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Trinken, knabbern, dehnen

3 simple Tricks gegen Muskelkrämpfe

Nicht immer lässt sich für schmerzhafte Muskelkrämpfe eine Ursache finden – doch es gibt Tricks, um sie zu verhindern
Nicht immer lässt sich für schmerzhafte Muskelkrämpfe eine Ursache finden – doch es gibt Tricks, um sie zu verhindern
Foto: Getty Images

Unpassend und unangenehm: In den ungelegensten Momenten schlägt er zu, der Muskelkrampf. So richtig weiß niemand, was man am besten gegen den ekligen Schmerz macht. FITBOOK klärt auf.

Wer nachts schon einmal von dem stechenden Schmerz, vorzugsweise in Wade oder Oberschenkel, geweckt wurde, fragt sich: Wie werde ich den lästigen Krampf schnell wieder los und was kann ich machen, damit er gar nicht mehr wieder kommt? Sportwissenschaftler Benjamin Zölß und Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl, haben FITBOOK Sport- und Ernährungs-Tricks verraten, um Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Nicht immer mangelt es an Magnesium

So kann neben einer mangelhaften Ernährung, auch ein durch einen Unfall beschädigter Nerv der Auslöser sein. „Dann sendet der Nerv Fehlinformationen an den Muskel, was zu Krämpfen führen kann.“ Auch wenn man den Muskel durch ungewohnte Bewegungen überfordert, können fiese Schmerzen die Folge sein. „Deshalb gibt es auch ganz unterschiedliche präventive und behandelnde Methoden“, erklärt der Sportwissenschaftler. Sofern keine Nervenschäden vorliegen, kann man es aber mit diesen einfachen Tricks versuchen.

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1. Muskulatur kräftigen

„Muskulatur, die kräftig und flexibel ist, ist auch weniger anfällig“, sagt Zölß. Er rät deshalb sowohl zu Krafttraining als auch zu Stretching. Die Wadenmuskulatur kann man beispielsweise mit dieser Übung stärken: Auf Zehenspitzen stellen, die Position eine Minute halten und wieder absetzen. Die Übung wiederholen.

2. Dehnübungen

Dafür einfach auf den Boden setzen und die Fußspitzen zu sich ziehen. Treten die Krämpfe insbesondere nachts auf, sollte man die Übung vor dem Schlafengehen durchführen.

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3. Volles Korn und Nüsse

Dr. Mathias Riedl rät dazu, Vollkornprodukte und Haselnüsse zu essen, um den Tagesbedarf an Magnesium und Kalium zu decken. „Man muss aber bedenken, dass zum Beispiel nur 50 % des in der Nahrung enthaltenen Magnesiums verwertet werden“, sagt der Ernährungsmediziner. Auch hilfreich zu wissen: „Eine erhöhte Proteinzufuhr kann zu einer gesteigerten Magnesiumausscheidung führen.“ Das Trinken sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Riedl empfiehlt hier vor allem calciumreiches Mineralwasser.

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Vorsicht bei häufigen Beschwerden !

Treten die Krämpfe allerdings häufiger auf und lassen sich durch Dehnen nicht rasch lösen, sollten man zum Arzt gehen. Er kann die Ursachen dafür abklären. Vor allem Diabetiker neigen stärker zu Muskelkrämpfen. Denn bei einem hohen Blutzuckerspiegel gehen über den Urin Flüssigkeit und Mineralstoffe verloren. Der Stoffwechsel gerät dadurch aus dem Gleichgewicht.

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