der Hüfte. Nun atmen Sie tief aus und rollen den Rücken so weit wie möglich ein. Beim Einatmen leiten Sie die entgegengesetzte Bewegung ein und schauen nach vorne. Führen Sie sechs bis acht Wiederholungen durch.

Halswirbel mobilisieren: Nehmen Sie eine Hand an den Hinterkopf. Nun führen Sie den Ellenbogen des gehobenen Armes abwechselnd nach unten (dabei einatmen) und drehen ihn nach oben auf (ausatmen). Gehen Sie in beide Richtungen so weit wie möglich und schauen Sie dem Ellenbogen hinterher. Wichtig: Halten Sie die Hüfte stabil! Die Rotation kommt aus der Wirbelsäule. Machen Sie sechs bis acht Wiederholungen.

Tipp: Wenn Ihnen Stabilität in der Hüfte fehlt, klemmen Sie sich eine Faszienrolle oder ein Kissen zwischen die Knie.

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Brust mobilisieren: Führen Sie im Vierfüßlerstand den gestreckten Arm jeweils unter dem gegenüberliegenden hindurch. Jetzt müssten Sie mehr Zug auf der Brustmuskulatur spüren. Auch hiervon sechs bis acht Wiederholungen.

Hüfte mobilisieren: Diese Übung ist ideal, um den Bewegungsspielraum bei Kniebeugen oder Kreuzheben zu erweitern. Legen Sie im Sitzen ein Bein angewinkelt (90 Grad) vor dem Körper ab. Die Schultern sind gerade und parallel zum Unterschenkel ausgerichtet. Jetzt beugen Sie sich mit dem Oberkörper ganz langsam nach unten. Wichtig: Dabei sollte der Rücken, insbesondere der untere Teil der Lendenwirbelsäule, so gerade wie möglich bleiben. Ziehen Sie sich nach jedem Einatmen noch ein bisschen tiefer in die Dehnung (ausatmen). Drei bis vier Wiederholungen dieser Übung reichen aus.

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Schulter mobilisieren: Eine gute Beweglichkeit in den Schultern ist insbesondere für Über-Kopf-Übungen wie Klimmzüge, Schulterdrücken oder Handstandtraining unerlässlich. Personal Trainer Erik Jäger zeigt im Video zwei Übungen, die genau das fördern.

  1. Übung: Legen Sie sich auf den Rücken, Füße sind aufgestellt. Die Hände führen Sie über den Kopf. Die Ellenbogen legen Sie auf dem Boden ab. Aus dieser Position heraus schieben Sie die Hände, die sich berühren, langsam nach oben und unten. Achten Sie auf eine gerade Körperlinie.
  2. Übung: Legen Sie sich mit angewinkelten Knien auf die Seite. Den oberen Arm legen Sie hinter sich auf dem Boden ab. Die Hüfte sollte sich so wenig wie möglich bewegen. Sie überprüfen das, indem Sie auf Ihre Beine achten: Wenn sich diese nicht gegeneinander verschieben, machen Sie alles richtig. Nun schieben Sie den Arm (Daumen zeigt zum Kopf) am Boden nach oben. In der Endposition drehen Sie die Hand (Daumen zeigt nach unten) und schieben den Arm nach unten.

Schauen Sie eine Folge Ihrer Lieblingsserie in dieser Position

Zuletzt zeigt Erik Jäger noch eine Übung, die hilft, Verspannungen im gesamten Rücken zu lösen und vorzubeugen. Sie kann sogar wiederkehrende Rückenschmerzen – für die Verspannungen übrigens der häufigste Grund sind – beseitigen.

Und so geht’s: Legen Sie sich auf den Bauch, gerne direkt auf den Boden im Wohnzimmer. Stellen Sie die Ellenbogen auf und schauen Sie nach vorne. Lassen Sie die Brustwirbelsäule locker, sie soll richtig entspannen. Das ist dann der Fall, wenn die Schultern weg von den Ohren ziehen. Und nun fühlen Sie mal vor, wie weit Sie den Oberkörper Richtung Boden absenken können. In dieser Position können Sie gut und gerne 20 oder 30 Minuten verharren.

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Zur Person: Erik Jäger ist Ausbilder für Functional Fitness, Faszientraining, BodyArt Extrem und hat für die Zielgruppe 30+ das Kleingruppentraining TET (Total Effective Training) entwickelt. Außerdem ist er seit einigen Jahren erfolgreich als Personal und Athletik-Trainer im deutschen Profifußball und als Nike Master Trainer tätig. Zu seinen Kunden zählen unter anderem Anna Kraft, Detlef D! Soost und Andreas Bourani. Wenn auch Sie mit Erik trainieren wollen, können Sie einen seiner Onlinekurse buchen – oder ihn als Personal Trainer engagieren.

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