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Herpes Zoster

Ist Gürtelrose eigentlich gefährlich?

Ein Gürtelrose-Patient liegt schmerzverzerrt auf einer Couch
Es kommt vor, dass Gürtelrose-Patienten auch nach überstandener Erkrankung an Nervenschmerzen leiden. Diese müssen vom Neurologen behandelt werden
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Wenn rote Bläschen auf der Haut entstehen, die jucken und brennen, und man sich insgesamt nicht auf der Höhe fühlt, kann es sich dabei um Herpes Zoster handeln – besser bekannt als Gürtelrose. Sie taucht meist, aber nicht zwingend, am Bauch auf und ist in seltenen Fällen ein Hinweis auf eine tieferliegende gesundheitliche Veränderung. FITBOOK stellte einem Experten die wichtigsten Fragen über die Viruserkrankung.

Geschäftsfrau

Eine Gürtelrose tritt meist dann auf, wenn man beruflich stark unter Strom steht oder aufgrund anderer Stressfaktoren geschwächt ist
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Was ist Gürtelrose?

Gürtelrose, also Herpes Zoster, ist keine Hautveränderung aus heiterem Himmel. Es handelt sich dabei um die „Reaktivierung des Windpockenvirus‘“, erklärt der Münchener Dermatologe Dr. med. Timm Golüke im FITBOOK-Interview. „Der Erreger schlummert in den Nervenbahnen und wird meist dann wiedergeweckt, wenn das Immunsystem geschwächt ist.“ Das kann verschiedene Faktoren zur Ursache haben, etwa beruflichen oder seelischen Stress, ungesunden Gewichtsverlust oder einen viralen Infekt.

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Wie macht sich der Virusbefall bemerkbar?

Herpes Zoster

Oft werden klassischer Herpes und Gürtelrose miteinander verwechselt. Die Symptome sind jedoch unterschiedlich. Klarheit verschafft die Untersuchung beim Arzt
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Ist Gürtelrose ansteckend?

Nicht direkt. „Bei jemandem, der sie als Kind noch nicht hatte, können durch den Kontakt Windpocken ausgelöst werden.“ Das wäre insbesondere bei Schwangeren fatal. Wer von dem Ausbruch des Virus‘ bei sich weiß, sollte sich in seinem Umfeld deshalb dringend nach bestehenden Impfungen erkundigen.

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Wie diagnostiziert man Gürtelrose?

Golüke rät dringend zum Abstrich der Bläschen beim Hautarzt. „Anders lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen, ob es sich um ein Ekzem, einen Herpes simplex oder tasächlich einen Herpes Zoster handelt. Und der muss unbedingt behandelt werden.“

Wie wird Gürtelrose behandelt?

In der Regel mit antiviralen Tabletten. Die neueren Produkte nimmt man einmal täglich etwa eine Woche lang ein, bis dahin sollten keine neuen Bläschen mehr entstanden und die älteren vertrocknet sein. „Patienten mit Augen- und Hirnbeteiligung bekommen den Wirkstoff über Infusionen verabreicht“, erklärt Hautarzt Golüke. Bei diesem schwerwiegenderen Befund bestehe größerer Handlungsbedarf. Intervenös wirkt das Mittel besser und schneller.

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Was sind die Folgen von Gürtelrose?

Mit der entsprechenden Medikation ist der Herpes Zoster meist nach einer Woche abgeklungen. In manche Fällen jedoch kommt es zu einer Post-Zoster-Neuralgie, die sich auch nach Abschluss der Erkrankung mit Nervenschmerzen bemerkbar macht. Hier kann der Neurologe helfen. An ihn ist sich auch zu wenden, wenn die Gürtelrose im Gesicht aufgetreten ist, ebenso an den Haut- und Augenarzt. Wie Dr. Golüke erklärt, ist in diesem Fall eine Augen- und/oder Hirnbeteiligung möglich, die einen unangenehmeren Verlauf nach sich ziehen kann. Es bestehe die Gefahr auf eine Hornhautvernarbung, die schlimmstenfalls zur vollständigen Erblindung führen kann, ebenso auf (vorübergehende) Lähmungserscheinungen im Gesicht und eine Zoster-Meningitis – Hirnhautentzündung.