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Gesundheitsmythen im Check

Helfen Zwieback, Cola und Salzstangen wirklich bei Magen-Darm?

Von der warmen Zwiebel gegen Ohrenschmerzen über das Unterhemd, das die Nieren vor einer Entzündung schützen – bis hin zu den Salzstangen, die bei Magen-Darm helfen sollen – Hausmittel, die uns im Krankheitsfall helfen sollen, gibt es viele. Welche dieser Sprüche, die wir von Oma kennen, stimmen wirklich? Und was davon können wir getrost vergessen? FITBOOK klärt auf.

Aus Großmutters Zeiten stammt die Idee, dass man Erkältungen mit natürlichen Hausmitteln in den Griff bekommt. Manches davon hat – zumindest im Ansatz – eine medizinische Grundlage. Beispielsweise soll heißes Zitronenwasser mit seiner Vitamin-C-Power gesund machen. Und prophylaktisch kann man seinem Abwehrsystem mit Vitamin C tatsächlich auf die Sprünge helfen, bestätigt Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. med. A. Möllers im Gespräch mit FITBOOK. Wichtig ist bloß, den frischen Zitronensaft erst dann ins Wasser zu geben, wenn es schon auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Ansonsten wird das Vitamin C durch die Hitze zerstört.

Wird man krank, wenn die Füße frieren?

Erkältungen werden durch Viren ausgelöst – und nicht durch Kälte, erklärt Dr. Hans-Peter Hauber. Er ist Pneumologe und Experte für Infektionskrankheiten der Asklepios Klinik Hamburg Altona und klärt für FITBOOK unter anderem den Mythos, dass kalte Füße auf direktem Weg unweigerlich in einer Erkältung münden. Allerdings: „Kälte führt dazu, dass die Durchblutung der Haut und Schleimhäute reduziert wird, um den Körper und die inneren Organe warm zu halten.“ Das vermindere die Immunabwehr – und damit steige das Risko, sich einen Infekt einzufangen. Für kalte Füße gelte übrigens das gleiche!

Helfen Zwieback, Cola und Salzstangen bei Magen-Darm?

Jeder kennt diesen Spruch – und wahrscheinlich hat jeder von Mama früher diese drei Dinge ans Bett bekommen, wenn der Magen-Darm-Infekt da war. Und an dem Mythos, dass Zwieback, Cola und Salzstangen helfen, ist wirklich etwas dran, wie Dr. Hauber auf FITBOOK-Anfrage erklärt: „Bei einem Magen-Darm-Infekt verliert der Körper Flüssigkeit und Elektrolyte (Natrium und Kalium). Diese müssen wieder zugeführt werden.“ Im Fall der genannten Lebensmittel macht’s laut dem Experten die Kombination: Cola enthalte nicht viele Elektrolyte, daher die Salzstangen oder Zwieback als Begleitung (das eine ist übrigens nicht besser als das andere – wofür man sich entscheide, sei reine Geschmackssache). Laut Dr. Hauber bewirkt der hohe Zuckeranteil in der Cola keine zusätzliche Förderung der Diarrhoe. Gesünder ist allerdings folgende Elektrolytlösung, die man ganz leicht selbst herstellen kann: Je ein viertel TL Kochsalz und Backpulver in einen Liter stilles Wasser einrühren; für den Geschmack optional etwas Saft zugeben … und dann in kleinen Schlucken trinken.

Hilft Hühnersuppe gegen Erkältung?

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