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Darum lohnt es sich, mittags ein Nickerchen zu machen

Frau schläft am Arbeitsplatz
Auf der Tastatur einzuschlafen kommt vielleicht nicht so gut bei den Kollegen an, hätte aber auch einige Vorteile …
Foto: Getty Images

Wenn Sie mittags das Gefühl haben, unbedingt ein Schläfchen einlegen zu müssen – dann gehen Sie ihm nach! Was mit Ihrem Arbeitgeber vermutlich noch nicht geklärt ist, würden selbst Experten empfehlen: Ein „Power-Nap“ soll für mehr Leistungsfähigkeit und Kreativität in der zweiten Tageshälfte sorgen. Da freut sich dann auch wieder der Chef.

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Das bestätigt Psychologe und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) Hans-Günter Weeß. Zudem könne ein Mittagsschlaf Stimmungsschwankungen und selbst Gesundheitsrisiken wie Schlaganfall, Herzinfarkt reduzieren. Zehn bis 20 Minuten seien ausreichend, sagt der Schlafforscher, „das ist nicht zu lange und man fühlt sich danach wieder frisch.“

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Mit diesem Tipp wird’s NOCH effektiver!

Zusätzlich könne eine Tasse Kaffee vor dem Nickerchen hilfreich sein. Laut Weeß brauche die wachmachende Wirkung des Koffeins etwa 20 bis 30 Minuten. Er setze also dann ein, wenn man den „Power-Nap“ bereits erledigt haben sollte. Heißt: Man fühlt sich NOCH fitter!

Mann an der Kaffemaschine

Es stimmt, dass Kaffee wach macht. Wer sich DIREKT nach dem Trinken hinlegt, soll aber gut einschlafen und umso fitter wieder aufwachen.
Foto: Getty Images

So geht powernappen richtig

Damit aus dem geplanten Nickerchen keine ausgedehnte Nachmittagsruhe wird, hilft ein Trick: Nehmen Sie einen Schlüsselbund zur Hand, bevor Sie sich gemütlich hinsetzen und die Augen schließen. Wenn Sie eingeschlafen sind, wird er nicht sofort, aber nach einigen Minuten geräuschvoll herunterfallen und Sie wecken – in einer günstigen Schlafphase, aus der Sie erfrischt und ausgeruht in den restlichen Arbeitstag starten können. Diesen Moment zu verschlafen und in der „Traumschlafphase“ aufgeschreckt zu werden (beispielsweise von einem Wecker), könnte sich mit umso größerer Erschlagenheit und Antriebslosigkeit rächen, warnt Weeß.

Kann man das Nachmittagstief verhindern?

„Leichte Kost wie Geflügel, Salat oder Gemüse sollten mittags dem fetten Schweinebraten vorgezogen werden“, sagt Weeß. Ein schweres Mittagessen nämlich beschwöre das Mittagstief förmlich herauf. Allzu viel bringe das aber nicht. Früher oder später erwische das Tief jeden, das ist laut Weeß so in der menschlichen Biologie verankert.

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Wer kein ruhiges Plätzchen für einen Mittagsschlaf findet, könne sich quasi auf gegenteilige Weise helfen: durch körperliche Aktivität. „Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder etwas Gymnastik aktivieren das Herz-Kreislauf-System und man fühlt sich direkt wacher.“

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