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Beliebtes Brüh-Getränk

Filterkaffee oder Espresso – was ist gesünder?

Espresso oder Filterkaffee – was ist gesünder? Barista macht einen Filterkaffee
Wer bestellt schon einen Filterkaffee im Café? Obwohl er aus der Mode gekommen ist, so ist der Filterkaffee in einem entscheidenden Punkt gesünder als Espresso.Foto: Getty Images

Mit etwa 160 Litern pro Jahr und Kopf ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen. Die unterschiedlichen Brühmethoden haben ihre Vor- und Nachteile. Ist Filterkaffee gesünder als Espresso – oder umgekehrt? FITBOOK erklärt, was für wen besser geeignet ist.

Je mehr wissenschaftliche Studien durchgeführt werden, desto besser können Lebensmittel und ihr Einfluss auf den menschlichen Körper untersucht und eingeschätzt werden. Während Kaffee noch vor einigen Jahren als ungesund galt, haben mittlerweile viele neue Erkenntnisse das beliebteste Getränk der Deutschen rehabilitiert. Sogar mehr noch: Kaffee gilt mittlerweile als gesund – zumindest in der Variante schwarz, also ohne Milch und Zucker. Allerdings stellt sich die Frage, was gesünder ist – Espresso oder Filterkaffee? Die Antwort: Es kommt darauf an.

Der Vorteil von Filterkaffee 

Seit einigen Jahren feiert der Filterkaffee eine Art Comeback: In vielen Cafés bieten Baristas mittlerweile ausgewählte Filterkaffee-Variationen an. In puncto Gesundheit spricht für ihn ausgerechnet seine altbackene Brühmethode. Denn im engmaschigen Papierfilter bleiben die Inhaltsstoffe Cafestol und Kahweol hängen. Diese sollen den Spiegel des für die meisten Menschen als schädlich geltenden LDL-Cholesterins im Blut erhöhen. Beim Espresso hingegen gelangen Cafestol und Kahweol durch das vergleichsweise grobe Sieb ins Getränk. Insbesondere für Menschen mit schlechten Cholesterinwerten könnte Filterkaffee daher die bessere Wahl sein.

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Espresso bei sensiblem Magen bekömmlicher

Allerdings spricht nicht alles gegen den Espresso, der vor allem in Ländern wie Italien und Portugal gern getrunken wird. Sein großer Vorteil: Er enthält weniger Säure und ist damit für Menschen mit einem sensiblen Magen bekömmlicher. Das liegt am Röstverfahren, denn Espressobohnen werden deutlich länger geröstet, wodurch sie am Ende weniger Säure enthalten. Das ist wichtig für den Geschmack, der beim Espresso intensiver ausfällt als beim Filterkaffee und Säure dadurch stärker wahrgenommen wird. Und für ihn spricht ausgerechnet auch, dass er mehr Cafestol und Kahweol enthält. Denn: Beide Stoffe haben auch gesundheitsfördernde Eigenschaften.

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Die positiven Eigenschaften von Cafestol und Kahweol

Obwohl sich Cafestol und Kahweol womöglich negativ auf die Blutfettwerte auswirken könnten, deuten Studien darauf hin, dass sie auch krebshemmend und gut für die Leber sein sollen. Beiden Stoffen werden auch entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.

Bas Kast empfiehlt bis zu 5 Tassen Kaffee pro Tag

Ernährungsexperte und Bestsellerautor Bas Kast („Der Ernährungskompass“) hat sich mit zahlreichen Ernährungsstudien beschäftigt. Seine Empfehlung zum Thema Kaffee: „Bei Espresso maximal zwei pro Tag. Wenn es Filterkaffee ist, können es bis zu fünf sein“, riet der Ernährungsexperte Bas Kast 2019 in der ARD-Sendung „Maischberger“.

„Man sieht wirklich, Kaffee senkt das Sterblichkeitsrisiko um zehn bis zwanzig Prozent“, begründet Bas Kast seine Empfehlung von bis zu fünf Tassen Filterkaffee pro Tag. Warum das so ist, kann aber noch nicht ganz geklärt werden, denn Kaffee enthält über 1000 pflanzliche Substanzen. Diese müssen noch genauer in ihrer Wirkungsweise entschlüsselt werden. Da selbst entkoffeinierter Kaffee die positiven Eigenschaften aufweist, kann es nicht am Koffein liegen. Laut dem Experten hat Kaffee sogar einen Anti-Aging-Effekt, indem es den „Selbstreinigungsprozess der Zellen“ (wissenschaftlich: Autophagie) aktiviert.

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Eine Espresso-Tasse
Immer mehr Deutsche setzen auf eine schicke Espresso-Maschine zu Hause – doch ausgerechnet der einfach aufgebrühte Filterkaffee hat seine gesunden VorteileFoto: Getty Images

Filterkaffee oder Espresso – was ist gesünder? Das Fazit

Wer erhöhte Cholesterinwerte hat, sollte idealerweise auf Filterkaffee umsteigen, weil darin weniger Cafestol und Kahweol enthalten ist. Allerdings gelten beide Stoffe auch als positiv für die Leber sowie krebs- und entzündungshemmend. Cafestol und Kahweol sind in höherem Anteil in Espresso enthalten, der dank seines geringeren Säuregehalts auch magenfreundlicher ist. Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Espresso scheint in puncto Gesundheit insgesamt leichte Vorteile zu haben, sofern man keine erhöhten Blutfettwerte hat. Wer trotz eines erhöhten Cholesterins nicht auf seinen Espresso verzichten möchte, sollte es bei maximal zwei am Tag belassen.

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